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Taxidermia

von Ciprian David, am 31.7.11

Als das jüngst zum A-Festival erklärte TIFF noch vier Jahre jung war, konnte ein ebenfalls relativ junger ungarischer Regisseur mit einem Film den Regiepreis gewinnen. Ein Film, der auch in Cannes lief und sogar in Deutschland damals, 2006, zu sehen war, in Cottbus, auf einem der beiden wichtigsten Festivals hierzulande, die den osteuropäischen Film feiern. Der Titel des Films – Taxidermia – ist nur eine vage Andeutung der Vielseitigkeit der Auseinandersetzung von Györgi Pálfi mit dem menschlichen Körper, mit der Verbindung zwischen dem Körper als Behälter und verschiedenen, mehr oder weniger metaphorischen Formen des Stoffwechsels.

Taxidermia ist ein Film, der stark mit Archetypen operiert: mit Sexualität, Nahrung, Ausscheidungen diverser Art, ein Film, der es wagt, diese zu psychologisieren, sie politisch anzugehen und sie satirisch bloßzustellen. Ein Film, der sich, obwohl nicht von einer offenen Dramaturgie durchzeichnet, dem Zuschauer als offene Botschaft anbietet und eine Vielzahl an Lesarten zulässt. Denn Taxidermia ist ein Film, der einerseits seine Figuren in den Vordergrund stellt, sie sogar bloßstellt, körperlich wie psychisch, ihre Leiden und Leidenschaften ins Zentrum rückt und darauf aufbaut. Andererseits ist der Film Szene für Szene so konstruiert, dass er dem Zuschauer Provokantes und Abstoßendes auf einem silbernen Tablett anbietet, ideell wie visuell, und dadurch die relativ klassische Dramaturgie und Erzählweise in den Hintergrund treten lässt. Dieses stellenweise beinah körperliche Erleben des Gesehenen verblasst jedoch rückwirkend – der Auseinandersetzungsraum mit dem Film wird wieder neu gefüllt: Keine Körper, keine grotesken Bilder, auch nicht die politischen Pointen um die kommunistische Epoche in Ungarn oder die satirischen Untertöne um Sport, Wille, Ambition, Überzeugungen und Weltsicht machen den Gegenstand des Films aus.

Was übrig bleibt, ist ebenso klassisch und schlicht wie diese auf mehreren Ebenen durchgeführte Gestaltung des Films und seine Rezeption: Es geht um ein Merkmal, das Literatur, Theater, Musik und Film gemein ist: der Energiefluss. Besonders im Film wird dieser generisch vielfältig kanalisiert, zwischen Kameraführung, Ton, Schauspiel, Ort, Stimmung und Bild, die abwechselnd durch ihre Intensität dazu beitragen, dass Szenen aus der Perspektive der Rezeption einander ergänzen, aufeinander aufbauen. Meistens wird dieser Energiefluss im Film im Zeichen einer dramaturgischen Entwicklung gestaltet: Die Energie einer heilen Gesellschaft verwandelt sich beispielsweise ins Gegenteil durch einen Mord, die Ermittlung danach sammelt die nötige Energie für die Wiederherstellung eines Gleichgewichts, eine Liebesgeschichte zwischendurch errichtet einen zusätzlichen Raum der Metamorphose dieser Energie usw. Oft handelt es sich, vor allem in Krimis, um eine Metamorphose der Energie als Pendel zwischen Wissen und Unwissen über die Handlung eines Films, ihre Hintergründe, was dramaturgisch wiederum unterstützt wird durch diverse Mechanismen wie Kameraperspektiven, Erzähler- und Figurentypen oder Musik. Nicht selten bringt dieser Energiefluss seine Dynamik hauptsächlich auf der visuellen Ebene zum Ausdruck: Eine verlangsamte Sequenz bietet sich dem Zuschauerauge extensiv an, um dann abrupt in eine Explosion der Geschwindigkeit überzuspringen.

Transzendentale Filme wiederum verarbeiten den Fluss auf einer Ebene der interpersonalen oder interkonditionalen Transgression von Konstrukten wie, unter anderem, Leben, Gnade, Glaube, Divinität. Die Auf- und Entladung von Orten mit Bedeutung sind ebenso eine Form des filmischen Umgangs mit der Umwandlung von Energie. Ein anderes Beispiel dieses Energieflusses ist die Wechselbeziehung zwischen Film und Zuschauer, gemessen an der Erwartung: Szene für Szene wird diese bedient oder enttäuscht – die Verbindung zwischen Film und Zuschauer wird zu einer Erfahrung der Metamorphose.

Ist Taxidermia ein Film, der sich einer barocken Vielfalt von Motiven widmet und damit eine ebensolche Menge von Diskursen aufgreift, ohne sie wirklich zu führen, so bleibt jedoch dieser Aspekt des Energieflusses als roter Faden im Film. Kaum anders zu sehen, behandelt der Film doch die Geschichte einer Familie über drei Generationen als eine Geschichte der Evolution und der Transformation, die wiederum als ein allgemeiner, loser Lebensentwurf in Form von Transformationen zwischen seinen essentiellen Stadien betrachtet werden kann. Der Diskurs, den Taxidermia in dieser Beziehung aufmacht, untersucht eben diesen Konflikt zwischen der perpetuellen Verwandlung des Lebens (als Folge von Generationen) und dem Streben des Individuums nach Stetigkeit, nach Beständigkeit. Der Rahmen dafür wird über den Lebenskonflikt eines Soldaten im Zweiten Weltkrieg geschaffen: Seinem unmenschlichen Dasein setzt dieser das Streben nach einer menschlichen Kondition entgegen, unreflektiert, in Form von Paraphilien, doch essenziell als eine Sehnsucht nach Erotik zum Ausdruck gebracht. Ein anderer Ausweg aus diesem Konflikt als der eigene Tod wird an dieser Stelle nicht angeboten, doch aus dem Tod wird Geburt, aus dem unartikulierten Soldaten ein Nachfolger, der von seinem Willen durchzeichnet ist. Die Essenz bleibt die gleiche, die menschliche Kondition ist auch in der zweiten Generation mit Erotik verbunden, diese wird aber eine des Oralen, des Einverleibens, des Erlebens, dass der eigene Körper mehr fassen kann, als physisch möglich ist. Die dritte Generation ergänzt die Evolutionskette, indem sich der Protagonist, ein Gegenteil seines Vorgängers, die Auseinandersetzung mit dem Inneren des Menschen zum Lebensziel macht und somit eine Krönung des progressiv im Film über die Generationen entstehenden Selbstbewusstseins bietet. Wie die ersten beiden sucht der dritte auch nach Stetigkeit, nach einer Stasis, die die permanente Verwandlung der Materie, der Gesellschaft, des Menschen durch einen Fixpunkt unterbrechen soll. Wie die ersten beiden wird auch er ein Opfer dafür erbringen müssen, und als Einzigem gelingt es ihm, sein eigener Schöpfer zu werden. Das entstandene Selbst – wiederum ein kultureller Archetyp, ein Hybrid aus Michelangelos David und der Venus de Milo, ein Kondensat der individuumzentrierten Geschichtsschreibung, das Stasis-Bild schlechthin.

