Die CIA Agentin Evelyn Salt (Angelina Jolie) wird von einem russischen Agenten bezichtigt, eine Schläferin des russischen Geheimdienstens zu sein. Angeblich soll sie wie viele andere Kinder in ihrer früheren Heimat extra dazu ausgebildet worden sein, sich in eine wichtige Position in den USA hochzuarbeiten und sich als Amerikaner auszugeben, um dann auf einen Auftrag Rußlands zu warten. Nach Aussage des Russen soll Salt nun den russischen Präsidenten ermorden. Anscheinend ist sie selbst jedoch völlig ahnungslos, trotzdem werden Salts Kollegen mißtrauisch. Ohne eine Untersuchung abzuwarten, flieht sie aus Angst um ihren deutschen Ehemann.
Produzent Di Bonaventura faßt die Idee des Films folgendermaßen zusammen: „Die Vorstellung, daß jemand einfach nur wartet, wenn nötig auch mehrere Jahrzehnte, ist sehr geheimnisvoll und auch sexy.“ Mag das „sexy“ auch nur schwer nachvollziehbar sein, ist es doch vorstellbar, von diesem Ausgangspunkt aus einen interessanten Actionfilm zu machen. Regisseur Phillip Noyce hat auch schon einige Erfahrung im Actionfach, ebenso wie Drehbuchautor Kurt Wimmer, der derzeit am Drehbuch zum Total Recall-Remake arbeitet. Doch was funktioniert nicht bei Salt? Die Handlung ist sehr vorhersehbar und selbst die zahlreichen Twists bringen nie Überraschungen. Die Action ist zwar gut inszeniert, bietet aber schlichtweg nichts Neues, zu oft sahen die Zuschauer in den letzten Jahren Verfolgungsjagden auf Highways mit von LKW zu LKW springenden Gejagten. Zudem sind die Rückblicke, die die Liebesgeschichte von Salt und ihrem Ehemann zeigen, obschon glücklicherweise kurz, doch nervend kitschig. Und natürlich gibt es ein Ende, das nach einer Fortsetzung schreit.
Klar, ein Film, der auf Unterhaltung und Spektakel angelegt ist, muß nicht tiefgründig sein oder übermäßig durchdacht. Aber es gibt einfach soviel bessere Filme auf diesem Gebiet, als Beispiel wäre die Bourne-Reihe zu nennen. Auch diesen Sommer wurden dem Publikum schon Filme angeboten, die wesentlich besser funktionieren. Knight and Day beispielsweise nimmt sich intelligenterweise nicht zu ernst, sondern betrachtet seine Geschichte und Hauptfigur auch von einer ironischen Seite.
Eigentlich wäre Angelina Jolie die ideale Wahl für die Etablierung einer weiblichen Actionheldin, die es mit Männern wie Bourne und Bond aufnehmen kann. Doch auch sie wirkt, zumindest am Anfang des Films, irgendwie sehr steif und farblos. Es ist auch problematisch, daß ihre Figur alle anderen an Intelligenz und Kraft derart übersteigt, daß sie beinahe wie eine Superheldin wirkt. Salt kann jeden besiegen, kommt überall rein, durchschaut jeden – damit schlägt sie selbst den Meister Bond. In einer Zeit, in der Helden eigentlich entweder Brüche oder Schwächen haben (wieder seien die neueren Bond-Filme erwähnt) oder ironisch angelegt sein müssen, wie in Knight and Day, erscheint dies schlichtweg zu unglaubwürdig und auch altmodisch. Dies mag auch der Grund sein, weshalb Wimmer sein ursprünglich auf einen männlichen Hauptcharakter ausgelegtes Drehbuch abänderte, damit dadurch die Geschichte moderner anmutet. Dennoch, wer einfach mal abschalten will und Lust auf etwas Action hat, kann sich Salt getrost anschauen, denn wenn er auch nichts aufregend Innovatives bietet, langweilig sind die 100 Minuten nicht.
Hier gehts zu unserem Gewinnspiel zum Kinostart von Salt, das ein schönes Damen-Shirt und eine Tasche beinhaltet!
Salt
R: Phillip Joyce
D: Angelina Jolie, Liev Schreiber
USA 2010, 100 Min.
