Nippon Connection: Oppai Volleyball
Eine junge Lehrerin namens Mikako (Haruka Ayase) kommt an eine neue Schule und erklärt sich dort bereit, die Jungs des Volleyballteams zu betreuen. Diese zeigen allerdings im Sport überhaupt keinen Ehrgeiz, so dass sie sich überreden lässt, ihren Schülern einen besonderen Anreiz zu liefern: sollte das Team beim nächsten Turnier ein Spiel gewinnen, wird sie den pubertierenden Jungs ihre Brüste zeigen.
Mag sich die Geschichte erst etwas speziell hören, ist Oppai Volleyball dennoch eine durch und durch konventionelle Teeniekomödie, die genauso in Hollywood entstanden sein könnte. Aus der ungewöhnlichen Motivation, die Mikako ihren Schülern bietet, schöpft sich ein Großteil der Komik des Films. Ein typischer Witz geht hier so: das Volleyballteam ist dabei, vom Weg abzukommen, weil z.B. die Laufstrecke beim Training zu lange ist, aber einer der Jungs erinnert sie, worum es geht: „Lauft weiter, für die Brüste!“. Dies wird so oft in verschiedenen Varianten gemacht, dass es einem irgendwann nicht mehr als ein müdes Lächeln wert ist.
Ist der Film auf der Humorebene schon nur befriedigend, stellt die Geschichte der Lehrerin einen noch größeren Schwachpunkt dar. Zwar ist die romantische Anbandlung mit dem Kollegen für eine solche Standardkomödie recht subtil und angenehm unaufgeregt gehalten (und sorgt auch für ein paar Lacher, weil sein Verhalten sich seit der Pubertät wohl nicht weiterentwickelt hat und es so das der Jungs spiegelt), trieft ihre Hintergrundgeschichte, vor allem gegen Ende hin, nur so vor Kitsch. Ihre Beweggründe, die Schüler mit allen erdenklichen Mitteln anzuspornen, werden schlimmerweise mit ihrer eigenen Zeit als Schülerin unter einem inspirierenden Lehrer und dem daraus entsprungenen Wunsch, Lehrerin zu werden, verknüpft. Ihr Anspruch, alles für die Erziehung und Bildung der Kinder zu tun, wird schon den ganzen Film über deutlich. Anstatt das als Berufsethos abzutun wird zu viel Zeit für diesen schwülstigen Handlungsteil benutzt.
So bleibt am Ende eine Komödie, die das Thema der Witze leider zu wenig variiert und im Handlungsteil nervt. Das ist sehr schade, da die lustige Grundidee und einige andere Momente darauf hindeuten, dass die Macher das Potential gehabt hätten, Oppai Volleyball aus der Masse der Teeniefilme herauszuheben.
Oppai Volleyball (Oppai Bare)
R: Eiichiro Hasumi
D: Haruka Ayase, Munetaka Aoki, Toru Nakamura, Haruki Kimura, Kento Takahashi
Japan 2009, 102 min.









