
Die Geschichte von
Solomon Kane, ursprünglich die Kreation des Schriftstellers
Robert E. Howard, dem Schöpfer von
Conan dem Barbaren, bietet Regisseur
Michael J. Basset (
Deathwatch) die Gelegenheit, ins England des 17 Jahrhunderts einzuladen. Dem Publikum entfaltet sich eine Welt der Krankheiten, okkulten Mächte und Glaubensproben, konstruiert um den titelgebenden Helden.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht natürlich dieser Held, Sohn eines Fürsten, von allen Charakteren als bester bekannter Krieger anerkannt, ist er getrieben von seiner unstillbaren Lust nach Verwüstung. Nach knapp fünf Minuten Film trifft er jedoch auf eine unbesiegbare Macht, auf einen Engel, der im Auftrag des Teufels Kanes Seele für seinen Meister eintreiben will. Knapp entkommt der Held und nützt die Gelegenheit aus, um den gewaltlosen Weg des Glaubens einzuschlagen. Die Aufgaben, die das Schicksal für ihn vorgesehen hat, werden dies natürlich unmöglich machen.
In erster Linie ist
Solomon Kane ein Film über die Suche eines Glaubens, eines Anhaltspunkts jenseits der rationalen Welt. Die ironische Herangehensweise und gleichzeitig der Punkt, der zeigt, dass der Regisseur sich zu viel vorgenommen hat, werden durch die Tatsache offensichtlich, dass diese Suche nicht eine aus innerer Überzeugung des Helden ist, sonder aus Not. Leider wird dieser Aspekt in all seinen Motiven ständig im Film angerissen, aber nie richtig behandelt. So lädt uns Kanes Körper in Form von Tätowierungen in eine Welt der Schutzsymbole ein, der Totems, die ihn vor dem Bösen schützen sollen, die aber in einem Dialogsatz lediglich vermerkt und nicht weiter behandelt werden. Ebenso wird der Protagonist nach und nach als Knotenpunkt für summarisch angerissene Glaubenskonflikte benutzt, seien sie die zwischen Formen des Christentums, oder schneiden sie heidnischen Glauben und Praxen an. Kane wird im Verlauf des Films sogar zunächst zum Racheengel, dann zum Messias stilisiert, alles aber direkt, kurz und ohne Tiefgang. Eigentlich hat Regisseur
Basset aufgepasst, so viele Motive wie möglich in seinen Film zu packen und vorzustellen, aber leider hat er sich nicht die Zeit genommen, sie auch zu einem konsistenten Konzept zusammenzufügen. So eröffnet er eine Diskussion über Religion und Glaube, die dann jedoch nicht geführt wird. Aber soviel zu dem, was der Film hätte werden können.
Die Opfer, die Solomon Kane in der Konsistenz des Inhalts aufbringt, lassen sich mit Sicherheit auf der visuellen Ebene und durch Unterhaltsamkeit kompensieren. Mit einem Gespür für Inszenierung portraitiert der Regisseur in sehr schönen Bilder ein angepasst stimmungsvolles England jener Zeit (auch wenn allmählich zu viele Partikel ständig die Luft durchfliegen und ohne Rücksicht ob sie nun Asche, Schnee oder Flaum sein mögen gleich aussehen). Die Actionszenen sorgen nicht zuletzt durch einen rasanten Schnitt für gute Unterhaltung und die Spezialeffekte holen definitiv aus dem Filmbudget alles raus.
Solomon Kane läuft auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest (anstehender Termin in Frankfurt ist Freitag, der 27. August, um 19:15) und wird von Constantin Film im Oktober auf DVD veröffentlicht.
Solomon Kane
R: Michael J. Basset
D: James Purefoy, Max von Sydow, Rachel Hurd-Wood
Großbritannien, Frankreich, Tschechien, 2009, 99 Min.
Copyright Constantin Film
Veröffentlichung: 7. Oktober 2010
Bildformat: 2.35:1 in 16:9
Sprache: DD 5.1, DTS, Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Originaltrailer, Featurette MTV (ca. 1,2 Min.), Featurette Making of (ca. 4 Min.). Interviews (ca. 35 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 15 Min.), Darsteller-Infos
FSK: 16

Die Geschichte von
Solomon Kane, ursprünglich die Kreation des Schriftstellers
Robert E. Howard, dem Schöpfer von
Conan dem Barbaren, bietet Regisseur
Michael J. Basset (
Deathwatch) die Gelegenheit, ins England des 17 Jahrhunderts einzuladen. Dem Publikum entfaltet sich eine Welt der Krankheiten, okkulten Mächte und Glaubensproben, konstruiert um den titelgebenden Helden.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht natürlich dieser Held, Sohn eines Fürsten, von allen Charakteren als bester bekannter Krieger anerkannt, ist er getrieben von seiner unstillbaren Lust nach Verwüstung. Nach knapp fünf Minuten Film trifft er jedoch auf eine unbesiegbare Macht, auf einen Engel, der im Auftrag des Teufels Kanes Seele für seinen Meister eintreiben will. Knapp entkommt der Held und nützt die Gelegenheit aus, um den gewaltlosen Weg des Glaubens einzuschlagen. Die Aufgaben, die das Schicksal für ihn vorgesehen hat, werden dies natürlich unmöglich machen.
In erster Linie ist
Solomon Kane ein Film über die Suche eines Glaubens, eines Anhaltspunkts jenseits der rationalen Welt. Die ironische Herangehensweise und gleichzeitig der Punkt, der zeigt, dass der Regisseur sich zu viel vorgenommen hat, werden durch die Tatsache offensichtlich, dass diese Suche nicht eine aus innerer Überzeugung des Helden ist, sonder aus Not. Leider wird dieser Aspekt in all seinen Motiven ständig im Film angerissen, aber nie richtig behandelt. So lädt uns Kanes Körper in Form von Tätowierungen in eine Welt der Schutzsymbole ein, der Totems, die ihn vor dem Bösen schützen sollen, die aber in einem Dialogsatz lediglich vermerkt und nicht weiter behandelt werden. Ebenso wird der Protagonist nach und nach als Knotenpunkt für summarisch angerissene Glaubenskonflikte benutzt, seien sie die zwischen Formen des Christentums, oder schneiden sie heidnischen Glauben und Praxen an. Kane wird im Verlauf des Films sogar zunächst zum Racheengel, dann zum Messias stilisiert, alles aber direkt, kurz und ohne Tiefgang. Eigentlich hat Regisseur
Basset aufgepasst, so viele Motive wie möglich in seinen Film zu packen und vorzustellen, aber leider hat er sich nicht die Zeit genommen, sie auch zu einem konsistenten Konzept zusammenzufügen. So eröffnet er eine Diskussion über Religion und Glaube, die dann jedoch nicht geführt wird. Aber soviel zu dem, was der Film hätte werden können.
Die Opfer, die Solomon Kane in der Konsistenz des Inhalts aufbringt, lassen sich mit Sicherheit auf der visuellen Ebene und durch Unterhaltsamkeit kompensieren. Mit einem Gespür für Inszenierung portraitiert der Regisseur in sehr schönen Bilder ein angepasst stimmungsvolles England jener Zeit (auch wenn allmählich zu viele Partikel ständig die Luft durchfliegen und ohne Rücksicht ob sie nun Asche, Schnee oder Flaum sein mögen gleich aussehen). Die Actionszenen sorgen nicht zuletzt durch einen rasanten Schnitt für gute Unterhaltung und die Spezialeffekte holen definitiv aus dem Filmbudget alles raus.
Solomon Kane läuft auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest (anstehender Termin in Frankfurt ist Freitag, der 27. August, um 19:15) und wird von Constantin Film im Oktober auf DVD veröffentlicht.
Solomon Kane
R: Michael J. Basset
D: James Purefoy, Max von Sydow, Rachel Hurd-Wood
Großbritannien, Frankreich, Tschechien, 2009, 99 Min.
Copyright Constantin Film
Veröffentlichung: 7. Oktober 2010
Bildformat: 2.35:1 in 16:9
Sprache: DD 5.1, DTS, Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Originaltrailer, Featurette MTV (ca. 1,2 Min.), Featurette Making of (ca. 4 Min.). Interviews (ca. 35 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 15 Min.), Darsteller-Infos
FSK: 16
Solomon Kane - Der blutige Weg zur Erlösung