Viola Davis, die für The Help (Octavia Spencer, Emma Stone) Nominierungen für den Academy Award, Golden Globe und Oscar errungen hatte, soll nun die Menschenrechtlerin Barbara Jordan verkörpern.
Der Film über die afroamerikanische Politikerin wird auf Mary Beth Rogers Biografie Barbara Jordan: American Hero basieren. Regie soll Paris Barclay führen, der sich als Fernsehregisseur und -produzent (u.a. Law & Order, Glee, Smash) einen Namen gemacht hat. Davis’ Ehemann Julius Tennon, Shelly Glasser und Diane Nabatoff, werden als Produzenten vermutet.
Barbara Jordan setzte sich während des Civil Rights Movement in den 1960 und 70er Jahren als Politikerin der Demokratischen Partei für Bürger- und Freiheitsrechte ein. Als erste afroamerikanische Frau wurde sie 1967 in den Senat von Texas gewählt, 1972 zog sie als Vertreterin des Staates Texas in das U.S.-Repräsentantenhaus ein. Landesweit bekannt wurde Jordan, als sie eine einflussreiche Rede während der Watergate-Affäre gegen Richard Nixon hielt, die auch im Fernsehen übertragen wurde. Ihre Hingabe und Ideale und nicht zuletzt ihre markante, laute Art zu sprechen brachten ihr viele Anhänger ein. 1979 zog sie sich aus der Politik zurück und unterrichtete Jura an der University of Texas in Austin. Präsident Clinton verlieh ihr 1994 die Presidential Medal of Freedom.
Jordan hielt ihr Privatleben stets unter Verschluss. Nicht einmal engste Freunde wussten, gegen welche Krankheit sie fast zwanzig Jahre lang kämpfte. 1996 erlag sie der Multiplen Sklerose im Alter von 59 Jahren.
Viola Davis wird bereits als Anwärterin für einen Oskar gehandelt. »Wir hoffen, dieser Film wird der Welt Violas Fähigkeiten vor Augen führen. Die Leute haben noch nicht alles gesehen, zu was sie im Stande ist, und diese Rolle ist so kraftvoll«, sagte Barclay über sie.
Quelle: Variety.com
Foto: flickr/ canburak


