Was macht die Faszination der Geschichte um Bella Swan (
Kristen Stewart) und Edward Cullen (
Robert Pattinson) aus? Nach zwei Wochen auf der Leinwand stellt der Besucherstrom zum dritten Teil der Reihe immer noch alles in den Schatten, was sich derzeit in den Kinos findet. Seit 2008 ist nun der Vampir gesellschaftsfähig geworden und liegt als romantische Figur im Trend des Fantastischen, das sich längst als feste Größe im Mainstream Kino etabliert hat.
Es scheint im Wechsel der Perspektive in der Vampir-Figur zu liegen, die im Werk von Stephenie Meyer noch deutlicher vollzogen wird, als in der bisherigen fortschreitenden Modernisierung der Vampir-Thematik, die in den Neunzigern mit Filmen wie
Stephen Norringtons Blade begonnen hat. Einerseits finden sich Elemente der Vampir-Erzählung neueren Datums, wie das Umherwandeln der Untoten im Tageslicht, ihre Eingliederung in das normale Leben und Lösung der Frage des Blutdurst usw., andererseits rückt aber der romantische Aspekt so stark in den Focus, dass sich die Untoten in einem völlig untypischen Genre finden, dem Liebesfilm. Die filmische Umsetzung der
Twilight-Reihe nimmt diese Marschrichtung wie in den vorangegangenen Teilen als zentrales Element ihres Ausdrucks und man findet sich in der kuschelweichen Traumwelt wieder, die so ganz anders ist als alles was den Mythos Vampir ausmacht.
Edward ist ein Vampir und Gentleman, er ist gebildet, höflich und, völlig unpopulär, die ikonographisch verbürgerlichte Version eines Vampirs. Er ist ein Rebel with a Cause, der von sich selbst sagt, er sei altmodisch, wie sehr das zutrifft, wird im neusten Teil der Reihe noch deutlicher als zuvor. Seine Werte und Vorstellungen sind radikal und konsequent konservativ, sie formulieren sich aus allem was die Gegenwartsgesellschaft im Zuge einer liberalen Haltung längst abgelegt zu haben scheint. Gebissen wird erst mit Trauschein, Edward verlangt von Bella ihn erst zu heiraten, bevor er einwilligt, sie zu einem Vampir zu machen. Sein Motiv war und ist die Liebe, in ihrer reinsten und ehrbarsten Form. Dem Vampir wird also in der Popkultur einmal mehr ein inhaltlicher Wechsel verpasst, von der aristokratischen Bestie zum Mittelstands-Vorzeige-Romeo. Die Frage, die sich stellt, ist, ob die realitätsferne Haltung Edwards ein, wenn auch unausgesprochenes, gesellschaftliches Traumbild, insbesondere weiblicher Vorstellungswelt, formuliert. Blickt man auf weitere literarische Produkte, so stellt man sehr schnell fest, dass Fangzähne nach wie vor Hochkonjunktur haben und in der Regel aus der Feder weiblicher Autoren stammen, die sich auffällig am romantisch männlichen Vampir bedienen, wie
Lisa J. Smith (
Vampire Diarys) oder
Charlaine Harris (
Sookie Stackhouse Serie), beide mit einer TV-Umsetzung geadelt. Visionen männlicher Autoren, wie
Joss Whedons TV Serie
Buffy the Vampire Slayer, scheinen sich nicht mit der femininen Variante zufrieden zu geben. Mit dem Vampir Angel (David Boreanaz), wurde ein prototypischer moderner Vertreter geschaffen, der aber noch, ganz anders als Edward, an der Tragik seiner Natur scheitert und keine dauerhafte Beziehung mit der Protagonistin eingehen kann. Eine blutsaugende weibliche Heldin dagegen scheint auf der Leinwand bisher eher unterrepräsentiert und weniger erwünscht zu sein, findet sich aber in einzelnen Fällen, wenn auch weniger in der gefühlsbetonten Form, wie zuletzt in der
Underworld -Trilogie mit der Vampirin Selene (
Kate Beckinsale).