Das Individuum ist jedoch nicht der Gewinner in Györgi Pálfis Film, sondern der Energiefluss: Aus Frau wird Schwein, aus Dick wird Dünn, aus Essen wird Kotze, aus dem Übermenschen ein Museumsexponat. Die Synthese des Konflikts außer Kraft gesetzt, bleibt der Energiefluss die einzige Konstante, auf die nächste Verwandlung wartend.



Taxidermia
R: György Pálfi
B: György Pálfi, Zsófia Ruttkay, Lajos Parti Nagy
K: Gergely Pohárnok
D: Csaba Czene, Gergely Trócsányi, Marc Bischoff
Ungarn, 2006,  90 Min.
i-on new media / Störkanal
Veröffentlichung: 24.06.2011
Bildformat: 2,35:1
Sprache: Deutsch, Ungarisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Ein beeindruckendes Booklet, Making-of
FSK: 16


Hunted - Die Schmiede der Finsternis

von Ciprian David, am 31.7.11

Wie in vielen anderen Spielen werden wir aufgefordert, vor dem Beginn von Hunted die Lichthelligkeit anzupassen. Und zwar bis das Dämonengesicht rechts im Bild kaum noch zu sehen ist. Danach wird es dunkel. So dunkel, dass Caddoc, der männliche der zwei Avatare, sich kaum orientieren kann und, geleitet von einer Stimme, nach der dazugehörigen Gestalt sucht. Nach einigen taumelnden Schritten in dem schwarzen Nichts um ihn herum erscheint die alabasterhäutige weibliche Gestalt kurz vor seinen Augen, um gleich danach für einen überlebensgroßen Dämon die Bühne frei zu machen. Ein Alptraum war dies nur, vielleicht eine Vision, ein klassischer Spielanfang, die Abenteuer in Hunted andeutend, bevor das Aufwachen auf einer sonnigen Lichtung zur Gelegenheit wird, E'lara, die Elfin und weiblicher Avatar, kennenzulernen.

Zwei Söldner, die sich für nichts weiter als den nächsten Haufen Gold interessieren, der Belohnung für ihren nächsten Auftrag. Da erscheint sie aber bald wieder, die Fremde, in enger, spärlicher Lederkleidung, mit hellem, ätherischem Blick, das Blau ihrer Haut hier und da mit Tribal-Tattoos verziert, noch schwieriger zu übersehen jedoch ihre Brustgröße. Und sie erzählt etwas von Kristallen, die wiedergefunden werden sollen, von einer übermächtigen dunklen Entität, die erweckt wurde, und beide Figuren, vor allem E'lara, hören ihr misstrauisch zu. Und wir hören auch zu, begreifen dabei, dass es nicht um einen erzählerischen Motor gehen wird, der uns dazu führt, weiterspielen zu wollen. Aber da sind wir schon mittendrin, in einer Welt, die sich durch die Lichtgestaltung am konsequentesten zeigt, zwischen dunklen Abend- und Morgenstunden und der Finsternis der Nacht.

Da kommen die ersten Skelette auf uns zu, dann weitere und weitere, die Caddoc mit Schwert, Beil oder Axt zu zertrümmern hat, E'lara mit ihrem Bogen ebenfalls. Dann ein Geist, der einem kleine Rätsel aufträgt oder vielleicht noch weitere der Skelette in den Weg stellt, vielleicht auch einige Fetzen Geschichte preisgibt.

Nicht wenige Spiele fangen in ihrer Erzählstrategie lose an, denn oft geht es darum, die Figur, die man spielt, Schritt für Schritt kennenzulernen, ihre Vergangenheit aufzudecken und ihre Zukunft erst nach einem langsam eingeleiteten Identifikationsprozess zu bestimmen. Eine gewisse Form von Fatalismus ist damit verbunden, wir sind dem Schicksal der eigenen Figur zunächst ausgeliefert, die Neugierde führt uns dazu, das Spiel zu spielen, um die Geschichte erzählt zu bekommen, die Feinde als Hindernisse auf dem Weg der Selbstfindung zu betrachten und zumindest deswegen zu beseitigen. Ein inzwischen ausgelutschtes Erzählkonzept ist das, deswegen freut man sich meistens, wenn die Spielmotivation anders gestaltet ist. Und wenn es keine gibt, und das passiert auch nicht selten, dann muss das Spielprinzip herhalten. Nichts davon ist in Hunted wiederzufinden. Die losen narrativen Episoden können kaum als Geschichte bezeichnet werden, die Kapitel für Kapitel neuen, doch immer nach Rasse sauber voneinander getrennten Wesen, die ins Jenseits befördert werden müssen, schreien nach einem großen Warum bezüglich des Weitermachens. Die eigentlich sympathischen Zoffs der zwar abwechselnd spielbaren Figuren Caddoc und E'lara sind spätestens bei der dritten Wiederholung aufgrund des beschränkten Repertoires ebenso störend wie die immer gleichen Behältnisse, die zerstört werden müssen, um die immer wieder gleichen Waffen und Tränke aufzusammeln, die darin verborgen auf uns warten.

Ergänzt wird diese Monotonie durch eine zwar sehr stimmungsvoll und nicht selten eindrucksvoll gestaltete, jedoch erstaunlich dysfunktionale Welt, die wir zu betreten haben. Gehört es in anderen Spielen zur Architektur dazu, dass man nicht begehbare Pfade eher versteckt hält, sie intuitiv als Orte gestaltet, die man meidet, so irritiert vor allem im ersten Kapitel des Spiels die Tatsache, dass das Gras oder die Pfütze am Rande des Weges wie durch eine unsichtbare Mauer von der Figur ferngehalten ist. Immer wieder wird dies ergänzt durch das plötzliche Auftauchen der Gestalten dieser Welt und fügt sich zu dem Eindruck einer traurigen, armen und billig produzierten Welt, deren Stimmung nicht ausgearbeitet genug ist, um die hervorstehende Langeweile des Spielerlebnisses zu kompensieren.

Die Mittellosigkeit der Produktion sticht auch hervor, versucht man Hunted mit anderen Dungeon-Crawlern zu vergleichen: Zwar wird mit dem Verzicht auf ein komplexes System von Eigenschaften und Punkten für die Figuren die Falle vermieden, den Spieler in ein zahlenbasiertes Spielerlebnis zu locken, das kein Erlebnis ist. Die Alternative aber, das Sammeln von Diamanten, um damit bessere Kampffähigkeiten zu erlangen, ist nur eine Vereinfachung der Idee. Leider ist diese auch der einzige Fluchtpunkt des Spiels, denn, durch die Monotonie der Handlung, durch die Leere der Welt bedingt, ist die einzige Gratifikation, die uns bleibt, jede Ecke zu durchstöbern, jeden glänzenden Gegenstand aufzusammeln, und das ist mit Sicherheit nicht das Erlebnis, das wir uns als richtungsprägend für die Spiele von morgen erhoffen.




