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Terrence Malicks Anweisungen für die Vorführungen von The Tree of Life

von Kim Schönenberg, am 6.6.11


Terrence Malick ist nicht glücklich, sondern eher besorgt. Und zwar darum, dass die Filmvorführer in den Kinos den Zuschauern durch unterschiedlichste Pannen den Spaß an seinem neuesten Werk The Tree of Life (u.a. mit Brad Pitt) verderben könnten. Da wäre zum Beispiel die Situation, wenn das Licht viel zu spät ausgeht, oder wenn das Bild zu schwach oder aus dem Fokus ist. Mal ist es auch der Ton, der zu laut, zu leise oder einfach nur schlecht ausbalanciert ist. Malick möchte dem nun Abhilfe schaffen. Und weil er nicht bei jeder Aufführung in jedem Kino die Arbeit der Filmvorführer überwachen kann, hat er einen Brief mit dem Vermerk "to the attention of every projectionist", der seinen Film The Tree of Life zeigt, an den San Diego Reader geschrieben. Und darin erklärt er anhand einiger weniger Richtlinien schlicht und einfach, wie es geht. Die vier kleinen Regeln, die eingehalten werden sollten, sind folgende:

1. Der Film solle in seinem passenden 1.85:1 Punktraster vorgeführt werden.
2. Die korrekte Toneinstellung in Dolby- und DTS-Systemen sei 7.
3. Der Film hätte keinen Vorspann. Deswegen sei es ratsam, dass das Licht noch vor dem ersten Frame der ersten Filmrolle ausginge.
4. Mit den wiederkehrenden Bemerkungen über dunklere, schlechtere Bilder solle darauf geachtet werden, dass die Lampen dem angemessenen Standard (5400 Kelvin) entsprächen und dass das Foot-Lambert-Niveau standardmäßig bei 14 liegen solle.

Klar soweit?!

Dann steht der korrekten und maximales Kinovergnügen fördernden Vorführung von The Tree of Life ja nichts mehr im Wege, und vielleicht merkt sich das der ein oder andere Kinovorführer ja fürs nächste Mal.

Text: NEGATIV // Bild: Concorde Filmverleih


 

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