Breaking Bad – “Dead Freight” Season 5 Episode 5


There are two kinds of heists. Those that get away with it. And those that leave witnesses. – Mike

Als Hank zu Walt Jr. (Flynn) sagt, er hätte HEAT auf BluRay ausgeliehen, ist das mehr als nur eine Einladung zu einem DVD-Abend bei Schraderbrau und Popcorn. Es ist eine Vorwegnahme des schockierenden Endes, wenn Todd einen Jungen erschießt, der zur falschen Zeit am falschen Ort war. In HEAT gibt es zu Beginn eine ganz ähnliche Heist-Szene, die mit dem nicht notwendigen Tod dreier Sicherheitsmänner endet, weil Gangster McCauley die Hintergründe seines neusten Team-Mitglieds nicht genügend geprüft hat. Und so ohne es zu wissen, einen Psychopathen ins Team gelassen hat.

In HEAT markiert dieser Mord den Anfang vom Ende und auch in Breaking Bad wird sich nach dieser Episode einiges ändern. Gewalt, die an Kindern verübt wird, war in Breaking Bad bisher immer das letzte Tabu. Der kaltblütige Mord an Andreas 11-jährigem Bruder Tomas hat letztendlich zu Gus’ Tod geführt. An diesem Punkt in der Serie wurden die leichten Spannungen zwischen Gus und Walt/Jesse zu wirklichen Problemen. Der Versuch Brock zu vergiften schweißte Walt und Jesse in “Face Off” wieder zusammen, da sich beide gegen das größere Übel namens Gus verbündeten. Der Mord an einem Kind blieb in Jesses Augen das, was Walt von Gus unterscheidet.

You guys thought of everything.

Mit dem kaltblütigen Erschießen des kleinen Jungen stellen sich den Charakteren unweigerlich moralische Fragen, die seit ein paar Folgen in den Hintergrund getreten sind. Die direkten Konsequenzen des eigenen Handelns waren lange nicht mehr so deutlich spürbar wie in “Dead Freight”. Bisher verlief das Meth-Kochen von Walt und seinen Partnern wie in einem Vakuum. Sie kochen direkt unter der Nase der allgemeinen Bevölkerung und erst recht unter der des DEA, sind ungemein effizient und unauffällig. Nur das direkte familiäre Umfeld spürt die Konsequenzen aus ihrem Handeln. Beim Zuschauen hat man oft das Gefühl, als sei die Massenproduktion von Meth so einfach wie das Führen einer kleinen Sparkassenzweigstelle. Dieser Eindruck entsteht auch durch die geringe Figurenanzahl, die alle entstehenden Konflikte vergrößert, aber ab einem gewissen Punkt das Alltägliche verliert. Das Ende von “Dead Freight” markiert den radikalen Einbruch der Realität in Walts Pläne: Die Welt lässt sich nicht wie in einem Reagenzglas kontrollieren, unendliche Variablen können die einmal gemachte Gleichung zerstören und zu purem Chaos führen.

Mit dem Tod gingen Jesse und Walt noch nie so leichtfertig um, wie man es bei Drogendealern erwarten würde. Tony Soprano oder Avon Barksdale bzw. Stringer Bellhaben nie lange gezögert, jemanden, der ihnen im Weg steht, umzubringen. Das Töten gehört zum Spiel dazu. Und auch, wenn man bei Walt und Jesse gewisse Gewöhnungseffekte beim Töten beobachten kann, kennen beide den hohen Preis eines menschlichen Lebens – besonders Jesse tut sich immer noch schwer damit, Töten als Bestandteil seines “Berufs” zu akzeptieren. In “Dead Freight” sucht er nach immer neuen Möglichkeiten, dass Lydia nicht doch ihr Leben lassen muss und hat mit seiner Verzögerungstaktik sogar Erfolg. Es wird spannend zu sehen sein, wie Jesse mit dem Mord an dem unschuldigen Jungen umgehen wird, ob er es akzeptieren kann, dass bei seiner Arbeit Unschuldige als Kollateralschaden angesehen werden. Als moralisches Zentrum aller Figuren wird er sich zwischen seinem Gewissen und seiner Loyalität zu Walt entscheiden müssen. Wie so oft in Breaking Bad sind es nicht greifbaren Veränderungen, vor denen Walt sich fürchten muss, sondern eher die psychologischen, tieferliegenden.

