Das russische Psychodrama How I Ended This Summer um zwei Polarforscher lief bereits auf der diesjährigen Berlinale und wird ab Freitag auch in Wiesbaden zu sehen sein. Beim goEast-Filmfestival läuft der dreifache Bären-Gewinner ebenfalls im Wettbewerb. Die beiden Hauptdarsteller Grigori Dobrygin (Pavel) und Sergei Puskepalis (Sergei) erhielten zwei Bären als beste Darsteller, Pavel Kostomarov bekam einen Bären für seine herausragende Leistung in der Kategorie Kamera.
Meteorologe Sergei und der Hochschulabsolvent Pavel sind die einzigen Menschen auf einer einsamen Insel in der Arktis. Auf einer Polarstation müssen sie regelmäßig Messdaten per Funk durchgeben. Selbst Kontakt zu ihren Familien können die beiden Forscher nur über ihre weit entfernten Kollegen halten. SMS werden per Sprechfunk diktiert oder vorgelesen, denn auf der Insel gibt es natürlich keinen Empfang. In dieser Einöde vertreibt sich der junge Pavel seine Langweile mit Rockmusik und Ballerspielen. Eines Tages muss er Sergei am Funkgerät vertreten und prompt erwartet den eher unzuverlässigen Praktikanten eine verantwortungsvolle Aufgabe: Er soll seinem Kollegen eine schlechte Nachricht übermitteln. Wie ein kleines Kind drückt er sich vor dieser Aufgabe und erschafft erst durch sein Schweigen ein weitreichendes Problem. Das anfänglich seicht erzählte Nordpol-Drama wandelt sich zum Ende hin in einen packenden Thriller. Denn schließlich fürchtet Pavel sogar um sein Leben…
Inspiration für sein Psychodrama fand Regisseur Alexej Popogrebski in den Tagebüchern N. V. Pinegins, die er mit 14 Jahren las. Der Tagebuch-Autor begleitete 1912 den russischen Polarforscher Georgi J. Sedov bei einer Reise zum Nordpol. Doch der genannte Polarforscher starb vor der Ankunft.
Alexej Popogrebski über seinen Film:
Seitdem hat mich die Fähigkeit, sich mit Auffassungen von Zeit und Raum abzufinden, die sich von unseren üblichen Einteilungen nach Stunden, Häuserblocks oder U-Bahn-Stationen drastisch unterscheiden, enorm fasziniert. Von solch zwei persönlichen (und unvereinbaren) Raum-und-Zeit-Maßstäben erzählt mein Film.
Auf der Berlinale gab es bei Publikum und Kritikern ganz unterschiedliche Meinungen. Manche waren überaus begeistert, wie schnell sie der Film in einen Sog aus Angst und Überlebenswillen zog. Andere langweilten sich sogar, weil sie sich weder mit den patzigen und unüberlegten Handlungen Pavels noch mit dem verschrobenem und wortkargem Sergei identifizieren konnten. Was aber bisher weitgreifende Beachtung fand sind die atmosphärischen Aufnahmen des Kameramanns Pavel Kostomarov. Der Bären-Preisträger schafft ergreifende Natur-Aufnahmen und erklärt das Zeitgefühl in der arktischen Einsamkeit ganz ohne Worte.
How I Ended This Summer läuft insgesamt drei Mal auf dem goEast-Filmfestival:
Das russische Psychodrama How I Ended This Summer um zwei Polarforscher lief bereits auf der diesjährigen Berlinale und wird ab Freitag auch in Wiesbaden zu sehen sein. Beim goEast-Filmfestival läuft der dreifache Bären-Gewinner ebenfalls im Wettbewerb. Die beiden Hauptdarsteller Grigori Dobrygin (Pavel) und Sergei Puskepalis (Sergei) erhielten zwei Bären als beste Darsteller, Pavel Kostomarov bekam einen Bären für seine herausragende Leistung in der Kategorie Kamera.
Meteorologe Sergei und der Hochschulabsolvent Pavel sind die einzigen Menschen auf einer einsamen Insel in der Arktis. Auf einer Polarstation müssen sie regelmäßig Messdaten per Funk durchgeben. Selbst Kontakt zu ihren Familien können die beiden Forscher nur über ihre weit entfernten Kollegen halten. SMS werden per Sprechfunk diktiert oder vorgelesen, denn auf der Insel gibt es natürlich keinen Empfang. In dieser Einöde vertreibt sich der junge Pavel seine Langweile mit Rockmusik und Ballerspielen. Eines Tages muss er Sergei am Funkgerät vertreten und prompt erwartet den eher unzuverlässigen Praktikanten eine verantwortungsvolle Aufgabe: Er soll seinem Kollegen eine schlechte Nachricht übermitteln. Wie ein kleines Kind drückt er sich vor dieser Aufgabe und erschafft erst durch sein Schweigen ein weitreichendes Problem. Das anfänglich seicht erzählte Nordpol-Drama wandelt sich zum Ende hin in einen packenden Thriller. Denn schließlich fürchtet Pavel sogar um sein Leben…
Inspiration für sein Psychodrama fand Regisseur Alexej Popogrebski in den Tagebüchern N. V. Pinegins, die er mit 14 Jahren las. Der Tagebuch-Autor begleitete 1912 den russischen Polarforscher Georgi J. Sedov bei einer Reise zum Nordpol. Doch der genannte Polarforscher starb vor der Ankunft.
Alexej Popogrebski über seinen Film:
Seitdem hat mich die Fähigkeit, sich mit Auffassungen von Zeit und Raum abzufinden, die sich von unseren üblichen Einteilungen nach Stunden, Häuserblocks oder U-Bahn-Stationen drastisch unterscheiden, enorm fasziniert. Von solch zwei persönlichen (und unvereinbaren) Raum-und-Zeit-Maßstäben erzählt mein Film.
Auf der Berlinale gab es bei Publikum und Kritikern ganz unterschiedliche Meinungen. Manche waren überaus begeistert, wie schnell sie der Film in einen Sog aus Angst und Überlebenswillen zog. Andere langweilten sich sogar, weil sie sich weder mit den patzigen und unüberlegten Handlungen Pavels noch mit dem verschrobenem und wortkargem Sergei identifizieren konnten. Was aber bisher weitgreifende Beachtung fand sind die atmosphärischen Aufnahmen des Kameramanns Pavel Kostomarov. Der Bären-Preisträger schafft ergreifende Natur-Aufnahmen und erklärt das Zeitgefühl in der arktischen Einsamkeit ganz ohne Worte.
How I Ended This Summer läuft insgesamt drei Mal auf dem goEast-Filmfestival: