Als Rinko bei einem Spaziergang nicht aufpasst, beißt ihr Hund Bon ein kleines Mädchen. Es handelt sich hierbei um die Enkelin des Gemeindevorstandes, weshalb dieser beschließt, den Hund einschläfern zu lassen. Rinko spürt jedoch tiefe Zuneigung zu dem Hund, da sie selber vermutet unfruchtbar zu sein lenkt sie nämlich Muttergefühle auf ihn. Deshalb entschließt sie sich einen ähnlich aussehenden Hund zu stehlen und diesen statt Bon sterben zu lassen. Dabei tötet sie jedoch aus Versehen einen kleinen Jungen.
Allerdings wird Rinko dabei belauscht, die Ehefrau ihres Liebhabers, mit dem sie verzweifelt versucht, schwanger zu werden, hat nämlich eine Wanze in dessen Handy installiert. Diese Frau ist ebenfalls unfruchtbar und so kommt es zu einer Verbundenheit zwischen beiden Frauen. Beide sind sich hier aber noch nicht bewusst, in welch gewaltige Abhängigkeiten voneinander sie beide sich begeben und was ihnen von außen noch aufgezwungen wird.
Yutaka Koides Film So Dark Nights lief Donnerstag als erster Film im Nippon Digital-Raum. Er wurde zur Vorführung von Gastkurator Shozo Ichiyama ausgesucht, seines Zeichens Filmproduzent sowie Programmchef des renommierten TOKYO FILMeX Festivals.
Koide lässt die Kamera in den ersten paar Minuten auf Höhe des Hundes, Gesichter sind nicht zu erkennen. Dies verdeutlicht den künstlerischen Anspruch den er hatte, jedoch auch, dass er sich daran verhoben hat. Genau wie die Kameraführung zu Beginn sehr gekünstelt wirkt und behindert, dass man emotional gefangen wird, wirken auch andere Elemente des Films. Die Dialoge sollen philosophisch tiefgründig sein, bleiben aber oberflächlich und platt und so fällt es schwer, die emotionalen Abgründe, in denen sich die Charaktere zweifelsohne befinden.
So Dark Nights versucht, ein moderner Film Noir zu sein und besitzt dafür auch die richtige Stimmung und genügend psychologisch interessante Themen. Durch die Dialoge und die Überfrachtung an emotionalen Ebenen ist es aber kein empfehlenswerter Film.
So Dark Nights (Konnani kurai yoru)
R: Yutake Koide
D: Rie Miyazawa, Aki Morita
Japan 2009, 95 min









