Einer der erfolgreichsten polnischen Filme der letzten Jahre ist
The Body von
Tomasz Konecki und
Andrzej Saramonowicz, und das sagt eine Menge aus, wenn man bedenkt, wie stark westlich orientiert die Krimi-Komödie ist.
Es geht um große und kleine Gangster, eineiige Zwillinge, Fallschirmjäger, zynische Polizisten, Nonnen, eine Sniper-Oma mit ihrer altklugen Enkelin, sie alle stecken in ihren Sub-Plots, die lediglich von einer Konstante zusammengehalten werden: einer Leiche.
Die Idee ist hinreichend bekannt (
The Trouble with Harry,
Weekend at Bernie’s), und bietet unzählige Vorlagen für derben schwarzen Humor. Und amüsant ist der Film, keine Frage, aber vergeblich sucht man nach Eigenständigkeit.
Schon der Titelvorspann ist im Stile der
Pink Panther-Filme animiert (mit Sarg statt Panther), die Struktur (und der Humor) wurde Filmen wie
Pulp Fiction und
11:14 entlehnt. Ganz schlimm sind die typischen
Tarantinoismen, wie Gespräche über Nichtiges (wer treibt es mit wem bei Winnie Pooh?) oder Pseudo-schlüpfriges (Penisgrößen), die über den gesamten Film verteilt sind.
Natürlich ist auch alles temporeich inszeniert, und wird mit flotter Funkmusik unterlegt, filmisches Fast Food durch und durch. Doch erst die Tatsache, dass
The Body ein Opfer des Kulturimperialismus ist, eine Imitation einer Imitation, macht den Film und seinen Erfolg umso bitterer.
Verglichen mit anderen Filmen des Symposiums „Das befreiende Lachen“ (wie dem großartigen
Sexmission) stellt
The Body leider nur einen ideenlosen Anbiederungsversuch dar, dem deutschen
Der Eisbär von
Til Schweiger nicht unähnlich, einem weiteren
Tarantino-Epigonen.
The Body/Cialo
R: Tomasz Konecki, Andrzej Saramonowicz
D: Rafal Królikowski, Tomasz Karolak, Maja Hirsch, Cezary Kosinski
Polen, 2003, 98 Min.
Einer der erfolgreichsten polnischen Filme der letzten Jahre ist
The Body von
Tomasz Konecki und
Andrzej Saramonowicz, und das sagt eine Menge aus, wenn man bedenkt, wie stark westlich orientiert die Krimi-Komödie ist.
Es geht um große und kleine Gangster, eineiige Zwillinge, Fallschirmjäger, zynische Polizisten, Nonnen, eine Sniper-Oma mit ihrer altklugen Enkelin, sie alle stecken in ihren Sub-Plots, die lediglich von einer Konstante zusammengehalten werden: einer Leiche.
Die Idee ist hinreichend bekannt (
The Trouble with Harry,
Weekend at Bernie’s), und bietet unzählige Vorlagen für derben schwarzen Humor. Und amüsant ist der Film, keine Frage, aber vergeblich sucht man nach Eigenständigkeit.
Schon der Titelvorspann ist im Stile der
Pink Panther-Filme animiert (mit Sarg statt Panther), die Struktur (und der Humor) wurde Filmen wie
Pulp Fiction und
11:14 entlehnt. Ganz schlimm sind die typischen
Tarantinoismen, wie Gespräche über Nichtiges (wer treibt es mit wem bei Winnie Pooh?) oder Pseudo-schlüpfriges (Penisgrößen), die über den gesamten Film verteilt sind.
Natürlich ist auch alles temporeich inszeniert, und wird mit flotter Funkmusik unterlegt, filmisches Fast Food durch und durch. Doch erst die Tatsache, dass
The Body ein Opfer des Kulturimperialismus ist, eine Imitation einer Imitation, macht den Film und seinen Erfolg umso bitterer.
Verglichen mit anderen Filmen des Symposiums „Das befreiende Lachen“ (wie dem großartigen
Sexmission) stellt
The Body leider nur einen ideenlosen Anbiederungsversuch dar, dem deutschen
Der Eisbär von
Til Schweiger nicht unähnlich, einem weiteren
Tarantino-Epigonen.
The Body/Cialo
R: Tomasz Konecki, Andrzej Saramonowicz
D: Rafal Królikowski, Tomasz Karolak, Maja Hirsch, Cezary Kosinski
Polen, 2003, 98 Min.
goEast: The Body