Hunted - Die Schmiede der Finsternis
Inxile Entertainment / Bethesda
PC/PS3/ XBox 360
USK: 18

Clean, Shaven

von Ciprian David, am 31.7.11

Der DVD-Vertrieb in Deutschland ist eine der Sparten der Filmindustrie, die zum negativen Ruf des Landes als Filmland beitragen. Denn nicht nur steht der Deutsche vor der Tatsache, dass die Künstler seines Landes eher als Ausnahme mal unter den Größen des Weltkinos aufgezählt werden, zusätzlich wird der deutsche Cinephile mit einem Umstand belastet, der in vielen anderen vergleichbaren Ländern nicht vorhanden ist: die Notwendigkeit der Import-DVDs. Sehr wenige Ausnahmen gibt es, meistens kleine Vertriebe, die in limitierten Editionen außerordentlich gut gemachte DVDs zu essenziellen Filmen auf den Markt bringen. Eines der Labels ist Bildstörung, das schon mit dem ersten ihrer so genannten Drop-Outs die Aufmerksamkeit der Filmkritik und der Cineasten auf sich lenkte. Durch die inzwischen zwölf veröffentlichten Titel zeigte das kleine deutsche Label eine herausragende Arbeit in Sachen Kuratierung und Pflege dieser Edition, die sich thematische Schwerpunkte zu Gunsten der Qualität und Wichtigkeit der veröffentlichten Filme für Deutschland verbietet.

Das elfte Drop-Out von Bildstörung, erschienen als DVD sowie als Blu-Ray, ist eine der Perlen der amerikanischen Independent Generation Anfang der Neunziger. Clean, Shaven, das Regiedebut des New Yorker Regisseurs Lodge Kerrigan, gehört zu den Werken einer Umbruchzeit, einer Zeit der Suche nach der "filmischsten" Form, um auf visueller sowie auf erzählerischer Ebene, losgelöst von einer narrativen Syntax, Sachverhalte zum Ausdruck zu bringen. Eine Zeit, die als Quelle eines Post-Indie Kinos zu sehen ist, das heute von einem Großteil der etablierten Studios betrieben wird, um anspruchsvolles Kino zu schaffen, das, vor allem im Bereich der Komödie, in den letzten Jahren in den USA immens florierte. Lodge Kerrigan schaffte mit Clean, Shaven aber auch eines der essenziellen Werke des Kinos der Diskrepanz, der Paranoia, der Entlarvung der trügerischen Macht der Bilder, vor allem aber eines der Befreiung von der Erzählung.

Besonders zur Zeit seiner Entstehung wurde der Film als ein Werk empfunden, das Film als Medium der Erfahrung sieht, nicht der Erzählung, das sich visuell einer immateriellen Wirklichkeit annähern möchte, einer Wirklichkeit der Gefühle, der Empfindungen, einer Exploration der Psyche, die sich von der Wirklichkeit des Materiellen, der Gegenstände loslöst und dieser jede Wahrheit durch Subjektivierung abspricht.

Aus heutiger Sicht ist der Film etwas schwer einzuschätzen, haben doch viele Produktionen in den inzwischen vergangenen Jahren die mit Clean, Shaven begonnene Art der filmischen Ausarbeitung von Ideen fortgeführt und weiterentwickelt. So sind die gegenwärtigen Produktionsbedingungen solcher Stoffe, die gerade durch Pionierarbeiten wie die von Lodge Kerrigan eine immer größere Akzeptanz beim Publikum genießen und somit technisch und finanziell mit mehr Unterstützung rechnen dürfen, zwar geschichtlich als Hommagen an ihre Herkunft zu sehen, aber auch als weitere Stufen in der Entwicklung eines Kinos der Erlebnisse, der Sensationen, des innovativen Umgangs mit der Form. Clean, Shaven entstand damals in mehr als zwei Jahren, bedingt durch die wiederholten Bemühungen des Regisseurs, das benötigte Geld einzutreiben, und ist somit vielleicht als Eisbrecher-Film zu bezeichnen, als ein Eraserhead der Neunziger, als einziger seiner Art. Als ein Film, dessen gebrochene Stimmung durch die budgetbedingte Optik widergespiegelt wird, weit entfernt von einem produktionstechnischen Ideal, doch keinesfalls als finanzieller Kompromiss in die Geschichte eintretend. Als ein Film, dessen Produktionsumstände im engen Verhältnis mit seiner visionären Kraft zu sehen sind. Ein Film aber, dessen Wagnis, das Medium auf eine neue Art zu benutzen, eine ganze Reihe von stilistischen, thematischen und technischen Entwicklungen des Filmemachens geprägt hat.

Ein Hauptdarsteller, der zu einer der Ikonen der Indiebewegung der Neunziger wurde, spätestens ein Jahr danach mit seiner kleinen Rolle in Pulp Fiction: Peter Greene. Eine Tonspur, die losgelöst von den Bildern dieselbe atmosphärische Kraft entfachen würde, die aber diese Bilder sinnstiftend begleitet und dabei aufklärerischer ist als alle ins Unheimliche ragenden Dialogzeilen. Eine Kamera, die den Weg findet, das Aufgenommene um den Zuschauer herum zu falten, so wie sich die Umgebung von Peter um seine eigene Wahrnehmung faltet und dabei eigene Bedeutungszusammenhänge entwickelt. War Memento Nolans Eintrittskarte für Hollywood, so ist Clean, Shaven Lodge Kerrigans Ticket in die Filmgeschichte.

Optisch in DVD-Größe und mit dem bei Bildstörung traditionell gewordenen Schuber gestaltet, wird die erste Blu-Ray unter den Drop-Outs vom gewöhnlichen Booklet begleitet. Autoren sind dieses Mal Michael Schleech aus Deutschland und der berühmte US-amerikanische Schriftsteller und Filmkritiker Michael Atkinson. Der Audiokommentar wurde von Steven Soderbergh zusammen mit Lodge Kerrigan aufgenommen. Doch unabhängig davon ist Clean, Shaven definitiv eine der Blu-Rays, deren reine Existenz zum Kauf verpflichtet.

Hier ein Clip aus dem Film:





Clean, Shaven
R, B: Lodge Kerrigan
K: Teodoro Maniaci
D: Peter Greene, Alice Levitt, Megan Owen
USA, 199, 79 Min.
Bildstörung
Veröffentlichung: 27.5.2011
Bildformat: 1,66:1
Sprache: Englisch (Mono)
Untertitel: Deutsch
Extras: Audiokommentar mit Lodge Kerrigan und Steven Soderbergh
FSK: 16

The Man from Nowhere

von Ciprian David, am 31.7.11

Die agile Gestalt versteckt in seinem dunklen Parka, der Blick verborgen hinter den langen Haaren - Cha Tae-sik ist der örtliche Pfandleiher und der einzige Freund der kleinen So-Mi. Der Kontakt zu dem kleinen Mädchen ist ihm offenbar lästig, so sehr es sich auch um seine Sympathie bemüht. Denn eine dunkle Episode aus seiner Vergangenheit brachte ihn dazu, den Umgang mit anderen Menschen zu vermeiden. Als unsympathisch, Betrüger, gar als Kinderschänder wird er von den Nachbarn bezeichnet, die seine aufkeimende Freundschaft mit dem ebenso als Außenseiter geltenden Kind nicht nachvollziehen wollen. Selbst die Mutter des Mädchens, eine drogensüchtige Tänzerin, gönnt ihnen diese Freundschaft nicht.

The Man from Nowhere nennt sich der zweite Film des südkoreanischen Regisseurs Lee Jeong-beom und dieser Titel macht auf seine Essenz aufmerksam. Denn kurz nach der Exposition werden Mutter und Tochter aufgrund eines gestohlenen Päckchens Heroin entführt, der zunächst melodramatische Plot räumt auf für einen klassischen action-geladenen Rachefilm, der sich über den Protagonisten in die Untiefen der obskuren Unterwelt Südkoreas begibt, um eine Skizze der Machenschaften um Organ- und Drogenhandel, Kindesmissbrauch und entsprechende Gestalten um diese Themen zu zeichnen.

Eine streng organisierte, tief in allen Altersgruppen der Gesellschaft verwurzelte Welt der schwarzen Geschäfte wird Schritt für Schritt erkundet, je mehr sich der Protagonist auf seiner Suche So-Mi und gleichzeitig dem Kern des Verbrechens nähert. Eine Gesellschaft wird uns vorgestellt, die aus südostasiatischen Actionfilmen mit diversen Ausprägungen, ob Rache, Melodram, Horror oder andere Genres und Motivik, allzu bekannt ist. In dieser Hinsicht, wie auch in seiner Erzählung und den dramaturgischen Strukturen, ist The Man from Nowhere ein klassischer Hybrid aus Melodram und Actionthriller, ohne Ansprüche auf eine Neuerfindung. Der Film gehört weniger in einen südkoreanischen Zusammenhang, denn er lässt sich überhaupt nicht in eine Reihe mit den Werken anderer südkoreanischer, international bekannter Regisseure einordnen. Während sich in Südkorea allgemein eine Tendenz der Entwicklung des Arthouse Films hin zu einer immer mehr publikumsaffinen Gattung abzeichnet, steuert Regisseur Lee Jeong-beom eher dagegen und versucht eine länderübergreifende asiatische Tradition des Genrefilms zu bedienen.

Das spezifisch Koreanische des Films ist vordergründig um die Hauptfigur gestaltet. Besetzt wurde Bin Won (zuletzt in Deutschland in Bong Joon-hos Mother zu sehen), einer der größten jungen Stars unter den südkoreanischen Schauspielern, eine Person, die eher mit Gegenwart und Teenage-Glamour zu assoziieren ist als mit den typischen Figuren des asiatischen Actionfilms. Ein Außenseiter, innerhalb des Films wie des Genres, der sich aber metafilmisch als Star und filmisch dank seiner Vergangenheit als der Richtige erweist, um diese Rettungs- und Rachegeschichte, eine Pistole und eine Klinge in der Hand, mit seiner Person zu verbinden: The Man from Nowhere, ein ehemaliger Topakteur unter den Geheimagenten des Landes, ist Bin Won, der Popstar unter den südkoreanischen Schauspielern und lässt das Melodram die Waage mit dem asiatischen Actionkino halten, während er mit den klassischen Motiven und Charakteren des Genres nach und nach abrechnet.

The Man from Nowhere erschien bei Splendid in der Black Edition auf Blu-Ray, eine gestalterisch sehr gelungene Reihe von Veröffentlichungen, die sich mit Tabus und Tabubrüchen auseinandersetzen, und bietet neben dem Hauptfilm ein Making-of, das sich unter anderem ausführlich auch mit dem auseinandersetzt, was die meisten Zuschauer an dem Film interessiert: die visuelle Ebene mit ihrer ballettartigen Umsetzung der rasanten Kampfszenen. Interessante Einsichten gibt es dabei auch in die Gestaltung einzelner Figuren des Films und in das bipolare Belichtungskonzept des Films.



The Man from Nowhere / Ajeossi
R, B: Jeong-beom Lee
K: Tae-yoon Lee
D: Bin Won, Sae-ron Kim, Hee-won Kim
Südkorea, 2010, 119 Min.
Splendid Film
Veröffentlichung: 27.05.2011
Bildformat: 2,35:1
Sprache: Deutsch, Koreanisch
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Extras: Making-of, Musikvideo
FSK: 18

Captain America - Teaser zu The Avengers am Filmende: hier anschauen

von Elisabeth Maurer, am 31.7.11

Die lose miteinander verbundenen Superhelden-Filme Thor, Iron Man, The Incredible Hulk sowie der am 18. August in Deutschland startende Captain America werden im nächsten Jahr mit The Avengers ihre Zusammenkunft feiern. Im Marvel-Universum aus Comics, Zeichentrickserien etc. treten sie schon lange zusammen auf, jetzt wird auch das Kino das bisher größte Heldenensemble aus der Schmiede, die auch die X-Men hervorbrachte, präsentieren können. Joss Whedon (Buffy, Firefly) verfasste das Drehbuch und ist Regisseur des von Fans seit Jahren herbeigesehnten Spielfilms und die Schauspieler aus den Einzelfilmen werden wieder in die Heldenanzüge schlüpfen. Um den Appetit der Fans weiter anzuregen, gibt Captain America nach seinem Abspann einen ganz kurzen Blick frei auf The Avengers. Hier könnt Ihr dieses Filmende schon jetzt sehen, außerdem findet Ihr hier unser Essay über den Heldenkosmos von Marvel.


Bildcopyright: Paramount

Tower Heist - Trailer zur Actionkomödie mit Ben Stiller u. a.

von Elisabeth Maurer, am 31.7.11

Am 3. November startet die Actionkomödie Tower Heist weltweit. Der von Brett Ratner inszenierte Film vereint eine ganze Reihe namhafter Schauspieler, besonders aus dem Komödienfach: Ben Stiller, Eddie Murphy, Matthew Broderick, Téa Leoni, Casey Affleck, Alan Alda, Gabourey Sidibe und andere. In Tower Heist werden die Angestellten eines reichen Geschäftsmanns von diesem um ihr Erspartes gebracht und fassen daher den Plan, das Hochsicherheits-Luxushochhaus des Ausbeuters auszurauben.

Hier könnt Ihr den ersten Trailer sehen:


Quelle: Firstshowing
Bildcopyright: Universal

TV-Tipps vom 1.8. bis zum 7.8.

von Isabelle Bastian, am 31.7.11

© kinowelt
Montag, 1. August

Vogelfrei (F 85)
R: Agnès Varda  | D: Sandrine Bonnaire , Macha Méril
Drama
ARTE, 20:15 Uhr

Die Erben der 36 Kammern der Shaolin (HK 85)
R: Chia-Liang Liu  | D: Hou Hsiao , Chia Hui Liu
Martial Arts
TELE 5, 22:05 Uhr

Lucia und der Sex (S/F 01)
R: Julio Medem  | D: Paz Vega , Tristán Ulloa
Drama
SWR, 23:15 Uhr

Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft (GB 71)
R: Ian MacNaughton  | D: John Cleese , Michael Palin
Episoden-Komödie
HR, 23:19 Uhr
Zusammenstellung der besten Sketche der 1. und 2. Staffel des "Flying Circus".

Schmeiß die Mama aus dem Zug! (USA 87)
R: Danny DeVito  | D: Danny DeVito , Billy Crystal
Krimi-Komödie
NDR, 23:30 Uhr

Die Fremde in mir (D 08)
R: Emily Atef  | D: Susanne Wolff , Johann von Bülow
Drama
ZDF, 0:00 Uhr

Hochzeit auf italienisch (IT/F 64)
R: Vittorio De Sica  | D: Sophia Loren , Marcello Mastroianni
Komödie
ARD, 1:05 Uhr

Palermo Shooting (D/IT/F 08)
R: Wim Wenders  | D: Campino , Giovanna Mezzogiorno
Drama
ARTE, 3:00 Uhr


Dienstag, 2. August

James Bond 007: Goldfinger (GB 64)
R: Guy Hamilton  | D: Sean Connery , Gert Fröbe
Agenten-Thriller
BR, 22:00 Uhr
Mit Honor Blackman als Bond-Girl mit dem wahrscheinlich schönsten Namen: Pussy Galore.

Spiegelbild im goldenen Auge (USA 67)
R: John Huston  | D: Elizabeth Taylor , Marlon Brando
Drama
ZDF kultur, 22:00 Uhr

Gefährliche Liebschaften (USA/GB 88)
R: Stephen Frears  | D: Glenn Close , John Malkovich
Historien-Drama
SWR, 22:30 Uhr

Female Agents - Les Femmes de l'Ombre (F 08)
R: Jean-Paul Salomé  | D: Sophie Marceau , Julie Depardieu
Kriegs-Drama
WDR, 23:15 Uhr

Ein Jahr in der Hölle (AUS/USA 82)
R: Peter Weir  | D: Mel Gibson , Sigourney Weaver
Kriegs-Drama
ARD, 0:35 Uhr
Linda Hunt gewann für ihre Darstellung des Jungen Billy Kwan den Oscar für die Beste Nebendarstellerin, und wurde so die erste Schauspielerin, die einen Oscar dafür bekam, eine Person des anderen Geschlechts zu spielen (gender-crossing Filme nicht eingeschlossen).

Jaffa (F/ISR/D 09)
R: Keren Yedaya  | D: Dana Ivgy , Moni Moshonov
Drama
ARTE, 1:50 Uhr

Spion im Orientexpress (USA 43)
R: Raoul Walsh  | D: George Raft , Brenda Marshall
Agenten-Krimi
3SAT, 3:20 Uhr


Mittwoch, 3. August

Am Mississippi (D 10)
Reise-Doku
ARTE, 19:30 Uhr
In der letzten Folge der Reise-Doku wird u.a. Graceland besucht und die Kleinstadt Hannibal, in der Mark Twain aufwuchs.

Mein liebster Feind - Klaus Kinski (D 99)
R: Werner Herzog  | D: Werner Herzog , Klaus Kinski
Doku
ZDF kultur, 20:15 Uhr

Thirteen Days (USA 00)
R: Roger Donaldson  | D: Kevin Costner , Bruce Greenwood
Polit-Drama
KABEL EINS, 20:15 Uhr

Keep Surfing (D 09)
R: Bjoern Richie Lob  | D: Dieter Deventer , Steffen Dittrich
Sport-Doku
BR, 20:15 Uhr
Die Doku über die "Fluss-Surfer" mitten in München gewann den Publikumspreis beim Filmfest München 2009.

Prinzessinnen der Straße - Princesas (SP/F 05)
R: Fernando León de Aranoa  | D: Candela Peña , Micaela Nevárez
Drama
ARTE, 22:50 Uhr

Der Mann aus San Fernando (USA 78)
R: James Fargo  | D: Clint Eastwood , Sondra Locke
Action-Komödie
SWR, 23:00 Uhr

Breakdown (USA 97)
R: Jonathan Mostow  | D: Kurt Russell , J.T. Walsh
Action-Thriller
KABEL EINS, 23:05 Uhr

BackBeat - Die Wahrheit über die Beatles (GB 93)
R: Iain Softley  | D: Stephen Dorff , Sheryl Lee
Musik-Drama
BR, 23:35 Uhr
Film über die Anfangszeit der Beatles in Hamburg. Im Mittelpunkt steht der erste Beatles-Bassist Stuart Sutcliffe und seine Beziehung zur deutschen Fotografin Astrid Kirchherr.

Ein Amerikaner in Paris (USA 1951)
R: Vincente Minnelli  | D: Gene Kelly , Leslie Caron
Musical
ARD, 0:20 Uhr
Abschluss der Vincente Minnelli-Reihe.

Der gelbe Strom (USA 61)
R: William A. Wellman  | D: John Wayne , Lauren Bacall
Abenteuer
HR, 1:00 Uhr


Donnerstag, 4. August

Mission: Impossible 3 (USA 06)
R: J.J. Abrams  | D: Tom Cruise , Michelle Monaghan
Action-Thriller
SAT.1, 20:!5 Uhr

Ein gutes Jahr (USA 06)
R: Ridley Scott  | D: Russell Crowe , Abbie Cornish
Romantik-Komödie
VOX, 20:15 Uhr

Jerichow (D 08)
R: Christian Petzold  | D: Benno Fürmann , Nina Hoss
Drama
ARD, 22:45 Uhr

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte (USA 09)
R: Michael Moore  | D: Michael Moore , Thora Birch
Doku
ZDF, 23:00 Uhr

Auge in Auge - Eine deutsche Filmgeschichte (D 08)
R: Michael Althen , Hans Helmut Prinzler  | D: Michael Ballhaus , Doris Dörrie
Doku
WDR, 23:15 Uhr
Deutsche Filmschaffende wie Wim Wenders, Andreas Dresen, Wolfgang Kohlhaase etc. stellen ihre liebsten deutschen Filme vor. Filmkritiker Michael Althen verstarb leider dieses Frühjahr, er wurde nur 48 Jahre alt.

Mitternachtsspitzen (USA 60)
R: David Miller  | D: Doris Day , Rex Harrison
Psycho-Thriller
ARD, 0:40 Uhr


Freitag, 5. August

Tänzer vom Broadway (USA 49)
R: Charles Walters  | D: Fred Astaire , Ginger Rogers
Musical
RBB, 14:15 Uhr

Red Eye - Nachtflug in den Tod (USA 05)
R: Wes Craven  | D: Rachel McAdams , Cillian Murphy
Thriller
PRO 7, 20:15 Uhr

Rhythmus im Blut - There's No Business Like Show Business (USA 54)
R: Walter Lang  | D: Ethel Merman , Marilyn Monroe
Drama
DAS VIERTE, 20:15 Uhr

Flightplan (USA 05)
R: Robert Schwentke  | D: Jodie Foster , Peter Sarsgaard
Thriller
PRO 7, 21:45 Uhr

Hiroshima (D/GB 05)
R: Paul Wilmshurst  | D: John Hurt , Noboru Akima
Doku-Drama
PHOENIX, 22:05 Uhr

Caramel (F/LIBA 07)
R: Nadine Labaki  | D: Nadine Labaki , Joanna Moukarzel
Romantik-Komödie
3SAT, 22:25 Uhr
Läuft einen Tag später um 21:45 Uhr auch im BR.

Alle Anderen (D 09)
R: Maren Ade  | D: Birgit Minichmayr , Lars Eidinger
Drama
EINS festival. 22:40 Uhr

Katzenmenschen (USA 82)
R: Paul Schrader  | D: Nastassja Kinski , Malcolm McDowell
Horror
ARD, 1:00 Uhr
Remake des Klassikers von Jacques Tourneur aus dem Jahr 1942.

Nell (USA 94)
R: Michael Apted  | D: Jodie Foster , Liam Neeson
Drama
KABEL EINS, 3:35 Uhr

Shakespeare in Love (USA/GB 98)
R: John Madden  | D: Gwyneth Paltrow , Joseph Fiennes
Liebes-Komödie
VOX, 5:00 Uhr


Samstag, 6. August

Die Herbstzeitlosen (CH 06)
R: Bettina Oberli  | D: Stephanie Glaser , Annemarie Düringer
Komödie
BR, 20:15 Uhr

Lebe und denke nicht an morgen - Kal Ho Naa Ho (IND 03)
R: Nikhil Advani  | D: Preity Zinta , Shah Rukh Khan
Tragikomödie
RTL II, 20:15 Uhr

Caramel (F/LIBA 07)
R: Nadine Labaki  | D: Nadine Labaki , Joanna Moukarzel
Romantik-Komödie
BR, 21:45 Uhr
Am Freitag auch auf 3SAT zu sehen.

Berlin Calling (D 08)
R: Hannes Stöhr  | D: Paul Kalkbrenner , Rita Lengyel
Musik-Drama
EINS festival, 21:45 Uhr

Total Recall (USA 90)
R: Paul Verhoeven  | D: Arnold Schwarzenegger , Sharon Stone
Sci-Fi Action
ARD, 22:35 Uhr

Min Dit - Die Kinder von Diyarbakir (TÜR/D 09)
R: Miraz Bezar  | D: Senay Orak , Muhammed Al
Drama
WDR, 23:10 Uhr
Mit zahlreichen Preisen auf Festivals ausgezeichnet worden. Die zehnjährige Gülistan und ihr Bruder müssen mit ansehen, wie ihre Eltern von Paramilitärs erschossen werden und leben fortan auf der Straße. Eines Tages erkennt das Mädchen einen der Täter in Diyarbakir wieder...

Offside (IRAN 05)
R: Jafar Panahi  | D: Sima Mobarak-Shahi , Shayesteh Irani
Komödie
BR, 23:15 Uhr

Full Metal Village (D 06)
R: Sung Hyung Cho  | D: Uwe Trede , Lore Trede
Musik-Doku
ZDF kultur, 0:00 Uhr

Der Teufelshauptmann - She Wore a Yellow Ribbon (USA 49)
R: John Ford  | D: John Wayne , Joanne Dru
Western
SWR, 0:05 Uhr

Das Dorf der Verdammten (USA 95)
R: John Carpenter  | D: Christopher Reeve , Kirstie Alley
Sci-Fi Horror
RTL II, 0:05 Uhr

Die neunte Kompanie (FIN/RUS/UKR 05)
R: Fyodor Bondarchuk  | D: Artur Smolyaninov , Aleksey Chadov
Kriegs-Drama
ARD, 0:30 Uhr
In Russland einer der erfolgreichsten Filme überhaupt.

Water - Der Fluss des Lebens (IND/KAN 05)
R: Deepa Mehta  | D: Lisa Ray , John Abraham
Drama
BR, 0:40 Uhr

Mata Hari (USA 31)
R: George Fitzmaurice  | D: Greta Garbo , Ramon Novarro
Spionage-Drama
MDR, 0:40 Uhr

Todesmelodie (IT 71)
R: Sergio Leone  | D: Rod Steiger , James Coburn
Italo-Western
ARD, 2:45 Uhr

El Perdido (USA 61)
R: Robert Aldrich  | D: Rock Hudson , Kirk Douglas
Western
ZDF, 3:10 Uhr

Die Abenteuer des Sherlock Holmes (USA 39)
R: Alfred L. Werker  | D: Basil Rathbone , Nigel Bruce
Krimi
3SAT, 3:30 Uhr


Sonntag, 7. August

Meine Braut, ihr Vater und ich (USA 00)
R: Jay Roach  | D: Ben Stiller , Robert De Niro
Komödie
SAT. 1, 16:00 Uhr

Woodstock (D 09)
Musik-Doku
3SAT, 18:45 Uhr
Thementag "Spirit of the Sixties" auf 3SAT. Die Doku zeigt, wie das legendäre Musik-Festival im Jahr 1969 entstand.

Nur meiner Frau zuliebe (USA 48)
R: H.C. Potter  | D: Cary Grant , Myrna Loy
Komödie
DAS VIERTE, 20:15 Uhr

Spider-Man 3 (USA 07)
R: Sam Raimi  | D: Tobey Maguire , Kirsten Dunst
Comic-Action
PRO 7, 20:15 Uhr

Die Stunde der Komödianten (USA 67)
R: Peter Glenville  | D: Richard Burton , Elizabeth Taylor
Drama
ARTE, 20:15 Uhr

Pretty Woman (USA 90)
R: Garry Marshall  | D: Richard Gere , Julia Roberts
Romantic Comedy
RTL, 20:15 Uhr

Die Reifeprüfung (USA 67)
R: Mike Nichols  | D: Dustin Hoffman , Anne Bancroft
Drama
3SAT, 20:15 Uhr

Sherlock: Das große Spiel (GB 10)
R: Paul McGuigan  | D: Benedict Cumberbatch , Martin Freeman
Krimi-Reihe
ARD, 21:45 Uhr
Vorerst die letzte Folge der erfolgreichen BBC-Serie.

Der Swimmingpool (F/IT 69)
R: Jacques Deray  | D: Alain Delon , Romy Schneider
Thriller
3SAT, 22:00 Uhr

Wild at Heart (USA 90)
R: David Lynch  | D: Nicolas Cage , Laura Dern
Roadmovie
ZDF neo, 22:25 Uhr

Ein Fall für Harper (USA 66)
R: Jack Smight  | D: Paul Newman , Lauren Bacall
Krimi
BR, 23:45 Uhr

Fahrenheit 451 (GB 66)
R: François Truffaut  | D: Oskar Werner , Julie Christie
Science-Fiction-Thriller
3SAT, 23:50 Uhr

La zona - Betreten verboten (SP/MEX 07)
R:  Rodrigo Plá  | D: Daniel Giménez Cacho , Daniel Tovar
Drama
ARD, 0:05 Uhr

Anvil - Die Geschichte einer Freundschaft (USA 08)
R: Sacha Gervasi  | D: Robb Reiner , Steve 'Lips' Kudlow
Musik-Doku
WDR, 0:15 Uhr
Doku über die kanadische Speed-Metal-Band "Anvil", die seit 25 Jahren um die Welt tourt.

