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Stillleben mit CARGO, Uhr und Leslie

Stillleben mit CARGO, Uhr und Leslie

Seit 5 Jahren dürfen wir mittlerweile die CARGO lesen! Vielen Dank an Ekkehard Knörer, Bert Rebhandl und Simon Rothöhler und alle Unterstützer!

CARGO ist – wie wir sicher schon das ein oder andere Mal erwähnt haben – unser Leitmedium in der deutschen Presselandschaft was Film betrifft, weil sie – als einzige deutsche Filmzeitschrift – eine Publikation des 21. Jahrhunderts ist. Weil sie im Bewusstsein darüber entsteht, was wir alle im Internet täglich lesen und wie wir Filme und Serien schauen (können).

Wir haben unsere Freunde und Kollegen gebeten, das aufzuschreiben, was Cargo für sie persönlich ausmacht:

denis

Da man bei jedem Wiederlesen dazu angeregt wird, seine Meinung zu den besprochenen Filmen immer neu zu überprüfen, ist CARGO die einzige Zeitschrift, die ich nach dem Lesen nicht wegwerfe.

Denis Kundiccristi puiu

Besonders gut an CARGO gefällt mir, wie es andere, oft neue Perspektiven auf das zum Glück nicht nur aktuellste Kinogeschen wirft – mir also neue Zugänge zum Kino erschließt. Und wie immer wieder Filmemacher ins Zentrum gerückt werden, die oft nur peripher wahrgenommen werden. Und: es sieht geil aus.

Michael Schleeh

fallout 3 aurora cristi puiu

Cargo hat mir beigebracht, Filme zu finden, das Schreiben noch mehr zu lieben, und, sehr wichtig, die anderen Zeitschriften zu hinterfragen.

Ciprian

hyperrealism

CARGO lässt mich immer wieder von einem jegliche Ablenkung schwarz ausklammernden Gallery Cube träumen. Im Gegensatz zu den tatsächlichen Black Boxes, herrscht hier kein Kommen und Gehen, sondern gerinnt alles in der Dunkelheit zu einer Atmosphäre größter Konzentration. Es ist ein sehr schöner Raum. Neben dem ins tiefe Schwarz projizierten Kino, vermag man immer noch das glühende Herzklopfen der Menschen raushören zu können. Dem lauscht man gerne. Nun schon seit fünf Jahren. Schön.

Sebastian Selig

us serien special

Ich mag die Serienspecials :)!

Christian (Alt)

joseph offenbach

Ich mag, wie in den „Crush“-Absätzen immer auch das Persönliche mit Einzug fand.

Michael
interview cargo carlos reygadas

Von der virtuosen, bei allem diamantenen Scharfsinn auch noch beherzten Filmessayistik der Stamm- wie Gastautoren ganz zu schweigen: „Cargo“ hat in meinen Augen in erster Linie die Kulturtechnik des Interviewens rehabilitiert und mir gezeigt, dass das Gesagte tatsächlich nur so interessant, aufschlussreich und episch ausfällt, wie der Verlauf der Fragen klug und obsessiv ist.

Matthias Wittmann

christoph

Das tollste an Cargo finde ich eigentlich das Orchestrieren so vieler verschiedener Stimmen, die Fülle der Autoren aus den unterschiedlichsten Bereichen und Denkschulen. Auch die Perspektiven der Herausgeber ergänzen sich gut: Ekkehard Knörer vermittelt hin zum theoretischen Diskurs, er ist vielleicht der einzige von den dreien, der so etwas wie eine eigene ästhetische Theorie des Kinos entwirft (als „reinen” Kritiker lese ich ihn am Liebsten). Bert Rebhandl geht viel mehr von Erfahrungen aus, interessiert sich auch für die soziale Dimension des Kinos und schreibt gewissermassen immer auch als Journalist (weshalb seine Interviews und Berichte die besten sind). Simon Rothöler betreibt dagegen so etwas wie ästhetische – und technische – Soziologie, seine Fragestellungen meinen weniger das Kino als „Medienpraxen” jeder Art, ohne Hierarchie (weshalb er oft sehr nah an den Puls der Zeit kommt). Unter den Rubriken schätze ich sehr „Die Brüder Goncourt” und das „Moderne Ereignis”, manchmal das „Starsystem” (nach dem Relaunch scheinen sie vorerst abgeschafft). Kleine Abstriche: Die US-Serie bekommt insgesamt zu viel Raum, finde ich. Auf die Intellektualisierung von Fussball könnte ich gerne verzichten. Manche Beiträge von Gästen ertrinken im akademischen Jargon. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte, bei aller Sympathie für die neuere US-Kritik, die einen festen Platz bei Cargo hat: mehr Neugier auf die (kritische) Perspektive der europäischen Nachbarn. So oder so, Cargo ist auch im fünften Jahr eine erstaunliche Zeitschrift, die den Raum des Kinos anregend erweitert. Ich wünsche ein langes Leben!

Christoph Hochhäuslerlukas

Ich bin cargo sowohl als Leser, der jedes Mal aufs Neue von der Flexibilität des Konzepts überrascht ist, wie auch als Autor, dem sehr viel Vertrauen entgegen gebracht wird, dankbar. Eine Sache, die mir, glaube ich, besonders gut gefällt, ist, wie ernst die Redakteure nicht nur jedes einzelne Heft, sondern auch die angeblich veraltete mediale Form „Zeitschrift“ nehmen.

Lukas Foersterthe canine condition

Ein Freund von mir hat die Redaktionspolitik einmal mit der Doktrin des despotisme éclairé in Verbindung gebracht: Cargo ist Aufklärung von Gottesgnaden!

Nikolaus Perneczky

Für ein Abonnement ist gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, denn als Aboprämie gibt es das Diaphanes Booklet über DEADWOOD! In dem 20. Heft, das bald erscheint, stehen – wie immer in der Winterausgabe – Serien wieder im besonderen Fokus. Natürlich eignet sich ein Geschenkabo der CARGO auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk!
Und nun noch der Hinweis – CARGO hat sich mit seiner Jubiläumsausgabe optisch ein bisschen verändert:

cargo cover

Cargo zeigt, dass man eine Zeitschrift als kollektives Projekt genau so machen kann, wie man sie machen will, ohne sich an etwas anderem als den eigenen Interessen, Leidenschaften und Überzeugungen auszurichten. Und dass sich das durchziehen lässt, wie ökonomisch prekär auch immer. Ich finde das sehr ermutigend und schön.

Ekkehard Knörer, Herausgeber