Es mag also ein, vorwiegend weiblicher, Wunsch in die Waldlandschaften um Forks, der Wahlheimat der Cullen-Familie, eingeschrieben sein, durch die uns die nach wie vor ansehnlichen Naturbilder der Serie führen. Der sehnliche Wunsch nach der wahren, reinen Liebe, die sich nicht in den Straßen der großen Städte findet sondern dort im unberührten, idyllischen Wald zu finden ist, weit weg von der Zivilisation mit ihren Zwängen und Verlockungen. Schon das Setting der Reihe gewährt dem Mythos der wahren Liebe Raum, macht Forks zu einem magischen Ort, an dem diese Wunschvorstellung auf ihre Art eine Berechtigung findet. Der Film führt uns in das Herz der Zweisamkeit der Liebenden und inszeniert dies zum Anfang und zum Ende auf blumigen Lichtungen in goldenem Schein. Wenn Edward dann mit glitzernder Haut nichts weiter als einen Kuss von seiner Geliebten einfordert oder ihr einen Antrag macht, erfüllen sich Vorurteil und Wunsch gleichermaßen, je nach Geschlecht und Ungeduld des Kinobesuchers. Wer es denn möchte, der darf gerne von einer moralischen Anstalt sprechen oder eben doch von einer sehr langatmigen Verführung. Vampire, bekanntermaßen unsterblich, haben neben großer Moral nun auch mal sehr viel Zeit fürs Vorspiel.

Die Romanze der beiden ersten Teile geht in die Phase der Entscheidung über, die Frage nach der Zukunft des Paares. Die Highschool endet und für Bella wird es Zeit zu wissen, was sie will. Aber bis das feststeht wird noch einmal sehr viel Liebe geschworen, Liebe bewiesen und gekämpft. Immerhin gibt es da noch die Dreiecksgeschichte mit Jacob (
Taylor Lautner), dem Werwolf mit den vielen Muskeln, der nach wie vor ein Auge auf Bella geworfen hat und diese nicht so einfach aufgeben will. Außerdem taucht eine Horde Jungvampire auf, als Instrument der Rache von Victoria (
Bryce Dallas Howard), jener Vampirin, die nach wie vor um den Verlust ihres Geliebten trauert, den die Cullens vernichten mussten um Bella zu retten. Victoria lässt, zunächst noch im Hintergrund agierend, durch Riley (
Xavier Samuel), einem von ihr geschaffenen, ihr völlig hörigen Vampir, die Armee im nahegelegenen Seattle aufbauen, in dessen Straßen es bald zu zahlreichen gewaltsamen Übergriffen durch die ungestümen Neugeborenen kommt. Auch treten die Volturi, jener archaische Vampir-Kontrollrat, wieder auf den Plan, die sicherstellen wollen, dass Bella ihre Ankündigung aus dem vorherigen Teil, Vampir zu werden, auch wirklich wahr macht. Alles spitzt sich auf eine Schlacht in den Wäldern zu. Bella steht im Zentrum aller Handlungen, die Sorge um ihr Wohlergehen bringt Werwölfe und Vampire letztlich aber dazu, ihre uralte Feindschaft abzulegen und gemeinsam die Bedrohung von Außen abzuwehren.
Regisseur David Slade inszeniert alle Szenen wie auch seine Vorgänger
Catherine Hardwicke (
Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen,
Dogtown Boys) und
Chris Weitz (
New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde,
Der goldene Kompass) durchaus zielgruppenorientiert, mit einem Minimum an Gewalt und einem gehörigen Schuss Weichzeichner. Alles, was auch nur entfernt ausarten könnte, wird mit gewaltfreier Symbolik gefüllt. In den meisten Fällen wird diese nur angedeutet, nichts stört die Idylle der Traumwelt, wenn Vampire zerrissen werden, zerfallen sie zu silbrigem Stein. Auch wenn der Trailer ein düsteres Kapitel der Twilight Reihe verspricht, so wird Werwolf immer noch zum Schmusetier und Vampir zum zahnlosen Gesellen.
Bella wird letztlich bewusst, dass Entscheidungen auch Konsequenzen haben, ein großer Schritt im Erwachsenwerden wird vollzogen, indem sie erkennt, wie nötig es ist sich über seine Gefühle im Klaren zu sein und auch danach zu handeln. Diese Erkenntnis löst die Dreiecksgeschichte auf und lässt Jacob als besten Freund zurück, in den sie zwar verliebt ist, aber eben nicht so sehr wie in das Wesen, für das sie sich längst entschieden hat, Edward. Damit vollzieht sich die einfache Botschaft des Films, der nichts weiter ist als eine simple Liebesgeschichte um ein Paar, das in einer Welt zusammenkommen will, die dies fast unmöglich macht. Bellas Entscheidung entmystifiziert ihren Partner auf gewisse Weise, sie ist von nun an selbst verantwortlich, bereit sich zu verändern, von nun an wird sie keinen Beschützer mehr brauchen, befindet sich auf Augenhöhe.

In einer weltlichen Erzählung wäre das ein ausreichender Schluss, auf den in knapp 90 Minuten hingearbeitet werden kann, der fantastische Liebesfilm darf sich gern einmal mehr Zeit lassen. Doch schon jetzt steht fest, dass noch ein Buch aussteht und wie wirkliche Fans wissen, noch zwei weitere filmische Groschenromane aus dem Material entstehen werden. Aber allen Ungeduldigen sei gesagt, irgendwann, dann … endlich, tun Bella und Edward ES und man kann sich sicher sein, dass dies nicht ganz so einfach sein wird. Bis dahin lasse man sich in der Traumwelt, in den herrlichen Wäldern im amerikanischen Nordwesten treiben und nehme das Ganze nicht zu ernst, genieße die gelungenen Bilder zweier Liebender auf blumigen Lichtungen und überhöre dabei die Dialoge, an einem regnerischen Sommerabend nicht das Schlechteste wenn man einen Hang zur verklärten Romantik hat.
Twilight: Eclipse - Biss zum Abendrot (The Twilight Saga: Eclipse)
R: David Slade
D: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Bryce Dallas Howard
USA, 2010, 124 Min
FSK 12
Concorde Filmverleih
Kinostart: 15.07.2010
Was macht die Faszination der Geschichte um Bella Swan (
Kristen Stewart) und Edward Cullen (
Robert Pattinson) aus? Nach zwei Wochen auf der Leinwand stellt der Besucherstrom zum dritten Teil der Reihe immer noch alles in den Schatten, was sich derzeit in den Kinos findet. Seit 2008 ist nun der Vampir gesellschaftsfähig geworden und liegt als romantische Figur im Trend des Fantastischen, das sich längst als feste Größe im Mainstream Kino etabliert hat.
Es scheint im Wechsel der Perspektive in der Vampir-Figur zu liegen, die im Werk von Stephenie Meyer noch deutlicher vollzogen wird, als in der bisherigen fortschreitenden Modernisierung der Vampir-Thematik, die in den Neunzigern mit Filmen wie
Stephen Norringtons Blade begonnen hat. Einerseits finden sich Elemente der Vampir-Erzählung neueren Datums, wie das Umherwandeln der Untoten im Tageslicht, ihre Eingliederung in das normale Leben und Lösung der Frage des Blutdurst usw., andererseits rückt aber der romantische Aspekt so stark in den Focus, dass sich die Untoten in einem völlig untypischen Genre finden, dem Liebesfilm. Die filmische Umsetzung der
Twilight-Reihe nimmt diese Marschrichtung wie in den vorangegangenen Teilen als zentrales Element ihres Ausdrucks und man findet sich in der kuschelweichen Traumwelt wieder, die so ganz anders ist als alles was den Mythos Vampir ausmacht.