Accatone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß (IT 61)
R: Pier Paolo Pasolini  | D: Franco Citti , Franca Pasut
Drama
3SAT, 1:40 Uhr

Stirb Langsam 5 - erste Plotdetails

von Elisabeth Maurer, am 30.7.11

Copyright: Caroline Bonarde
Schon seit einiger Zeit steht eine Fortsetzung der Stirb Langsam-Filmreihe im Raum, deren letzer Teil 2007 erfolgreich in den Kinos lief. Auch im fünften Teil soll Bruce Willis wieder in die Rolle des Polizisten John McClane schlüpfen. Allerdings hält das Drehbuch von Actionspezialist Skip Woods (Passwort Swordfish, Wolverine, Das A-Team) auch einige Veränderungen bereit. So soll McClane dieses Mal seine Heimat verlassen und sich die Handlung größtenteils in Russland abspielen. Mehr noch, der Held wird dabei von seinem eigenen Sohn unterstützt. Wer diesen verkörpert steht derzeit ebenso offen wie die Frage, wer Regie führen wird. Zu hoffen ist, dass die Einführung des Sohnes als Begleiter nicht nur als Schachzug zum Einstieg in eine mögliche Spin Off Filmserie nach Willis Ausscheiden verstanden werden muss. Im vierten Indiana Jones hat das Publikum leider erleben müssen wie sehr das der Spannung der Geschichte schaden kann.

The Ides of March: Erster Trailer zu neuem Clooney-Film veröffentlicht

von Robin Mohrmann, am 30.7.11

Regisseur, Produzent und Schauspieler George Clooney kehrt zurück auf die internationalen Kinoleinwände. Am 22. Dezember soll sein neuer Politthriller The Ides of March, in dem Clooney einen zwielichtigen Präsidentschaftskandidaten in den USA spielt in den deutschen Kinos starten. Während der Film in Amerika bereits am 07. Oktober erscheinen wird, müssen sich die deutschen Zuschauer wie sooft noch etwas gedulden. An der Seite von George Clooney spielt Ryan Gosling eine weitere Hauptrolle als Clooneys Pressesprecher. In der weiteren Besetzung spielen Marisa Tomei (The Wrestler), Philip Seymour Hoffman (Tödliche Entscheidung), Evan Rachel Wood (The Missing), Paul Giamatti (The Illusionist), Jeffrey Wright (Source Code) und Max Minghella (Social Network) mit.



Die Handlung des Films dreht sich dabei wie bereits erwähnt um den nach außen hin sympathischen und gut gewillten Präsidentschaftskandidaten Mike Morris (George Clooney), der auf seiner Tour durch die USA für seine Wähler den weißen Barack Obama mimt. Hinter verschlossener Türe ist Morris allerdings keineswegs die unbefleckte Persönlichkeit für die er sich in der Öffentlichkeit ausgibt. Als sein Pressesprecher Stephen Myers (Ryan Gosling) hinter einen Skandal kommt, in den sein Chef involviert ist, steht dieser vor einer schweren Entscheidung: Sollte er seine Kenntnisse lieber für sich behalten und weiterhin eine große Karriere im Weißen Haus anstreben oder sollte er ihren Wählern und der gesamten Öffentlichkeit besser die Wahrheit über ihren favorisierten Präsidentschaftskandidaten mitteilen, womit er nicht nur dessen Karriere sondern auch seiner eigenen schaden würde? Eine moralische Hetzjagd, die dem Zuschauer das wahre, korrupte Geschehen hinter den Kulissen des Wahlkampfes zeigt beginnt...

Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier bereits den ersten Trailer des Politthrillers The Ides of March von und mit George Clooney:



Foto: Sony Pictures

Venedig 2011 – Das Line-up steht

von Cassandra Heinrich, am 30.7.11

Copyright: Luca Conti
Es wurde endlich bekannt gegeben, welche Filme auf der Biennale 2011 laufen werden. Insgesamt wurden 43 Filme angekündigt, davon treten 21 im Wettstreit um die Löwen an, die anderen 22 werden out-of-competition gezeigt, unter letzteren befinden sich 5 Kurzfilme.

Der US-Film The Ides of March von George Clooney stand schon länger als Einstiegsfilm der Competition fest und wurde daher auch schon bei NEGATIV vorgestellt (hier). Clooney selbst spielt darin die Rolle eines Präsidentschaftskandidaten, dessen idealistischer Pressesprecher bekommt unerwarteterweise Einblicke in die schmutzige politische Praxis an der US-Führungsspitze. Mittlerweile ist hierzu auch der erste Trailer erschienen, den ihr am Ende des Textes findet.

Insgesamt sind die Vereinigten Staaten mit vier weiteren Teilnehmerwerken am häufigsten im Wettbewerb vertreten. Diese sind The Last Day on Earth in dem Abel Ferrara einfängt, was wohl passieren würde, wenn Jeder wüsste, dass und wann die Welt untergeht, Killer Joe von William Friedkin, in dem ein junger Mann einen Killer anheuert, um an eine Versicherungspolice zu kommen, die dann unerwarteterweise nicht auf ihn ausgeschrieben ist (weitere Infos hier; Trailer unten), Dark Horse von Todd Solondz, der die Schwierigkeiten beim Entstehen einer Liebesbeziehung zwischen zwei komplizierten mit-Dreißigern festhält, und Texas Killing Fields von Ami Canaan Mann, ein Kriminalfilm. Aufgrund der Menge der US-Werke, welche allgemein in Venedig vertreten sein werden, sah der künstlerische Leiter der Biennale Marco Mueller sich bereits gezwungen dies zu rechtfertigen."These are kinds of non-mainstream films that need the Venice Film Festival", dokumentiert Eric J. Lyman vom HollywoodReporter.

Nach den USA sind die italienischen Filme mit vier Beiträgen am häufigsten bei der Biennale vertreten. Besonders Interessant ist dabei bisher vor allem der Thriller Tinker, Tailor, Soldier, Spy von Tomas Alfredson über den Negativ bereits berichtet hat (hier; Trailer am Ende). In den Tagen des kalten Krieges hat sich ein Spion im britischen Geheimdienst eingeschlichen, den es nun schnellstmöglich auszuschalten gilt. Weitere italienische Filme sind Quando la Notte von Cristina Comencini, Terraferma von Emanuele Crialese und L'Ultimo Terrestre von Giampaolo Lomi (aka Gipi).

Aus dem Vereinigten Königreich stammen zwei der antretenden Filme. Der eine ist Wuthering Heights von Andrea Arnold, eine Verfilmung der gleichnamigen klassischen Novelle Emily Brontes, in der es um einen Jungen aus armen Verhältnissen geht, der von einer reichen Familie aufgenommen wird und dort eine sehr intensive Beziehung zu einer der Töchter der Familie aufbaut. Der zweite britische Film ist Shame, ein Drama von Steve McQueen, in dem die Handlung dem mit-dreißiger Brandon und seinen unzähligen sexuellen Eskapaden folgt, der mit seiner unberechenbaren kleinen Schwester konfrontiert wird.

Aus Russland nimmt der Film Faust von Aleksander Sokurov teil, eine erneute filmische Interpretation von Goethes Faust, in dem ein junger Mann dem Teufel seine Seele verkauft. Aus Griechenland kommt Alps von Yorgos Lamthimos und aus Frankreich stammt A Burning Hot Summer von Philippe Garrel. Weiterhin werden drei asiatische Filme am Start sein: Aus Japan die Manga-Verfilmung Himizu unter der Regie von Sion Sono, in dem der Schüler Sumida, versucht seinen Lebensweg zu finden, nachdem ihm seine Eltern verlassen haben. Vorgestellt wurde das Projekt bereits hier. Aus Taiwan kommt das historische Drama Seediq Bale (übersetzt: Ein echter Mensch) von Wei Desheng, es spielt in der Zeit der Besetzung Taiwans durch Japan, in der die japanischen Besetzer den Taiwanern den Großteil ihrer Kultur verboten. Aus China/Hong-Kong stammt das Drama A Simple Life (auch bekannt als Sister Peach) von Ann Hui, das auf einer wahren Geschichte beruht, in der es um die Beziehung eines jungen Familienoberhauptes einer großen Familie und deren Angestellter, die ihn aufgezogen hat, geht.

Zu guter Letzt fehlen in dieser Aufzählung noch die vier internationalen Gemeinschaftsproduktionen. Deutschland war an allen vier dieser Produktionen beteiligt. Zwei dieser Filme wurden auf Negativ bereits vorgestellt, und zwar A Dangerous Method (Deutschland, Kanada) von Regisseur David Cronenberg (hier) und Carnage (Frankreich, Deutschland, Spanien, Polen) von Roman Polanski (hier). Der Film Carnage beruht auf dem Theaterstück und auf der Serie The God of Carnage, in der es um zwei Elternpaare geht, die sich nach dem Streit ihrer Kinder treffen. Während dieses Treffens eskaliert die Situation immer weiter und es wird immer mehr unschönes zu Tage gefördert. A Dangerous Method beruht ebenfalls auf einem Theaterstück, durch das der Zuschauer zu den Anfängen der Psychoanalyse zurückversetzt wird. Die Beziehung zwischen Sigmund Freund und Carl Jung wird inszeniert, die sich im Laufe des Film wegen dem Fall einer jungen Patienten zerstreiten. Weitere internationale Co-Produktionen sind Chicken With Plums (Frankreich, Belgien, Deutschland) von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud und The Exchange (Israel, Deutschland) von Eran Kolirin.

Out of Competition werden 17 Hauptfilme und 5 Kurzfilme laufen. Eröffnen wird diese Sparte einer der insgesamt sechs international Co-produzierten Filme, die Dokumentation ¡Vivan las Antipodas! (Deutschland, Argentinien, Niederlande, Chile, Russland) von Victor Kossakovsky. Ein weiterer Film an dem Deutschland beteiligt war, ist Alois Nebel (Tschechische Republik, Deutschland) von Tomas Lunak, eine Comicbuch-Verfilmung in der ein Zugbegleiter auf einen mysteriösen Fremden trifft und sich plötzlich in einen Mordfall verwickelt sieht. Aus Kanada und Irland stammt The Moth Diaries von Mary Harron, die Filmversion des gleichnamigen Buches. Ein Horrorfilm vor der Kulisse eines Elite-Internats, in dem seltsame Dinge geschehen, weswegen die Protagonistin anfängt zu vermuten, dass ihre Zimmergenossin ein Vampir ist. Regisseurin Chantal Akerman präsentiert La folie Almayer (Belgien, Frankreich). Kike Maillo präsentiert den Film Eva (Spanien, Frankreich), ein Fantasy-Drama über ein schüchternes Genie, welches für seine frühere Universität Roboter-Software programmiert. Der sechste und letzte internationale Film ist Giochi d'estate (Schweiz, Italien) vom Regisseur Rolando Colla.

Weitere Filme kommen aus Ägypten, Tahrir 2011 von Tamer Ezzat, Ahmad Abdalla, Ayten Amin und Amr Salama, aus Belgien, La Desintegration von Philippe Faucon, aus Frankreich La Cle des Chanps von Claude Nuridsany und Marie Perennou und aus Japan kommt Tormented (The Rabbit Horror 3D), ein Horrorfilm von Takashi Shimizu den wir euch schon auf Negativ vorgestellt haben (hier). In Tormented passieren in einer Familie äußerst gruselige Dinge, seitdem der jüngste Sohn einen Hasen mit einem Stein erschlagen hat. Aus China/Hongkong kommt mit The Sorcerer and the White Snake die Verfilmung einer alten Volkslegende durch Regisseur Ching Siu-tung. Die Legende der weißen Schlange erzählt von einer verbotenen Liebesgeschichte zwischen dem uralten Geist der weißen Schlange, die menschliche Gestalt angenommen hat, und einem jungen Mann. Madonna wird mit W.E (England) den zweiten Film präsentieren, bei dem sie hinter der Kamera stand. Im Film werden in einem romantischen Drama zwei Handlungsstränge verfolgt, einerseits wird die Liebesgeschichte zwischen King Edward VIII und der geschiedenen Wallis Simpson gezeigt, und andererseits inszeniert Madonna zeitgleich die Liebesbeziehung einer verheirateten Frau mit einem russischen Wachmann. Aus Italien stammen in dieser Sektion gleich zwei Filme: Il Villaggio Di Cartone von Regisseur Ermanno Olmi und Scossa von Francesco Maselli, Carlo Lizzani, Ugo Gregoretti und Nino Russo. Die USA sind als Herkunftsland wie bei den Wettbewerbsfilmen auch hier mit drei Filmen am häufigsten vertreten. Al Pacino präsentiert als Regisseur seinen Film Wilde Salome, eine Re-Interpretation von Oscar Wildes Bühnenstück Salome. Salome spielt zur Zeit der römischen Besatzung Palästinas, während der Handlung treffen Politik, Religion, Gewalt und Sexualität rund um die Hauptperson, die schöne Salome, aufeinander. Der zweite Film aus den Vereinigten Staaten ist Steven Sonderberghs Contagion, der bereits bei uns vorgestellt wurde (hier). Im Film greift eine Epidemie um sich, die Handlung zeigt die Angst eines Vaters, der bereits seine Frau verloren hat, vor einer Krankheit gegen die es kein Heilmittel gibt.

Die Biennale beginnt mit einem US-Film und endet mit einem. Damsels in Distress ist ein Film des Regisseurs Whit Stillman, den wir euch ebenfalls bereits vorgestellt haben (hier). Die Story dreht sich um drei hübsche Studentinnen, die den schmuddeligen Alltag an einer amerikanischen Universität satt haben und sich daher in den Kopf setzen, das Leben an dieser Uni zu verändern.

Zwischendurch werden noch fünf Kurzfilme laufen: Aus Italien Marco Bellocchio, Venezia 2011 von Pietro Marcello und La Meditazione di Hayez von Mario Martone. Aus Syrien kommen unter der Regie von Collective Abounabbara die Filme The End und Vanguard und aus den Vereinigten Staaten kommt Evolution von Marco Brambilla.

Neben der hohen Präsenz von US-amerikanischen Filmen, fällt als Besonderheit der diesjährigen Biennale auf, dass alle Filme die Out-of-Competition gezeigt werden, Weltpremieren sind. Die Regel im Lido lautet lediglich, dass alle teilnehmenden Filme entweder Premieren sein müssen oder zumindest nicht über die Landesgrenzen ihrer Entstehungsländer bekannt geworden sein dürfen. Das alle Filme einer Sektion Premieren sind, kommt das erste mal in der Zeitspanne seit dem zweiten Weltkrieg vor.

Hier nun zum Abschluss die bisher verfügbaren Trailer:

The Ides of March


Killer Joe


Tinker, Tailor, Soldier, Spy


A Dangerous Method


Tormented


Contagion

Text: Negativ / Quellen: TheHollywoodReporter, Variety, ScreenDaily

 

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