For the man who has everything.

Wie schon in “Live Free or Die” steht in “Dead Freight” ein großer Coup im Zentrum der Folge, ein Coup, der in seiner Vorbereitung und Ausführung in so schwindelerregenden Tempo abgehandelt wird, dass es recht untypisch für die Serie an sich wirkt. Probleme in früheren Staffeln brachten immer wieder neue Teilprobleme mit sich und die Lösung dieser konnte schon beinahe eine halbe Staffel in Anspruch nehmen. Jetzt läuft Vince Gilligan die Zeit davon, in Windeseile muss er den 52. Geburtstag Walts erreichen. Vielleicht liegt es daran, dass viele Szenen in “Dead Freight” so überhastet wirken.

Walts Verhalten wirkt an einigen Stellen überhaupt nicht mehr rational: Warum sollte er in Hanks Büro Fingerabdrücke am Netzwerkstecker hinterlassen? Warum sollte er für lediglich 50 Gallonen sich und seine Crew gefährden? Durch sein Verhalten, seine Kleidung und seine neuhinzugewonnenen Accessoires (Uhr und teures Auto) spielt er beständig mit Feuer. Er fordert das Schicksal heraus und versucht sich aus noch so unmöglichen Situationen mit Hilfe immer trickreicherer Manöver herauszuwinden. Der Mord am Ende der Folge hat auch ihn sichtlich erschreckt. Und einen guten hat McCauley aus Heat auch für Walt:

„Don’t get attached to anything you can’t walk out on in 30 seconds flat if you feel the heat around the corner.“

Kleinigkeiten:

- Die grandiose Szene aus HEAT findet ihr hier.

- Skyler scheint schon wesentlich abgeklärter zu sein als noch in der letzten Folge. Könnte sie versuchen Walt in falscher Sicherheit zu wiegen, um dann irgendwann zuzuschlagen?

- Es war toll, Bill Burr mal wieder zu sehen.

- Walt Jr. nennt sich wieder Flynn. Oder wie Hank ihn nennt: Emo McGee.

  • Heisenberg

    zwei kleine Hinweise von mir:

    - Jesse James wurde nun schon öfters erwähnt. Ich hoffe ihr wisst, von wem Jesse James am Ende betrogen und getötet wurde…

    - die Tarantula dient als Metapher -> Wirkt von außen bedrohlich ist es aber nicht (Jesse), Ganz im Gegenteil zu Walt oder Todd, von außen wirken beide nicht bedrohlich, aber der schein trügt…

  • Bernhard

    Sind Walts Fingerabdrücke registriert, oder warum sollte er sich Gedanken darum machen? Und waren es nicht 1000 Gallonen?

    • altegedanken

      Diese Frage hab ich mir auch gestellt und die Ober-Nerds vom Breaking-Bad-Subreddit haben herausgefunden, dass in New Mexico alle Lehrer mit ihren Fingerabdrücken registriert sind.
      Mit den 50 Gallonen meinte ich eigentlich die Situation, in der ihm noch 50 Gallonen fehlen, die Fahrer schon im Führerhaus sitzen und er trotzdem weitermacht.

  • Heisenberg

    Es waren 1000 Gallon.
    Und bzgl. den Fingerabdrücken würde ich mir keine Gedanken, bis dahin wird sowieso vllt klar sein, wer Heisenberg ist,,

  • Heisenberg

    Man merkt eindeutig wie sehr Walt die Machtsituation liebt, und er begeht Dinge, die er sonst niemals tun würde. Autokauf, teure Uhr, sein Verhalten gegenüber manchen Leuten. Er hat in Staffel 4 unter Gus Fring’s Hand keine Zeit zum Atmen gehabt, er war sozusagen nur der “Hund”…das hat ihn übelst aufgeregt, weil er mit Gus jemanden hatte, der ihm in allen Belangen ebenbürtig war, das hat Walt sehr gestört und an den Rand der Niederlage geführt, des wegen kommt jetzt der Übermut und der Hang zur Arroganz, weil er einfach durch seinen Sieg keinen Gegner mehr sieht, der ihm gefährlich werden könnte. Was sich später rächen wird..

