In Deutschland hat man sich bereits daran gewöhnt dass, auch in kleineren Städten und Dörfern, Jugendliche HipHop hören und auch modisch ihren Vorbildern, den amerikanischen Rappern, nacheifern. In der japanischen Provinz fristet diese Jugendkultur jedoch noch ein absolutes Nischendasein und ihre Anhänger sehen sich der Unkenntnis und dem Unverständnis ihrer Mitmenschen ausgeliefert.
Wie es ist, in dieser Umgebung sogar selber anzufangen zu rappen, davon erzählt
Yu Iries Film
8000 Miles – SR Saitama’s Rapper. Er folgt eine Gruppe von jungen Freunden um den Arbeitslosen Ikku (
Ryusuke Komakine), die in der Präfektur Saitama in einem verlassenen Lagerhaus an ihren Songs basteln. Clubs oder Plattenläden gibt es in der Region nicht, weshalb sie sehr überrascht sind, als ihre Gruppe „Sho-Gung“ doch den ersten Auftritt an Land zieht. Doch der Auftritt gerät zum Fiasko und die Jungs müssen sich entscheiden, ob sie ihr Leben dem Rap, oder doch lieber ernsten Berufen widmen wollen.
Wie Regisseur
Yu Irie beim Filmgespräch nach der Vorstellung auf der Nippon Connection sagte, hätte es für ihnen keinen Sinn gemacht, seinen HipHop-Film in Tokio, oder einer anderen Großstadt, zu drehen. Denn der Eröffnungsfilm der Reihe Nippon Digital 2010 schöpft sowohl seinen Humor, als auch seine Dramatik aus dem Kontrast zwischen japanischer Landleben und einer Kultur, die aus amerikanischen Metropolen adaptiert wird. Allerdings ist die Balance zwischen Humor und Tragik nicht ganz ausgewogen. Fast alle witzigen Szenen des Films befinden sich in der ersten Hälfte, während der Film dann nur noch die tragische Geschichte weiter erzählt. Würden sich die beiden Teile mehr überlagern, wäre der Film noch mehr zu empfehlen, so bleibt ein fader Beigeschmack.
8000 Miles ist eine Independent-Produktion mit ganz geringem Budget, doch wurde zu einem Überraschungserfolg in Japan. Der Film gewann den Grand Prix des
Yubari International Film Festival, die Hauptdarsteller geben mittlerweile Auftritte mit der Musik aus dem Soundtrack und es folgte sogar eine Fortsetzung. Dieser zweite Teil namens
8000 Miles 2 – Girls Rappers ist ebenfalls bei der diesjährigen Nippon Connection zu sehen, und zwar am Freitag um 20.15 Uhr im Festivalzentrum.
8000 Miles - SR: Saitama's Rapper (SR: Saitama no rappâ)
R: Yu Irie
D: Ryusuke Komakine, Mihiro, Shingo Mizusawa, Eita OKUNO
Japan 2008, 80 min.
In Deutschland hat man sich bereits daran gewöhnt dass, auch in kleineren Städten und Dörfern, Jugendliche HipHop hören und auch modisch ihren Vorbildern, den amerikanischen Rappern, nacheifern. In der japanischen Provinz fristet diese Jugendkultur jedoch noch ein absolutes Nischendasein und ihre Anhänger sehen sich der Unkenntnis und dem Unverständnis ihrer Mitmenschen ausgeliefert.
Wie es ist, in dieser Umgebung sogar selber anzufangen zu rappen, davon erzählt
Yu Iries Film
8000 Miles – SR Saitama’s Rapper. Er folgt eine Gruppe von jungen Freunden um den Arbeitslosen Ikku (
Ryusuke Komakine), die in der Präfektur Saitama in einem verlassenen Lagerhaus an ihren Songs basteln. Clubs oder Plattenläden gibt es in der Region nicht, weshalb sie sehr überrascht sind, als ihre Gruppe „Sho-Gung“ doch den ersten Auftritt an Land zieht. Doch der Auftritt gerät zum Fiasko und die Jungs müssen sich entscheiden, ob sie ihr Leben dem Rap, oder doch lieber ernsten Berufen widmen wollen.
Wie Regisseur
Yu Irie beim Filmgespräch nach der Vorstellung auf der Nippon Connection sagte, hätte es für ihnen keinen Sinn gemacht, seinen HipHop-Film in Tokio, oder einer anderen Großstadt, zu drehen. Denn der Eröffnungsfilm der Reihe Nippon Digital 2010 schöpft sowohl seinen Humor, als auch seine Dramatik aus dem Kontrast zwischen japanischer Landleben und einer Kultur, die aus amerikanischen Metropolen adaptiert wird. Allerdings ist die Balance zwischen Humor und Tragik nicht ganz ausgewogen. Fast alle witzigen Szenen des Films befinden sich in der ersten Hälfte, während der Film dann nur noch die tragische Geschichte weiter erzählt. Würden sich die beiden Teile mehr überlagern, wäre der Film noch mehr zu empfehlen, so bleibt ein fader Beigeschmack.
8000 Miles ist eine Independent-Produktion mit ganz geringem Budget, doch wurde zu einem Überraschungserfolg in Japan. Der Film gewann den Grand Prix des
Yubari International Film Festival, die Hauptdarsteller geben mittlerweile Auftritte mit der Musik aus dem Soundtrack und es folgte sogar eine Fortsetzung. Dieser zweite Teil namens
8000 Miles 2 – Girls Rappers ist ebenfalls bei der diesjährigen Nippon Connection zu sehen, und zwar am Freitag um 20.15 Uhr im Festivalzentrum.
8000 Miles - SR: Saitama's Rapper (SR: Saitama no rappâ)
R: Yu Irie
D: Ryusuke Komakine, Mihiro, Shingo Mizusawa, Eita OKUNO
Japan 2008, 80 min.
Nippon Connection: 8000 Miles - SR: Saitama's Rapper