Kinostart: 19.8.2010
Copyright: Sony Pictures
Die CIA Agentin Evelyn Salt (Angelina Jolie) wird von einem russischen Agenten bezichtigt, eine Schläferin des russischen Geheimdienstens zu sein. Angeblich soll sie wie viele andere Kinder in ihrer früheren Heimat extra dazu ausgebildet worden sein, sich in eine wichtige Position in den USA hochzuarbeiten und sich als Amerikaner auszugeben, um dann auf einen Auftrag Rußlands zu warten. Nach Aussage des Russen soll Salt nun den russischen Präsidenten ermorden. Anscheinend ist sie selbst jedoch völlig ahnungslos, trotzdem werden Salts Kollegen mißtrauisch. Ohne eine Untersuchung abzuwarten, flieht sie aus Angst um ihren deutschen Ehemann.
Produzent Di Bonaventura faßt die Idee des Films folgendermaßen zusammen: „Die Vorstellung, daß jemand einfach nur wartet, wenn nötig auch mehrere Jahrzehnte, ist sehr geheimnisvoll und auch sexy.“ Mag das „sexy“ auch nur schwer nachvollziehbar sein, ist es doch vorstellbar, von diesem Ausgangspunkt aus einen interessanten Actionfilm zu machen. Regisseur Phillip Noyce hat auch schon einige Erfahrung im Actionfach, ebenso wie Drehbuchautor Kurt Wimmer, der derzeit am Drehbuch zum Total Recall-Remake arbeitet. Doch was funktioniert nicht bei Salt? Die Handlung ist sehr vorhersehbar und selbst die zahlreichen Twists bringen nie Überraschungen. Die Action ist zwar gut inszeniert, bietet aber schlichtweg nichts Neues, zu oft sahen die Zuschauer in den letzten Jahren Verfolgungsjagden auf Highways mit von LKW zu LKW springenden Gejagten. Zudem sind die Rückblicke, die die Liebesgeschichte von Salt und ihrem Ehemann zeigen, obschon glücklicherweise kurz, doch nervend kitschig. Und natürlich gibt es ein Ende, das nach einer Fortsetzung schreit.
Klar, ein Film, der auf Unterhaltung und Spektakel angelegt ist, muß nicht tiefgründig sein oder übermäßig durchdacht. Aber es gibt einfach soviel bessere Filme auf diesem Gebiet, als Beispiel wäre die Bourne-Reihe zu nennen. Auch diesen Sommer wurden dem Publikum schon Filme angeboten, die wesentlich besser funktionieren. Knight and Day beispielsweise nimmt sich intelligenterweise nicht zu ernst, sondern betrachtet seine Geschichte und Hauptfigur auch von einer ironischen Seite.
Eigentlich wäre Angelina Jolie die ideale Wahl für die Etablierung einer weiblichen Actionheldin, die es mit Männern wie Bourne und Bond aufnehmen kann. Doch auch sie wirkt, zumindest am Anfang des Films, irgendwie sehr steif und farblos. Es ist auch problematisch, daß ihre Figur alle anderen an Intelligenz und Kraft derart übersteigt, daß sie beinahe wie eine Superheldin wirkt. Salt kann jeden besiegen, kommt überall rein, durchschaut jeden – damit schlägt sie selbst den Meister Bond. In einer Zeit, in der Helden eigentlich entweder Brüche oder Schwächen haben (wieder seien die neueren Bond-Filme erwähnt) oder ironisch angelegt sein müssen, wie in Knight and Day, erscheint dies schlichtweg zu unglaubwürdig und auch altmodisch. Dies mag auch der Grund sein, weshalb Wimmer sein ursprünglich auf einen männlichen Hauptcharakter ausgelegtes Drehbuch abänderte, damit dadurch die Geschichte moderner anmutet. Dennoch, wer einfach mal abschalten will und Lust auf etwas Action hat, kann sich Salt getrost anschauen, denn wenn er auch nichts aufregend Innovatives bietet, langweilig sind die 100 Minuten nicht.
Hier gehts zu unserem Gewinnspiel zum Kinostart von Salt, das ein schönes Damen-Shirt und eine Tasche beinhaltet!
Salt
R: Phillip Joyce
D: Angelina Jolie, Liev Schreiber
USA 2010, 100 Min.
Kinostart: 19.8.2010
Copyright: Sony Pictures
Klingt wie erwartet. Werde wohl eher auf die DVD warten. Hab mir erst neulich Equilibrium von Wimmer angeschaut, warum hat er es nicht drauf und fabriziert mehr davon? Was danach kam kann man ja so gut wie alles vergessen, schade.
