Zwei Filme über eine etwas andere Art vom Zugang zur Liebe wurden in diesem Rahmen auf Nippon gezeigt, zwei Herangehensweisen, die nicht unterschiedlicher voneinander sein können, was schon auf der technischen Ebene zu bemerken ist:
Kota Yoshidas Yurikos Aroma wurde mit einer Spiegelreflex-Kamera gedreht, während es sich bei
Yu Katsumatas Hi! Otsuka Drugstore um einen auf Mini DV gedrehten Film handelt.
Yuriko’s Aroma
Yuriko ist eine sehr gute Aromatherapeutin und das hat sie vor allem ihrem Fetisch für Aromen zu verdanken. Blasiert und selbstbewusst wirkt sie, bis sie auf den 17-jährigen Neffen ihrer Chefin trifft und sich in dessen Schweißgeruch „verliebt“. Von nun an ist sie süchtig nach dem Jungen, der dies in seiner Pubertätskrise sehr gut zu eigenen Gunsten auszunutzen weiß. Zuerst mit einem Handjob zufrieden, will er aber immer mehr. In kürzester Zeit vergisst er seine Schwärmerei für eine Schulkollegin, mit der er bisher nur über eine selbstgebaute Sexpuppe mit ihrem Foto als Gesicht Kontakt hatte, und steigert sich in eine Nutzen-gegen-Nutzen Beziehung mit Yuko. Doch die besagte Schulkollegin wird neidisch auf die ältere Freundin des Jungen und die sexuelle Beziehung zwischen den beiden endet abrupt.
Yuko’s Aroma ist ein Film über den indirekten Zugang zur Liebe, ob über Puppen, oder Geruch, aber auch eine Kritik an den Gesellschaftsnormen in Sachen Sexualität, die einen Handjob als viel normaler als das einfache Beschnüffeln von jemanden einstuft. Der Film neigt sich den besonderen Menschen zu und versucht ihre Standpunkte mit Humor zu rechtfertigen. In einer beeindruckenden Qualität fotografiert, lässt er sich am besten als der originellste lange Weg zum ersten Kuss beschreiben.
Hi! Otsuka Drugstore
Ganz anders sieht es im zweiten Film der Reihe aus. Eine hysterische Apothekerin erkennt in einer Schülerin, die immer bei ihr einkauft, das Mädchen, dass sie selber in ihrer Jugend war und unterstützt den Kampf des Mädchens um die erste Liebe.
In einem skurril betonten Slapstick erzählt der Film eine ebenso skurrile Geschichte, die über die Grenzen der Vorstellungskraft ausufert und zu einem höchstens als surrealistisch annehmbaren, aber völlig unmotivierten, teils unnötig geschmacklosen Andrang von Effekthaschereien und Leinwandmonstruositäten wird, die dem Zuschauer höchstens auf der Metaebene aus seiner Perplexität durch gelegentliches Schmunzeln befreit.
Yuriko's Aroma / Yuriko no Aroma
R: Kota Yoshida
D: Noriko Eguchi, Shota Sometani, Saori Hara
Japan, 2010, 73 Min.
Hi! Otsuka Drugstore / Hai Moshi Moshi, Otsuka Yakkioku Desu Ga
R: Yu Katsumata
D: Aya Enoji, Kana Kobayashi, Mayuko Arisue
Japan, 2009, 48 Min.
Zwei Filme über eine etwas andere Art vom Zugang zur Liebe wurden in diesem Rahmen auf Nippon gezeigt, zwei Herangehensweisen, die nicht unterschiedlicher voneinander sein können, was schon auf der technischen Ebene zu bemerken ist:
Kota Yoshidas Yurikos Aroma wurde mit einer Spiegelreflex-Kamera gedreht, während es sich bei
Yu Katsumatas Hi! Otsuka Drugstore um einen auf Mini DV gedrehten Film handelt.
Yuriko’s Aroma
Yuriko ist eine sehr gute Aromatherapeutin und das hat sie vor allem ihrem Fetisch für Aromen zu verdanken. Blasiert und selbstbewusst wirkt sie, bis sie auf den 17-jährigen Neffen ihrer Chefin trifft und sich in dessen Schweißgeruch „verliebt“. Von nun an ist sie süchtig nach dem Jungen, der dies in seiner Pubertätskrise sehr gut zu eigenen Gunsten auszunutzen weiß. Zuerst mit einem Handjob zufrieden, will er aber immer mehr. In kürzester Zeit vergisst er seine Schwärmerei für eine Schulkollegin, mit der er bisher nur über eine selbstgebaute Sexpuppe mit ihrem Foto als Gesicht Kontakt hatte, und steigert sich in eine Nutzen-gegen-Nutzen Beziehung mit Yuko. Doch die besagte Schulkollegin wird neidisch auf die ältere Freundin des Jungen und die sexuelle Beziehung zwischen den beiden endet abrupt.
Yuko’s Aroma ist ein Film über den indirekten Zugang zur Liebe, ob über Puppen, oder Geruch, aber auch eine Kritik an den Gesellschaftsnormen in Sachen Sexualität, die einen Handjob als viel normaler als das einfache Beschnüffeln von jemanden einstuft. Der Film neigt sich den besonderen Menschen zu und versucht ihre Standpunkte mit Humor zu rechtfertigen. In einer beeindruckenden Qualität fotografiert, lässt er sich am besten als der originellste lange Weg zum ersten Kuss beschreiben.
Hi! Otsuka Drugstore
Ganz anders sieht es im zweiten Film der Reihe aus. Eine hysterische Apothekerin erkennt in einer Schülerin, die immer bei ihr einkauft, das Mädchen, dass sie selber in ihrer Jugend war und unterstützt den Kampf des Mädchens um die erste Liebe.
In einem skurril betonten Slapstick erzählt der Film eine ebenso skurrile Geschichte, die über die Grenzen der Vorstellungskraft ausufert und zu einem höchstens als surrealistisch annehmbaren, aber völlig unmotivierten, teils unnötig geschmacklosen Andrang von Effekthaschereien und Leinwandmonstruositäten wird, die dem Zuschauer höchstens auf der Metaebene aus seiner Perplexität durch gelegentliches Schmunzeln befreit.
Yuriko's Aroma / Yuriko no Aroma
R: Kota Yoshida
D: Noriko Eguchi, Shota Sometani, Saori Hara
Japan, 2010, 73 Min.
Hi! Otsuka Drugstore / Hai Moshi Moshi, Otsuka Yakkioku Desu Ga
R: Yu Katsumata
D: Aya Enoji, Kana Kobayashi, Mayuko Arisue
Japan, 2009, 48 Min.
Nippon Connection: Yubari International Fantastic Film Festival Special: Yuriko’s Aroma und Hi! Otsuka Drugstore