Peter Greenaway plant Adaption von Der Tod in Venedig


Peter Greenaway plant eine Verfilmung von Der Tod in Venedig von Thomas Mann.

Lange Zeit war es eher still um den britischen Filmemacher Peter Greenaway (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber, Der Kontrakt des Zeichners). Denn nach Nightwatching (2007), einem Film über Rembrandt, beschäftigte er sich mehr mit Videokunst.

Jetzt meldet er sich zurück und plant eine neue Spielfilmfassung von Tod in Venedig, einer Novelle von Thomas Mann. Der Titel des Films lautet Food For Love und Jeremy Zimmermann wird in der Hauptrolle zu sehen sein. Die Dreharbeiten finden teilweise in Venedig statt und beginnen im November. Doch dabei bleibt es nicht: Auf dem Internationalen Filmfestival in Cannes wird Greenaway noch ein neues Projekt vorstellen: Goltzius and the Pelican Company. Darin geht es um den holländischen Buchdrucker und Graveur Hendrik Goltzius im 16. Jahrhundert. Goltzius bringt eine Druckerei dazu, den Druck seiner Werke zu bezahlen und nutzt sie schamlos aus.

Peter Greenaway vertritt schon länger eine kontroverse Position gegenüber dem Medium Film. Er vertritt die These, dass das Format Film in der heutigen Form aussterben wird, da es sich nicht weiterentwickele. Vor allem kritisiert er, dass sich die Filmsprache mehrheitlich Grundsätzen von Texten bediene. Einzelne Bilder verstehe man als Zeichen, die zusammengesetzt Wörter, Texte und schlussendlich Geschichten ergeben. Greenaways Anspruch ist es, die konventionellen Formen der Filmsprache aufzubrechen, er orientiert sich zum Beispiel an der bildenen Kunst bei der Erschaffung seiner Werke.

Bild: Penello

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