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Draußen vor Tür: Bei ihrer Ankunft in Braavos wird Arya der Zugang zur Assassinen-Gesellschaft der Faceless Men zunächst verwehrt.

Draußen vor Tür: Bei ihrer Ankunft in Braavos wird Arya der Zugang zur Assassinen-Gesellschaft der Faceless Men zunächst verwehrt.

Bei dem Versuch, das Richtige zu tun, macht sich Dany in Meereen an allen Fronten unbeliebt. Als 998. Lord Commander der Nachtwache gewinnt Jon ebenso viele Freunde wie Feinde. Prinz Doran Martell stehen Unruhen im eigenen Land bevor. Cersei entfremdet sich weiter von ihrer Familie. Bronn wird von Jaime aus seinem vorzeitigen Ruhestand gerissen. Brienne kriegt ihre zweite Abfuhr. Und auf der Fahndung nach Tyrion Lannister verlieren so manche Kleinwüchsige in Westeros den Kopf. Sucks to be them.

In THE HOUSE OF BLACK AND WHITE stehen die Hauptfiguren einigen Hindernissen entgegen. Je höher ihre Machtposition, desto schwerwiegender ist die Bedrohung. Die zweite Folge schaut sich an wie ein Nachtrag zu THE WARS TO COME. Unter der erneuten Regie von Michael Slovis werden die meisten der nach der ersten Folge übrig gebliebenen Handlungsstränge aufgegriffen und die Exposition der fünften Staffel weitestgehend abgeschlossen – einzig Winterfell fehlt. Zuvor vorbereitete Entwicklungen nehmen dagegen bereits kräftig an Fahrt auf und lassen erste Höhepunkte sehen. Insgesamt also eine starke Episode, die im Metadiskurs der Serie zudem einen besonderen Stellenwert einnimmt: THE HOUSE OF BLACK AND WHITE wird wahrscheinlich die erste von vielen Folgen sein, in der die Handlung von den Büchern so krass abweicht wie noch nie. Der erste Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Im zweiten Teil des Recaps werde ich deshalb nicht umhin kommen, auf die Beziehung der Serie zu den Büchern genauer einzugehen – möglichst ohne irgendwelche Story-Spoiler vornehmen zu müssen.

Cripples, Bastards and Broken Things

Hinter Shireens entstelltem Schuppengesicht verbirgt sich eine unschuldige Seele. Für sie wie auch die meisten anderen GAME OF THRONES-Charaktere gilt: Don’t judge a book by it’s cover!

Hinter Shireens entstelltem Schuppengesicht verbirgt sich eine unschuldige Seele. Für sie wie auch die meisten anderen GAME OF THRONES-Charaktere gilt: Don’t judge a book by it’s cover!

THE HOUSE OF BLACK AND WHITE konzentriert in seinen Handlungssträngen wesentliche Motive der Serie und vereint sie zu einem wunderbaren Diskurs zu Macht, Herrschaft und Stärke. Im Zentrum steht – wie sollte es auch anders sein – eine kleine Szene zwischen Varys und Tyrion. Auf dem Weg zu Dany beklagt Tyrion einmal mehr sein Schicksal. Von der Holzkiste bis in einen abgeschirmten Wagen hinein hält ihn Varys verborgen vor der Außenwelt. Tyrion ist das Versteckspiel leid. Er will raus. Raus aus dem stickigen Wagen, raus aus den Schubladen, in die er von anderen gesteckt wird. Die Box bedeutet jedoch auch Schutz, betont Varys. Die Menschen da draußen haben für Außenseiter und Sonderlinge wie den Gnom oder Eunuchen nichts übrig. So sind sie gezwungen, ein Leben im Schatten zu führen. Was aber nicht bedeutet, dass sie aus dem Schatten heraus nicht auch Anteil an der Macht haben können. Schließlich wird ein Großteil der Geschicke in Westeros nicht von den blendenden Figuren im Tageslicht geleitet, sondern den Gestalten im Dunkeln. Die (Anti-)Helden, die keiner will, aber jeder braucht.

Es geht also um das Sichtbare und das Verborgene. Darum, wie man sich selbst sieht und wie andere einen sehen. Varys und Tyrion haben vielleicht nicht das Äußere eines Herrschers, dafür aber seine Qualitäten. Die klassische Umcodierung der Zeichen- und Wertsysteme: In GAME OF THRONES werden altbewährte Normen und Zuschreibungen auf ihren Gehalt getestet – und zwar stets an denen, auf die sie nicht zutreffen. Viele der Figuren in GAME OF THRONES wollen genau das sein, was andere sie nicht lassen. Je größer der Widerstand, desto verbissener ihr Kampf. Auch Brienne ist ein Ritter, und doch ein ganz anderer als Ser Loras. Auch Jaime ist ein Mann mit Ehre, nur nicht so, wie Eddard Stark einer war. Im Verschränken der Widersprüche stehen am Ende oft der Außenseiter in der Mitte und der Geringste an der Spitze. Macht liegt eben da, wo man sie am wenigsten vermutet. Wie schon Tyrion, hat auch der Schöpfer von Westeros, George R.R. Martin, eindeutig ein Herz für „cripples, bastards and broken things“.

Stärke ist Schwäche

Der Small Council in King’s Landing steht dem Rat an Danys Hof in Meereen diametral entgegen. Während Cersei von ihren Marionetten nur Zuspruch erwarten kann, muss sich Dany im Wirrwarr der verschiedenen wie auch gleichberechtigten Standpunkten zurechtfinden.