Edward ist ein Vampir und Gentleman, er ist gebildet, höflich und, völlig unpopulär, die ikonographisch verbürgerlichte Version eines Vampirs. Er ist ein Rebel with a Cause, der von sich selbst sagt, er sei altmodisch, wie sehr das zutrifft, wird im neusten Teil der Reihe noch deutlicher als zuvor. Seine Werte und Vorstellungen sind radikal und konsequent konservativ, sie formulieren sich aus allem was die Gegenwartsgesellschaft im Zuge einer liberalen Haltung längst abgelegt zu haben scheint. Gebissen wird erst mit Trauschein, Edward verlangt von Bella ihn erst zu heiraten, bevor er einwilligt, sie zu einem Vampir zu machen. Sein Motiv war und ist die Liebe, in ihrer reinsten und ehrbarsten Form. Dem Vampir wird also in der Popkultur einmal mehr ein inhaltlicher Wechsel verpasst, von der aristokratischen Bestie zum Mittelstands-Vorzeige-Romeo. Die Frage, die sich stellt, ist, ob die realitätsferne Haltung Edwards ein, wenn auch unausgesprochenes, gesellschaftliches Traumbild, insbesondere weiblicher Vorstellungswelt, formuliert. Blickt man auf weitere literarische Produkte, so stellt man sehr schnell fest, dass Fangzähne nach wie vor Hochkonjunktur haben und in der Regel aus der Feder weiblicher Autoren stammen, die sich auffällig am romantisch männlichen Vampir bedienen, wie
Lisa J. Smith (
Vampire Diarys) oder
Charlaine Harris (
Sookie Stackhouse Serie), beide mit einer TV-Umsetzung geadelt. Visionen männlicher Autoren, wie
Joss Whedons TV Serie
Buffy the Vampire Slayer, scheinen sich nicht mit der femininen Variante zufrieden zu geben. Mit dem Vampir Angel (David Boreanaz), wurde ein prototypischer moderner Vertreter geschaffen, der aber noch, ganz anders als Edward, an der Tragik seiner Natur scheitert und keine dauerhafte Beziehung mit der Protagonistin eingehen kann. Eine blutsaugende weibliche Heldin dagegen scheint auf der Leinwand bisher eher unterrepräsentiert und weniger erwünscht zu sein, findet sich aber in einzelnen Fällen, wenn auch weniger in der gefühlsbetonten Form, wie zuletzt in der
Underworld -Trilogie mit der Vampirin Selene (
Kate Beckinsale).
Es mag also ein, vorwiegend weiblicher, Wunsch in die Waldlandschaften um Forks, der Wahlheimat der Cullen-Familie, eingeschrieben sein, durch die uns die nach wie vor ansehnlichen Naturbilder der Serie führen. Der sehnliche Wunsch nach der wahren, reinen Liebe, die sich nicht in den Straßen der großen Städte findet sondern dort im unberührten, idyllischen Wald zu finden ist, weit weg von der Zivilisation mit ihren Zwängen und Verlockungen. Schon das Setting der Reihe gewährt dem Mythos der wahren Liebe Raum, macht Forks zu einem magischen Ort, an dem diese Wunschvorstellung auf ihre Art eine Berechtigung findet. Der Film führt uns in das Herz der Zweisamkeit der Liebenden und inszeniert dies zum Anfang und zum Ende auf blumigen Lichtungen in goldenem Schein. Wenn Edward dann mit glitzernder Haut nichts weiter als einen Kuss von seiner Geliebten einfordert oder ihr einen Antrag macht, erfüllen sich Vorurteil und Wunsch gleichermaßen, je nach Geschlecht und Ungeduld des Kinobesuchers. Wer es denn möchte, der darf gerne von einer moralischen Anstalt sprechen oder eben doch von einer sehr langatmigen Verführung. Vampire, bekanntermaßen unsterblich, haben neben großer Moral nun auch mal sehr viel Zeit fürs Vorspiel.