    Selbst als der kleine Junge erschossen wird, sieht man nur von Jesse eine Reaktion. Walt steht da einfach nur rum…also ob Todd ihm die Arbeit abgenommen hat. Sowohl Mike als auch Walter und selbst Jesse haben in dieser Folge klar gemacht, das beim Heist nichts schief gehen darf, inklusive “keiner darf davon etwas wissen”. Todd scheint das etwas ganz ernst genommen zu haben oder es gab von Mike oder Walter noch mal eine besondere Impfung. Wobei anhand des Promos würde ich tippen, dass nur eine Person in Frage kommt. Kann natürlich auch sein, dass Todd einfach auch sich beweisen wollte und zur Gruppe gehören möchte, das könnte Walt gefallen, eine Person die kein Scheu hat, Dinge zu tun, die jedem anderen Probleme bereiten würde.

    Ich bin auch gespannt wie sich die Situation mit Mike entwickeln wird. Mike ist jemand auf den Walt gerne verzichten würde, aber er kann es am Ende dann doch nicht ganz…

    Ich hab übrigends gelesen, dass Vince einen Tipp zur Flash-Forward Szenen gegeben hat, Walt möchte eine Person schützen, des wegen der Kauf der Waffen..

  • Alex

    deine Links funzen bei mir immer nicht, christian.

    fand denn nur ich den heutigen Heist sehr unplausibel und, zitat, “Wie aus einer folge des A-Teams”?

    • http://www.negativ-film.de/ Ciprian David

      ich hoffe, die links repariert zu haben, da schlich ein zusätzliches stück code immer dazu.
      noch die folge schauen, bei gelegenheit, dann bin ich auch up-to-date:)

      • Alex

        multumesc :)

        hier mitzulesen ohne die Folge gesehen zu haben grenzt ja an Masochismus ;)

  • Bunny

    Wo war der Heist unplausibel? Bis auf Situation als der Truck weggeschoben wird vom anderen SUV, fand ich persönlich alles gut inszeniert.

  • Alex

    @06c84ffa713ac58b26c45c5939a4b2c8:disqus Die Tarantula ist auch eine Metapher dafür wie Walt Jr.im House von Marie & Hank gefangen ist ;)

  • Zodiac

    Nein, die Metapher ist bezogen auf alle drei, Walter, Jesse und Todd.
    Bezüglich des Heist. Ich fand da nichts ungewöhnliches. Was sollen denn so unplausibel sein? Das es schnell von der Bühne ging? Die Informationen bezüglich des Zugs und weiterer Details der Cargo bekam die Crew ja von Lydia. Die Ausrüstung ? Vermutlich wird Lydia da wieder geholfen haben, oder unser Chef vom Schrottplatz, da gab es doch mal einen Bagger. Da sehe ich jetzt kein Problem. Gut, man kann über “geschiebe” des Trucks diskutieren, aber im Grunde lief der Heist “sauber” ab, es wurde halt eben nicht alles bis auf Detail erklärt, damit auch der “dümmste” mitbekommt, wie so etwas ablaufen wird.

  • Alex

    @875ae14ec17f2bd92067e2e6d0eb12d6:disqus na bitte….hast zuviel macgyver geschaut dass du das alles für selbstverständlich nimmst? :D

    jeder weiß alles über den Zug…welche Größe die Schrauben haben, so
    dass sie die passenden schraubenschlüssel haben…was man wo zu öffnen
    und zu versiegeln (das richtige siegel ist natürlich bei der Hand) hat. Natürlich
    stoppt der Zug genau da, wo er muss respektive ist die straße genau die
    richtige Zuglänge von dem Brückchen und ergo von dem Tanklastzug mit den Chemikalien entfernt…(wo sie mal eben den Bagger und die 1000 Gallonen Plastikcontainer her haben frag ich gar nicht. Obi/Hagebau?)

    come on…;)

  • Zodiac

    @ Alex

    Die Details über den Zug haben Sie doch von Lydia bekommen. Welche Zugwagons es sein werden. Soweit ich mich erinnere wurden ca. 24 000 Gallons Methylamin mit diesem Zug transportiert. Das bedeutet, es werden einige Zugwagons nötig sein, um diese Menge zu transportieren. Da muss du nicht einen bestimmten Zugwagon dir als Ziel nehmen, du musst nur wissen, ob die Zugwagons mit dem Methylamin ganz vorne oder hinten sein werden und wie viele davon betroffen sind, dann spielt es keine Rolle mehr, welcher Zugwagon unter der Brücke steht. Das mit der Brücke hat halt eben gepasst, sonst hätte man sich etwas anderes suchen müssen, um den Heist durchzuführen. Aber das sollte man nicht so schlimm sehen…

    Und deine Fragen bezüglich Werkzeuge, Bagger und den beiden Plastikcontainer.
    Glaubst du wirklich die haben sich vorher nicht Gedanken darüber gemacht, was nötig ist um den Heist durchzuführen? Plastikcontainer sollten bei Lydia’s Madrigal zu finden sein. Eventuell lässt sich auch von ihr erfahren, was für Werkzeuge nötig sind, um die Zugwagons zu “knacken” oder man macht sich selbst etwas schlau und recherchiert, welche Dinge nötig sind, um so einen Heist durchzuführen.

    Vince G. hat hier verzichtet, jedes Detail dem Zuschauer auf dem Serviertablett zu präsentieren, wahrscheinlich auch weil der Zuschauer selbst etwas “nachdenken” soll oder es Zeitgründen nicht passte. Das sollte man ihm nicht übel nehmen, grade bei Breaking Bad plant mal alles bis aufs kleinste, daher gehe ich auch hiervon aus, dass die Crew sich gut infomiert hat und die Materialien, sei es Bagger oder Werkzeug nicht einfach auf gut Glück ausgesucht hat, sondern aus einem bestimmten Grund..u

  • Klugscheibenkleister

    Wenn Wasser eine höhere Dichte hat als Methylamin und sie das M. von unten abpumpen und gleichzeitig das Wasser von oben auffüllen: na was passiert dann wohl?

  • Alex

    @64517f0344f88931f491354c8dbe693e:disqus
    die eine Sache ist die Ausführung. Die andere Sache ist beispielsweise das naive Verhalten der Zugführer, was jemand anderes treffend zusammengefasst hat:

    “I lived in a house that backed up onto railroad tracks as a kid.
    We (friends and I) regularly went down the hill to the tracks to get up
    to the next neighborhood. The trains stopped regularly right in our
    sweet spot. And EVERY single time the train was stopped, at least one
    member of the staff was walking up and down the entire train looking for
    security threats. (And, probably, impatient kids crawling between train
    cars.)

    That was in the 70s – I don’t buy for a minute that one
    of those guys wouldn’t be AT LEAST looking around the train, if not
    actively patroling it given all that’s happened since then.”

    Oder aber das sie scheinbar gar nichts mitbekommen, weil sie ja so unglaublich abgelenkt werden…

    “Puzzle, too, on how Walt and Co. could know with advance
    certainty at exactly what point as the train approached the crossing
    with the stalled truck the engineers would glance forward and realize
    abruptly they needed to stop the train pronto; if they had started to
    stop it 3 seconds earlier or, say, 5 seconds later, the tanker car would
    have been out of reach of their gear, yes? We might want to gnaw a bit,
    too, on how it is, with the freight engine having been silenced at the
    crossing, the engineers somehow didn’t happen to hear the clanking of
    the tanker metal seals as they were wrenched open and the pump generator
    roaring away, all taking place no more than maybe 400 feet or so behind
    them in a vast silent desert? ”

    Für mich war das die unplausibelste, schnellste Episode. Hier merkt man wie sehr es geskripted ist, es musste so passieren, und zwar möglichst schnell. Früher wurde so ein Heist Mittelpunkt mehrerer Episoden, die Planung, der Ablauf etc. wurden beleuchtet. Jetzt musste es ob der Zeit- /Episodenknappheit schnell über die Bühne gehen – was so rein garnicht zu BB passt.

  • max weber

    leute, ist immer noch ne serie, setzt mal nicht alles auf die goldwaage. fiktion gehört dazu, auch wenn die serie den anspruch inne hat, recht realitätsnah zu sein, so stellt sie doch nicht die realität dar. kommt mal runter, wir wollen auch unterhalten werden. will ja nicht eure illusion zerstören, aber es ist und bleibt eine erfundene serie, in der auch mal ein logikfehler in kauf genommen wird, wenn dadurch die handlung vorangetrieben wird

  • Zodiac

    @ Alex

    Ja, ich geb dir recht, es gab einige Dinge die etwas “leicht” gehalten wurden, aber ich sehe z.B. nicht den Heist als Fokus der Folge, auch wenn Sie als dieser dargestellt wird, daher sehe ich die fehlerhafte Dinge nicht so tragisch. Für mich lag der Fokus eher auf die Crew und das Risiko was Sie eingehen. Walter scheint wirklich keine Grenzen mehr zu kennen und das sieht man hier eindeutig und auch an seinem Kommentar “nothing stops this train”. Er zieht damit alle mit rein.

    Natürlich hätte man den Heist über mehrere Folgen ziehen können, aber ich denke man hat es des wegen nicht gemacht, weil er am Ende nicht den zentralen Punkt einnehmen wird. Der Heist war wieder ein Puzzleteil, ich sehe das Gesamtbild. Daher kann ich verstehen, warum Vince G. den Heist so schnell wie möglich durchhaben wollte. Für den ein oder anderen vllt zu schnell, aber für die Geschichte definitiv vorteilshaft.

    • Alex

      ich finds jetzt auch nicht soo tragisch, als dass ich gleich mit dem BB schauen aufhören würde ;)
      nur ist mir halt dieser Unterschied zur bisherigen Erzählweise aufgefallen. Und der ist nicht wegzudiskutieren. Ich sag ja auch nicht dass man den Heist zwingend in die Länge ziehen muss. Ich denke schon dass du recht hast, zentraler Punkt ist ja eher dass sie mehr Risiko gehen, Leute einweihen, “große” Dinger drehen, und eben dann der Kollateralschaden am Schluss bzw die Todd-Story (Wie sie sich auch immer entwickeln wird)

      • Zodiac

        Genau, deine letzten Sätze stimmen zu 100%. Und bitte nicht vergessen, keine Serie erledigt derzeit einen besseren Job, wenn es darum geht, sehr komplexe Geschichten gut durchdacht umzusetzen. Dass der liebe Zufall hin und wieder vielleicht zu hilfreich ist, gestehe ich ein. Aber Vince G. macht das wett, indem er solche Twists nutzt und sie mit schweren Konsequenzen versieht. An dem Zug-Raub kann man sich stören oder auch nicht – Breaking Bad hat das aber allein durch die Schlussszene der Episode wieder gut gemacht .

  • Flynn

    ich habe das gefühl, dass Cornflakes-Flynn in den nächsten Folgen sich weiter von Walt distanzieren wird und ihn evtl. auch in größere Schwierigkeiten bringt. Walt versucht ihn streng zu bändigen und gibt sich nicht besonders Mühe, die Differenzen zwischen ihm und Skyler seinem Sohn zu erklären. Flynn hat längst aufgehört, seinen Vater zu vergöttern, sondern rebelliert. Auffällig ist es in den letzten Folgen auch, wie dunkel die Wohnung der Whites ist.

    • Zodiac

      Flynn/Walter jr. ist einfach verwirrt. Einige Tage zuvor waren er uns sein Dad total dicke und nun plötzlich wird er rausgekickt. Und das ist nicht das erste Mal das er so behandelt wird. Es könnte wirklich passieren, dass er irgendwie in Schwierigkeiten kommt, die Situation überfordert ihn und während Skyler und Walter mit eigenen Probleme zu kämpfen haben, merken Sie vllt nicht das ihr Sohn bald einen schweren Fehler begehen wird, alles möglich.

  • Martini

    Ganz schlecht für Walts Ego ist ja dass er kochen muss um Mikes Männer zu bezahlen. Eigentlich bezahlt er damit Gus. Das muss zu Konflikten führen.
    Die Ermordung des Jungen ist wie beschrieben ein Wendepunkt. Es könnte Walt ganz evil machen und zum Bruch mit Jesse führen. Eine ganz andere Variante wäre dass er dies zum Anlass nimmt sich gegen Mike zu stellen, und ihn und die neun Männer aus dem Weg zu räumen. Vll zusammen mit Hank, der eingeweiht wird? Hank ist immerhin befördert worden und könnte die DEA entsprechend einsetzen. Es hätte auch Vorteile für Hank: Kein Heisenberg mehr, die wahren Killer geschnappt, die Familie mehr oder weniger in Sicherheit.

    Oh man ist diese Serie gut. Zum ersten Mal im Leben steh ich Montags morgens freiwillig früh auf.

  • Simon Born

    Tolles Recap, wie immer! Eine der wohl gelungsten Breaking Bad-Folgen – obwohl man das wahrscheinlich nach jeder Episode, die man gerade gesehen hat, sagen würde^^

    Der Tod des Jungen markiert auch für den Zuschauer einen mächtigen Wendepunkt, es war nicht nur für Team Walt, vor allem Jesse, ein harter Schlag, sondern gerade auch für ihn. Gerade deswegen, weil die Folge so unterhaltsam, rasant und spannend daherkam – nicht selten hatten wir Folgen, in denen Walt und Jesse vor schier unlösbaren Problemen standen und wir erstaunt beoabchten durften, wie sie diese durch einen genialen Coup aus der Welt schaffen konnten. Auch dieses Mal verfolgt man gebannt den Heist von Anfang bis Ende, ist beeindruckt von dem Einfallsreichtum der beiden und freut sich ebenso mit ihnen über ihr Gelingen (“Yeah, science!”). Es war zwar ein krimineller Stunt, den sie da geliefert haben, aber man war trotzdem auf eren Seite – es hat nicht wirklich jemanden UNSCHULDIGEN verletzt. Die letzten Sekunden der Folge hat alles verändert: Noch nie hat man gesehen, wie jemand bei Walt und Jesses Aktionen jemand direkt zu Schaden kam, der nicht irgendwie mit dem Drogengeschäft zutun hat. Der Zuschauer wird aufs Glatteis geführt, Walt und Jesse als das vorgeführt, was sie sind: Verbrecher. Sie tun Unrecht. Sie sind schon lange auf einem Weg, dem man als Zuschauer nciht mehr folgen kann – Mit einem Schlag wird die gesamte spielerische UNtehraltung aus ihrem Treiben genommnen. Aus Spaß wird Ernst, für den Zuschauer ein böses Erwachen.

    Eine Sache noch: Hat mich gewundert, dass du nicht auf die krassen Western-Bezüge eingegangen bist, die in dieser Folge (mal wieder deutlich wurden). Vor allem die Ur-Standardsituation “Train Robbery” und die Einstellung von Walt mit dem schwarzen Hut des Western-Schurken auf den Schienen. Vielleicht wolltest du nicht so sehr wie Alan Sepinwall klingen?^^

    • altegedanken

      Haha!
      Ich hatte sogar einen ganzen Absatz mit der Überschrift “Great Train Robbery”, hab es dann aber doch nicht reingenommen. Ich hatte mir eher überlegt bald mal einen eigenen Post mit vielen Bildern zu machen und Referenzen bzw. Ähnlichkeiten aufzuzeigen ;)

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