Ich bin sehr gespannt auf Salt, auch wenn die Rezension hier wenig Neues verspricht. Es hat einfach zu wenige ernsthafte weibliche Actionhelden im Genre,seit Sigourney Weavers Ripley gab es kaum nachhaltige Ansätze. Mädels traut euch!
Die Handlung ist vorhersehbar ? Also wenn eines nicht zu trifft, dann ist es diese Aussage. Den ganzen Film über war nicht annähernd zu erraten wie Handlung als nächstes weiter geht, geschweige denn wie der Film endet. Bis ganz zum Schluss des Film weiß man immer noch nicht wer SALT wirklich ist. Damit möchte allerdings nicht sagen, dass mir die Handlung gefallen hat. Im Gegenteil, sie den Film eher geschadet, weil Sie unlogisch und streckenweise nicht nachvollziehbar ist.
Mein Fazit: Der Film hatte großes Potential: Action, Inszenierung und Angelina Jolie sind erstklassig. Die Handlung zieht den Film auf durchschnittliches Nivea runter.
Ich bin auch der Meinung, daß aus der ansich nicht uninteressanten Ausgangsidee zu wenig gemacht wurde. So wie Sie sehe ich in der Unlogik der Geschichte, vor allem aber in ihrer im vergleich zu anderen Filmen sehr langweiligen Ausarbeitung das Hauptproblem des Films. Allerdings finde ich schon, daß selbst wenn nicht alle Wendungen gleich erahnbar sind, das meiste doch wenig überraschend ist. Zum Beispiel verweise ich auf die Rolle von Liev Schreibers Figur.
Also ich denke die Story ist schon ein Pluspunkt des Filmes. Denn ohne die Wendungen der Geschichte bleibt nur ein Agentenfilm mit Actionszenen, wie man sie schon tausendmal gesehen hat.
6 Kommentare zu "SALT"
Klingt wie erwartet. Werde wohl eher auf die DVD warten.
Hab mir erst neulich Equilibrium von Wimmer angeschaut, warum hat er es nicht drauf und fabriziert mehr davon? Was danach kam kann man ja so gut wie alles vergessen, schade.
Ich bin sehr gespannt auf Salt, auch wenn die Rezension hier wenig Neues verspricht. Es hat einfach zu wenige ernsthafte weibliche Actionhelden im Genre,seit Sigourney Weavers Ripley gab es kaum nachhaltige Ansätze. Mädels traut euch!
Angelina Jolie gefällt mir ausgesprochen gut als Agentin Salt.
Wer brauch bitte James Bond oder Jason Bourne wenn man Evelyn Salt haben kann?
Dieser rasante Action Knaller hat mich voll überzeugt.
Ich jedenfalls freue mich auf den (wahrscheinlich) 2. Teil des Films.
Mehr dazu auf meinem Blog:
http://sonntagsidee.blogspot.com/2010/09/salt-ist-ganz-schon-feurig.html
Die Handlung ist vorhersehbar ? Also wenn eines nicht zu trifft, dann ist es diese Aussage.
Den ganzen Film über war nicht annähernd zu erraten wie Handlung als nächstes weiter geht, geschweige denn wie der Film endet.
Bis ganz zum Schluss des Film weiß man immer noch nicht wer SALT wirklich ist.
Damit möchte allerdings nicht sagen, dass mir die Handlung gefallen hat. Im Gegenteil, sie den Film eher geschadet, weil Sie unlogisch und streckenweise nicht nachvollziehbar ist.
Mein Fazit: Der Film hatte großes Potential: Action, Inszenierung und Angelina Jolie sind erstklassig. Die Handlung zieht den Film auf durchschnittliches Nivea runter.
Ich bin auch der Meinung, daß aus der ansich nicht uninteressanten Ausgangsidee zu wenig gemacht wurde. So wie Sie sehe ich in der Unlogik der Geschichte, vor allem aber in ihrer im vergleich zu anderen Filmen sehr langweiligen Ausarbeitung das Hauptproblem des Films. Allerdings finde ich schon, daß selbst wenn nicht alle Wendungen gleich erahnbar sind, das meiste doch wenig überraschend ist. Zum Beispiel verweise ich auf die Rolle von Liev Schreibers Figur.
Also ich denke die Story ist schon ein Pluspunkt des Filmes. Denn ohne die Wendungen der Geschichte bleibt nur ein Agentenfilm mit Actionszenen, wie man sie schon tausendmal gesehen hat.
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