Die Romanze der beiden ersten Teile geht in die Phase der Entscheidung über, die Frage nach der Zukunft des Paares. Die Highschool endet und für Bella wird es Zeit zu wissen, was sie will. Aber bis das feststeht wird noch einmal sehr viel Liebe geschworen, Liebe bewiesen und gekämpft. Immerhin gibt es da noch die Dreiecksgeschichte mit Jacob (
Taylor Lautner), dem Werwolf mit den vielen Muskeln, der nach wie vor ein Auge auf Bella geworfen hat und diese nicht so einfach aufgeben will. Außerdem taucht eine Horde Jungvampire auf, als Instrument der Rache von Victoria (
Bryce Dallas Howard), jener Vampirin, die nach wie vor um den Verlust ihres Geliebten trauert, den die Cullens vernichten mussten um Bella zu retten. Victoria lässt, zunächst noch im Hintergrund agierend, durch Riley (
Xavier Samuel), einem von ihr geschaffenen, ihr völlig hörigen Vampir, die Armee im nahegelegenen Seattle aufbauen, in dessen Straßen es bald zu zahlreichen gewaltsamen Übergriffen durch die ungestümen Neugeborenen kommt. Auch treten die Volturi, jener archaische Vampir-Kontrollrat, wieder auf den Plan, die sicherstellen wollen, dass Bella ihre Ankündigung aus dem vorherigen Teil, Vampir zu werden, auch wirklich wahr macht. Alles spitzt sich auf eine Schlacht in den Wäldern zu. Bella steht im Zentrum aller Handlungen, die Sorge um ihr Wohlergehen bringt Werwölfe und Vampire letztlich aber dazu, ihre uralte Feindschaft abzulegen und gemeinsam die Bedrohung von Außen abzuwehren.
Regisseur David Slade inszeniert alle Szenen wie auch seine Vorgänger
Catherine Hardwicke (
Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen,
Dogtown Boys) und
Chris Weitz (
New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde,
Der goldene Kompass) durchaus zielgruppenorientiert, mit einem Minimum an Gewalt und einem gehörigen Schuss Weichzeichner. Alles, was auch nur entfernt ausarten könnte, wird mit gewaltfreier Symbolik gefüllt. In den meisten Fällen wird diese nur angedeutet, nichts stört die Idylle der Traumwelt, wenn Vampire zerrissen werden, zerfallen sie zu silbrigem Stein. Auch wenn der Trailer ein düsteres Kapitel der Twilight Reihe verspricht, so wird Werwolf immer noch zum Schmusetier und Vampir zum zahnlosen Gesellen.
Bella wird letztlich bewusst, dass Entscheidungen auch Konsequenzen haben, ein großer Schritt im Erwachsenwerden wird vollzogen, indem sie erkennt, wie nötig es ist sich über seine Gefühle im Klaren zu sein und auch danach zu handeln. Diese Erkenntnis löst die Dreiecksgeschichte auf und lässt Jacob als besten Freund zurück, in den sie zwar verliebt ist, aber eben nicht so sehr wie in das Wesen, für das sie sich längst entschieden hat, Edward. Damit vollzieht sich die einfache Botschaft des Films, der nichts weiter ist als eine simple Liebesgeschichte um ein Paar, das in einer Welt zusammenkommen will, die dies fast unmöglich macht. Bellas Entscheidung entmystifiziert ihren Partner auf gewisse Weise, sie ist von nun an selbst verantwortlich, bereit sich zu verändern, von nun an wird sie keinen Beschützer mehr brauchen, befindet sich auf Augenhöhe.

In einer weltlichen Erzählung wäre das ein ausreichender Schluss, auf den in knapp 90 Minuten hingearbeitet werden kann, der fantastische Liebesfilm darf sich gern einmal mehr Zeit lassen. Doch schon jetzt steht fest, dass noch ein Buch aussteht und wie wirkliche Fans wissen, noch zwei weitere filmische Groschenromane aus dem Material entstehen werden. Aber allen Ungeduldigen sei gesagt, irgendwann, dann … endlich, tun Bella und Edward ES und man kann sich sicher sein, dass dies nicht ganz so einfach sein wird. Bis dahin lasse man sich in der Traumwelt, in den herrlichen Wäldern im amerikanischen Nordwesten treiben und nehme das Ganze nicht zu ernst, genieße die gelungenen Bilder zweier Liebender auf blumigen Lichtungen und überhöre dabei die Dialoge, an einem regnerischen Sommerabend nicht das Schlechteste wenn man einen Hang zur verklärten Romantik hat.
Twilight: Eclipse - Biss zum Abendrot (The Twilight Saga: Eclipse)
R: David Slade
D: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Bryce Dallas Howard
USA, 2010, 124 Min
FSK 12
Concorde Filmverleih
Kinostart: 15.07.2010
Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot