Copyright: 20th Century Fox
Mehrere unserer Autoren haben
Der fantastische Mr. Fox von
Wes Anderson schon im Kino geschaut.
Wir starten eine interaktive Filmbesprechung, macht mit! Kommentiert die Meinungen der anderen oder schildert einfach Eure Eindrücke! Wir freuen uns auf ein interessantes Filmgespräch!
Ich fang mal an:
In Spielfilmen ist alles inszeniert und gespielt, doch wenn es sich um Realfilme handelt, sind echte Menschen und Umgebungen zu sehen. Bei Animationsfilmen geht die Abstraktion von der Wirklichkeit einen Schritt weiter, dort ist theoretisch alles von der Realität losgelöst.
Die Animation von
Der fantastische Mr. Fox sticht aus der Masse des „Animation-Mainstreams“ heraus. Die Figuren erscheinen wie eine Mischung aus Zeichentrick, Stofftier und echtem Tier. Vor allem unterstreicht die Form des Films aber seinen Inhalt und umgekehrt thematisiert die Geschichte auch die Art des Films. Denn hier geht es um die wilden Tiere, die in der menschendominierten Welt aber nicht außerhalb der Zivilisation leben können, auch, weil sie sich im Laufe der Zeit an ihre Annehmlichkeiten, wie zum Beispiel stets gefüllte Hühnerställe, gewöhnt haben.
Doch ihre Natur abzulegen, fällt ihnen schwer, in ihrem Inneren findet ein ständiger Widerstreit statt zwischen ihrem ursprünglichem Wesen und ihrem Wunsch nach einem sicheren, gesetzten Leben. In der absolut grandiosesten Szene, kurz nach Mr. Fox Sieg über die Bauern, sehen sie von der Straße aus auf einem Hügel einen schwarzen Wolf stehen. Schon durch die Tatsache, daß bei der Straße Gras wächst, der Wolf aber im Schnee steht, wird der Unterschied ihrer Lebensweisen und ihre unüberbrückbare Trennung deutlich. Obwohl der Wolf nicht mit ihnen kommunizieren kann, reckt der Fuchs seine Faust zu einer mutmachenden Geste in die Luft und der Wolf, als Inbegriff des wilden Tieres, erwidert diesen Gruß. Denn worum es bei all dem geht, ist das Überleben, so drückt es Mr. Fox in seinem Trinkspruch am Ende im Supermarkt aus.
Zwar leben diese Tiere ein Leben, das von ihrer naturgegebenen Art entfernt ist, doch können sie sich anpassen und müssen das auch, wenn sie weiterbestehen wollen. Metafilmisch betrachtet, kann hier ein Kommentar gesehen werden zu Animationsfilmen. Diese existieren losgelöst von der Realität und der Natur, dennoch stellen sie Beschäftigungen mit unserem realen Leben dar und tragen zum Weiterbestehen des Films bei.
Copyright: 20th Century Fox
Mehrere unserer Autoren haben
Der fantastische Mr. Fox von
Wes Anderson schon im Kino geschaut.
Wir starten eine interaktive Filmbesprechung, macht mit! Kommentiert die Meinungen der anderen oder schildert einfach Eure Eindrücke! Wir freuen uns auf ein interessantes Filmgespräch!
Ich fang mal an:
In Spielfilmen ist alles inszeniert und gespielt, doch wenn es sich um Realfilme handelt, sind echte Menschen und Umgebungen zu sehen. Bei Animationsfilmen geht die Abstraktion von der Wirklichkeit einen Schritt weiter, dort ist theoretisch alles von der Realität losgelöst.
Die Animation von
Der fantastische Mr. Fox sticht aus der Masse des „Animation-Mainstreams“ heraus. Die Figuren erscheinen wie eine Mischung aus Zeichentrick, Stofftier und echtem Tier. Vor allem unterstreicht die Form des Films aber seinen Inhalt und umgekehrt thematisiert die Geschichte auch die Art des Films. Denn hier geht es um die wilden Tiere, die in der menschendominierten Welt aber nicht außerhalb der Zivilisation leben können, auch, weil sie sich im Laufe der Zeit an ihre Annehmlichkeiten, wie zum Beispiel stets gefüllte Hühnerställe, gewöhnt haben.
Doch ihre Natur abzulegen, fällt ihnen schwer, in ihrem Inneren findet ein ständiger Widerstreit statt zwischen ihrem ursprünglichem Wesen und ihrem Wunsch nach einem sicheren, gesetzten Leben. In der absolut grandiosesten Szene, kurz nach Mr. Fox Sieg über die Bauern, sehen sie von der Straße aus auf einem Hügel einen schwarzen Wolf stehen. Schon durch die Tatsache, daß bei der Straße Gras wächst, der Wolf aber im Schnee steht, wird der Unterschied ihrer Lebensweisen und ihre unüberbrückbare Trennung deutlich. Obwohl der Wolf nicht mit ihnen kommunizieren kann, reckt der Fuchs seine Faust zu einer mutmachenden Geste in die Luft und der Wolf, als Inbegriff des wilden Tieres, erwidert diesen Gruß. Denn worum es bei all dem geht, ist das Überleben, so drückt es Mr. Fox in seinem Trinkspruch am Ende im Supermarkt aus.
Zwar leben diese Tiere ein Leben, das von ihrer naturgegebenen Art entfernt ist, doch können sie sich anpassen und müssen das auch, wenn sie weiterbestehen wollen. Metafilmisch betrachtet, kann hier ein Kommentar gesehen werden zu Animationsfilmen. Diese existieren losgelöst von der Realität und der Natur, dennoch stellen sie Beschäftigungen mit unserem realen Leben dar und tragen zum Weiterbestehen des Films bei.
Interaktive Filmbesprechung: Wie war der fantastische Mr. Fox?