Wer ist eigentlich dieser Jesus? Diese Frage wird heutzutage nicht nur von Kindern gestellt, denn die Religion, insbesondere das Christentum, scheint in der Gesellschaft nicht nur zu stagnieren, nein eher verliert sie immer mehr an Wert. Also wer ist eigentlich dieser Jesus? Und was hat der im internationalen Film zu suchen? Auf diese Frage will das
Programmkino Ost in
Dresden in Zusammenarbeit mit dem
Kathedralforum Dresden in der Filmreihe „Jesus im internationalen Film“ eine Antwort geben. Fünf Titel werden zu diesem Thema im Oktober und November gezeigt, die alle eines gemeinsam haben: Sie stellen die Person Jesus nicht plakativ an den Pranger, sondern interpretieren und reflektieren, was aus dem Handeln jenes Menschen mitgenommen werden kann. Ob für das eigene Leben oder auch nicht. Ob negativ oder positiv, alles ist erlaubt. Kontroversen und moralische Grenzüberschreitungen sollend dabei große Berücksichtigung finden.
Neben den Titeln
König der Fischer oder
Dogville, die eher abstrakt über die Werte wie Barmherzigkeit oder Vergebung, die Jesus einst zu vermitteln suchte, referieren, befindet sich auch
Klaus Kinskis Vortrag
Jesus Christus Erlöser in dem Repertoire der Filmreihe. Am 20. November 1972 spricht
Kinski vor mehreren tausend Zuschauern in der
Deutschlandhalle in
Berlin über einen anderen Jesus. Seinen Jesus. Einen Sozialrevolutionär, einen zornigen Aufrührer, ein Abbild des Egomanen
Kinski selbst. Der Kirchen-Jesus wird völlig verschmäht. Bibelzitate und eigene Interpretationen stützen
Kinskis Argumentation und er versucht sogar das nahezu Unmögliche: selbst in die Rolle Jesu zu schlüpfen. Doch so lässt das Publikum nicht mit sich verfahren. Der Wille zur Diskussion entbrennt und der Abend kulminiert in unfassbaren Gefilden. Der Film von
Peter Geyer ist ein einzigartiges Dokument über ein epochal schwieriges Verhältnis zur Kunst, aber auch über die Rolle des Künstlers selbst und dessen Scheitern.
Den Abschluss der Filmreihe bietet zum einen das Werk
Das erste Evangelium – Matthäus von dem Atheisten und Kommunisten
Pier Paolo Pasolini, der darin versucht das Leben Jesu vor allem in seiner sozialen Bedeutung nüchtern und lakonisch darzustellen. Dies löste diverse Debatten, besonders in christlich-theologischen Lagern, aus. Zum anderen wird auch der Titel
Jesus von Montreal von Regisseur
Denys Arcand gezeigt. Er schuf einen Film, der zugleich Satire, Thriller, religiöse Parabel und Schauspielerdrama ist. Das Werk wurde 1989 für den
Oscar nominiert und mutet ebenso kontrovers an. Als eine Schauspieltruppe versucht die alljährlichen Passionsspiele in Montreal moderner zu gestalten, identifiziert sich der Jesus-Darsteller so sehr mit seiner Rolle, dass die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verschwimmen scheinen.
***
KINOPROGRAMM
Mi, 5. Oktober: 19:30 - König der Fischer
Mi, 12. Oktober: 19:30 - Dogville
Mi, 19. Oktober: 19:30 - Jesus Christus Erlöser
Mi, 26. Oktober: 19:30 - Das 1. Evangelium - Matthäus
Mi, 2. November: 19:30 - Jesus von Montreal
Mehr Informationen zu dem Programm finden sich hier.
Bildmaterial: Programmkino Ost Dresden Webseite
Wer ist eigentlich dieser Jesus? Diese Frage wird heutzutage nicht nur von Kindern gestellt, denn die Religion, insbesondere das Christentum, scheint in der Gesellschaft nicht nur zu stagnieren, nein eher verliert sie immer mehr an Wert. Also wer ist eigentlich dieser Jesus? Und was hat der im internationalen Film zu suchen? Auf diese Frage will das
Programmkino Ost in
Dresden in Zusammenarbeit mit dem
Kathedralforum Dresden in der Filmreihe „Jesus im internationalen Film“ eine Antwort geben. Fünf Titel werden zu diesem Thema im Oktober und November gezeigt, die alle eines gemeinsam haben: Sie stellen die Person Jesus nicht plakativ an den Pranger, sondern interpretieren und reflektieren, was aus dem Handeln jenes Menschen mitgenommen werden kann. Ob für das eigene Leben oder auch nicht. Ob negativ oder positiv, alles ist erlaubt. Kontroversen und moralische Grenzüberschreitungen sollend dabei große Berücksichtigung finden.
Neben den Titeln
König der Fischer oder
Dogville, die eher abstrakt über die Werte wie Barmherzigkeit oder Vergebung, die Jesus einst zu vermitteln suchte, referieren, befindet sich auch
Klaus Kinskis Vortrag
Jesus Christus Erlöser in dem Repertoire der Filmreihe. Am 20. November 1972 spricht
Kinski vor mehreren tausend Zuschauern in der
Deutschlandhalle in
Berlin über einen anderen Jesus. Seinen Jesus. Einen Sozialrevolutionär, einen zornigen Aufrührer, ein Abbild des Egomanen
Kinski selbst. Der Kirchen-Jesus wird völlig verschmäht. Bibelzitate und eigene Interpretationen stützen
Kinskis Argumentation und er versucht sogar das nahezu Unmögliche: selbst in die Rolle Jesu zu schlüpfen. Doch so lässt das Publikum nicht mit sich verfahren. Der Wille zur Diskussion entbrennt und der Abend kulminiert in unfassbaren Gefilden. Der Film von
Peter Geyer ist ein einzigartiges Dokument über ein epochal schwieriges Verhältnis zur Kunst, aber auch über die Rolle des Künstlers selbst und dessen Scheitern.
Den Abschluss der Filmreihe bietet zum einen das Werk
Das erste Evangelium – Matthäus von dem Atheisten und Kommunisten
Pier Paolo Pasolini, der darin versucht das Leben Jesu vor allem in seiner sozialen Bedeutung nüchtern und lakonisch darzustellen. Dies löste diverse Debatten, besonders in christlich-theologischen Lagern, aus. Zum anderen wird auch der Titel
Jesus von Montreal von Regisseur
Denys Arcand gezeigt. Er schuf einen Film, der zugleich Satire, Thriller, religiöse Parabel und Schauspielerdrama ist. Das Werk wurde 1989 für den
Oscar nominiert und mutet ebenso kontrovers an. Als eine Schauspieltruppe versucht die alljährlichen Passionsspiele in Montreal moderner zu gestalten, identifiziert sich der Jesus-Darsteller so sehr mit seiner Rolle, dass die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verschwimmen scheinen.
***
KINOPROGRAMM
Mi, 5. Oktober: 19:30 - König der Fischer
Mi, 12. Oktober: 19:30 - Dogville
Mi, 19. Oktober: 19:30 - Jesus Christus Erlöser
Mi, 26. Oktober: 19:30 - Das 1. Evangelium - Matthäus
Mi, 2. November: 19:30 - Jesus von Montreal
Mehr Informationen zu dem Programm finden sich hier.
Bildmaterial: Programmkino Ost Dresden Webseite
Dresden: Jesus im internationalen Film - Veranstaltungsreihe im Oktober und November