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| Mel Blanc (1976)/Foto: Chowbok |
Der Regisseur Lawrence Shapiro hat den Dokumentarfilm I know that Voice gedreht, in dem er verschiedene Synchronsprecher von Zeichentrickfiguren für Kinder bis hin zu Videogames- und Spielfilmgestalten interviewt hat, um deren Leidenschaft für Klangmodulation darzustellen.
Es scheint zur Normalität zu gehören, wenn beim Klang einer bestimmten Melodie bereits ein bestimmter Film im Kopf schwebt. Wenn ich My Heart will go on von Celine Dion höre, sehe ich schon die verliebten Blicke von Rose und Jack auf der Titanic und bei Whitney Houstons I will always love You, sehe ich die Sängerin in den Armen von ihrem Bodyguard. Auch die Instrumentalmusik zu StarWars oder Herr der Ringe machen Kino-Highlights unvergesslich. Der Soundtrack eines Films macht ihn einzigartig. Doch nicht nur der Klang der Musik ist ein wichtiger Erkennungsfaktor, sondern auch der Klang einer Stimme.
Manchen von uns hat bestimmt ein Elternteil eine Gute Nacht-Geschichte vorgelesen und der Klang der vorlesenden Stimme wurde im Laufe der Zeit so vertraut, dass man einschlafen konnte. Als Kinder haben wir auch die Zeichentrickfiguren im Fernsehen bewundert. Sicher können wir uns an u.a. Bugs Bunnys, Donald Ducks oder Scooby Doos Stimmen erinnern. Nur jetzt wissen wir das, was uns als Kindern nicht bewusst war: Hinter den beliebten Figuren stehen in Wirklichkeit ganz normale Menschen, die sich in die entsprechenden Rollen einfügen, indem sie die Stimmen modulieren. Tatsächlich haben es diese Leute geschafft, sich in die Welt der Videospiele einzunisten und mittlerweile sogar in Spielfilmen mitzuwirken. Am erstaunlichsten ist es jedoch, dass eine Person im Stande ist, verschiedene Klangmöglichkeiten für verschiedene Charaktere zu gestalten. In der Originalversion von Die Simpsons steht gleich ein Mann hinter mehreren Figuren, z.B. Dan Castellanata leiht seine Stimme an Homer Simpson, Grampa, Krusty dem Clown und Barney. Bugs Bunny, Daffy Duck, Tweety und Silvester verbindet auch ein Mann namens Mel Blanc. Sogar wenn wir genau in die Stimmen reinhören würden, könnten wir sie nicht nur einer Person zuordnen, weil sie sich unterschiedlich anhören. Jede Figur hat seinen eigene Klang.
Heutzutage werden die Stimmen auch an Figuren von Video- oder Computergames vergeben, weil sie somit die Spiele lebendiger und somit attraktiver machen. Wenn ein Roboter aus einem Spiel etwas sagt, dann denken wir auch nicht drüber nach, wer sich hinter ihm verbirgt, sondern wir ordnen die Stimme der gesehenen Figur zu. Die Figuren mit den dazugehörigen Stimmklängen nehmen auch in der Filmindustrie zu. Transformers, Avatar – Aufbruch nach Pandora, E.T. sind nur einige Beispiele davon.
Nun könnt Ihr einen Blick in den Trailer zu I know that Voice werfen, der u.a. die Synchronsprecher John Di Maggio, Tara Strong, Kevin Conroy und June Foray zeigt und deren Talent Stimmen zu verstellen einfach zum Schmunzeln bringt. Viel Spaß beim Anschauen:


