Matko schuldet dem angeberischen Gangster Dadan eine große Summe Geld. Da er jedoch nicht in der Lage ist, seine Schulden zu begleichen, muss er Dadans Vorschlag akzeptieren: Die Vermählung seines Sohnes Zare mit Dadans Schwester Afrodita. Die Betroffenen und zukünftigen Eheleute sind von der Entscheidung natürlich alles andere als begeistert und suchen nach Fluchtmöglichkeiten aus dieser verhängnisvollen Situation.
Emir Kusturica vermag es mit seiner Komödie
Schwarze Katze, weißer Kater das Leben und Treiben der Zigeuner am Rande der Donau einzufangen. Die stark überspitzten Charaktere verleihen dem Gesamtkonstrukt selbstverständlich keine dokumentarische Dimension, zeugen jedoch von einem profunden Respekt vor diesen Menschen, die zu keinem Zeitpunkt der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Durch die Transposition einer etwas redundanten Hollywood-Fabel in den Balkan-Kontext präsentiert sich der Film erstaunlich unverbraucht, denn im Gegensatz zu der manchmal Brechreiz erregenden Perfektion der kalifornischen Mimen haben die Figuren in Kusturicas Film sogenannte „Ecken und Kanten“. Gerade dieser Umstand scheint maßgeblich dafür verantwortlich zu sein, dass der Zuschauer die Figuren ins Herz schließt und sich von gegebenenfalls vorhandenen Vorurteilen entledigt. Aufgrund der Aneignung gewisser amerikanischer Manierismen und Symbole durch die Bewohner dieses Zigeunerdorfes entsteht eine groteske Wirkung, die zugleich die überstrapazierten westlichen Klischees entlarvt und auf die Kollision von Tradition und Umbruch verweist. Die etwas konfuse Narration – der ich in diesem Rahmen nicht gerecht werden kann – ermöglicht eine Fülle überraschender Wendungen, die sogar mirakulöse Züge Annehmen können.
Schwarze Katze, weißer Kater verlässt man mit einem ausgesprochen sonnigen Gemüt und selbst das angreifbare happy-end gepaart mit phrasenhaften Dialogen desavouiert nicht das zuvor Gezeigte.
Crna macka, beli macor/Black Cat, White Cat/Schwarze Katze, weißer Kater
R: Emir Kusturica
D: Bajram Severdzan, Srdjan Todorovic, Branka Katic
Frankreich/Deutschland/Jugoslawien/Österreich/Griechenland/USA, 1998, 127 Min.
Matko schuldet dem angeberischen Gangster Dadan eine große Summe Geld. Da er jedoch nicht in der Lage ist, seine Schulden zu begleichen, muss er Dadans Vorschlag akzeptieren: Die Vermählung seines Sohnes Zare mit Dadans Schwester Afrodita. Die Betroffenen und zukünftigen Eheleute sind von der Entscheidung natürlich alles andere als begeistert und suchen nach Fluchtmöglichkeiten aus dieser verhängnisvollen Situation.
Emir Kusturica vermag es mit seiner Komödie
Schwarze Katze, weißer Kater das Leben und Treiben der Zigeuner am Rande der Donau einzufangen. Die stark überspitzten Charaktere verleihen dem Gesamtkonstrukt selbstverständlich keine dokumentarische Dimension, zeugen jedoch von einem profunden Respekt vor diesen Menschen, die zu keinem Zeitpunkt der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Durch die Transposition einer etwas redundanten Hollywood-Fabel in den Balkan-Kontext präsentiert sich der Film erstaunlich unverbraucht, denn im Gegensatz zu der manchmal Brechreiz erregenden Perfektion der kalifornischen Mimen haben die Figuren in Kusturicas Film sogenannte „Ecken und Kanten“. Gerade dieser Umstand scheint maßgeblich dafür verantwortlich zu sein, dass der Zuschauer die Figuren ins Herz schließt und sich von gegebenenfalls vorhandenen Vorurteilen entledigt. Aufgrund der Aneignung gewisser amerikanischer Manierismen und Symbole durch die Bewohner dieses Zigeunerdorfes entsteht eine groteske Wirkung, die zugleich die überstrapazierten westlichen Klischees entlarvt und auf die Kollision von Tradition und Umbruch verweist. Die etwas konfuse Narration – der ich in diesem Rahmen nicht gerecht werden kann – ermöglicht eine Fülle überraschender Wendungen, die sogar mirakulöse Züge Annehmen können.
Schwarze Katze, weißer Kater verlässt man mit einem ausgesprochen sonnigen Gemüt und selbst das angreifbare happy-end gepaart mit phrasenhaften Dialogen desavouiert nicht das zuvor Gezeigte.
Crna macka, beli macor/Black Cat, White Cat/Schwarze Katze, weißer Kater
R: Emir Kusturica
D: Bajram Severdzan, Srdjan Todorovic, Branka Katic
Frankreich/Deutschland/Jugoslawien/Österreich/Griechenland/USA, 1998, 127 Min.
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