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Während des goEast Festivals in Wiesbaden wurden wir auf ein äußerst gewagtes deutsches Science-Fiction Projekt aufmerksam. Ein Film, der konzeptuell vollkommen an dem deutschen Fördersystem vorbeischießt und sich in seiner Konstruktion konsequent kompromisslos zeigt. Produzent Pierre Durst von Thirsty Goldfish hat uns bereits einige Einblicke in die abstrakte Bilderwelt von 1000 Könige gegönnt.

Gedreht ausnahmelos vor Green-Screen, entwirft der Film eine Zukunftsvision, in welcher alle Menschen ihre Körper aufgegeben haben und nur noch als gleichgestellte Seelen repräsentiert sind. Ein einziger unter den 1000 Seelen dieser Welt kann noch Gefühle empfinden, was ihm die Verehrung der anderen sichert, doch wird er auch ausgenutzt und kontrolliert. Als ein abstraktes Purgatorium kann das Universum von 1000 Könige, bestehend nur aus kargen, gigantischen, Räumen, betrachtet werden.

Der Film ist das erste Langfilm-Projekt des in Georgien geborenen Regisseurs Bidzina Kanchaveli, dessen erste Arbeiten für die georgische Staatsoper entstanden. Sein erster Kurzfilm, der surrealistische Novice N. 21, wurde für den Oscar als georgischer Beitrag vorgeschlagen und erhielt den Preis für den besten Kurzfilm beim Courmayeur Kurzfilmfestival in Rom. In seinen weiteren Kurzfilmen ist eine Nähe zum Theater zu bemerken, eine progressive Tendenz zur Abstraktion. Im Vordergrund seiner kargen, doch opulenten Bilder stehen immer die vom Film transportierten Ideen.

Nach acht Wochen Dreh befindet sich nun das Projekt 1000 Könige in der aufwändigen Postproduktionsphase und wird voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres startbereit sein.

Uns wurden schon drei Fotos zur Verfügung gestellt, die Euch, auf Grund der gerade begonnenen Postproduction, einen noch sehr groben Einblick in die Entstehung der Welt der 1000 Seelen gönnen:

Hier könnt Ihr zunächst den letzten Kurzfilm des Regisseurs, 7 1/2 Frauen, anschauen:


7 1/2 Women from Thirsty Goldfish on Vimeo.