Der Small Council in King’s Landing steht dem Rat an Danys Hof in Meereen diametral entgegen. Während Cersei von ihren Marionetten nur Zuspruch erwarten kann, muss sich Dany im Wirrwarr der verschiedenen wie auch gleichberechtigten Standpunkten zurechtfinden.

Zeit ihres Lebens ist Cersei die realpolitische Haltung ihres Vaters, ihres Hauses gewohnt: Wer Macht ausübt, wird sie behalten. Power is Power, demonstrierte sie Littlefinger eindrucksvoll in THE NORTH REMEMBERS. Doch ist Macht nicht absolut, sondern immer relativ. Zum Herrschen gehört auch das Dienen. Und daran droht Cerseis Macht in King’s Landing gerade zu scheitern. Während sie den Small Council in THE HOUSE OF BLACK AND WHITE nach eigenem Dünkel neu besetzt und Tywins Lücke als Hand quasi ausfüllen will, wird die Autorität ihrer Herrschaft ausgerechnet von ihrem Onkel Kevan nicht anerkannt. Erzürnt über die Farce, in die Cersei den Small Council durch ihr offensichtliches Machtspielchen verwandelt hat, verlässt er den Raum. Befehle nimmt er nur vom König entgegen, nicht von dessen Mutter. Innerhalb ihrer Familie sammelt Cersei mehr Gegenspieler als Verbündete.

Auch Dany hat Schwierigkeiten, ihre Macht in Meereen zu behaupten. Unentschlossenheit zeichnen ihre Taten. In dem Drang, Stärke beweisen zu müssen, wird ihre Schwäche offenbar. Der ehrenwerte Versuch, als neutrale Richterinstanz die Gleichheit von Sklaven und Meister vor ihrem Gesetz zu demonstrieren, geht fürchterlich nach hinten los. In einer öffentlichen Hinrichtung exekutiert die Mhysa vor den Augen der Stadt eines ihrer treuesten Kinder für die Ermordung eines gefangenen Son of the Harpy. Dany hat sich entschieden, das Richtige zu tun, auch wenn es in dieser angespannten Situation vielleicht das Falsche war. Erinnerungen an Robb Stark kommen hoch, der in KISSED BY FIRE durch die gerechte Hinrichtung von Lord Rickard Karstark mit einem Schlag seine eigene Armee halbierte. Beide bewahrten ihre Integrität – zu dem Preis, dass sie ihre Anhängerschaft gegen sich aufbrachten. Schließlich musste Dany vor einem wütenden Mob in Sicherheit gebracht werden, wie einst Joffrey in THE OLD GOLDS AND THE NEW. Ob man in Westeros kompromisslose Gerechtigkeit übt oder einfach nur wahnsinniger Tyrann ist – das Ergebnis scheint dasselbe. Und sowohl Robb als auch Joffrey sind mittlerweile tot…

Schwäche ist Stärke

A SERIOUS MAN in Westeros: The Prince is busy – He didn’t look busy! – He’s thinking.

A SERIOUS MAN in Westeros: The Prince is busy – He didn’t look busy! – He’s thinking.

THE HOUSE OF BLACK AND WHITE führt die Handlung so weit in den Süden wie noch nie zuvor. In den idyllischen Anlagen der Water Gardens beobachtet Prinz Doran Martell seinen Sohn Trystane mit dessen versprochenen Braut Myrcella. Der stille Frieden wird jäh gestört, als die Schlange Einzug ins Paradies nimmt: Ellaria Sand. Bestürzt über den unsanften Tod ihres Geliebten Oberyn Martell plant sie ihre Rache an den Lannisters. Doran gebietet ihr Einhalt – Schützend hält er seine Hand über Myrcella, Cerseis Tochter. Ellaria ist außer sich, dass sich Oberyns älterer Bruder in Passivität übt. Erzürnt lässt sie den Prinzen zurück und droht die Sand Snakes zu wecken – Oberyns zahlreiche Töchter – um auf eigene Faust für Gerechtigkeit zu sorgen.

Ellaria wirft Doran Unentschlossenheit und Handlungsunfähigkeit vor. Sie lässt sich ganz von den äußeren Eindrücken leiten: Doran sitzt in einem speziellen Holzrollstuhl, im Gegensatz zu seinem impulsiven Bruder ist der gelähmte Prinz eher ein Denker und kein Mann der schnellen Tat. Doch verbirgt sich in der fragilen Hülle ein starker Geist. Nicht von ungefähr erinnert der in den Water Gardens residierende Prinz von Dorne an den ebenfalls erlahmten amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der sich gern auf seinen Sommersitz Springwood in Hyde Park am Hudson zurückzog. Dorans Bedächtigkeit und Zögern, sofort zu Handeln, wird ihm von Ellaria als Schwäche ausgelegt. Doch wenn uns GAME OF THRONES eins gelehrt hat, dann, dass im Spiel der Throne die mit der zurückhaltenden, geduldigen Taktik oftmals die gefährlichsten sind.

Auf der anderen Seite der Landkarte vertritt Stannis eine ähnliche Haltung wie Ellaria: Ein Herrscher muss gefürchtet werden. Doch wird er nicht die Wildlinge unter sein Joch bekommen, weil er sie nicht als gleichwertig anerkennt. Ihm fehlt das Verständnis, das Jon Snow während seiner Zeit jenseits der Mauer gewonnen hat. Ihr Konflikt befindet sich jetzt auf einer anderen Ebene: Statt Jon für seinen Pfeilschuss aus der letzten Folge weiter einzuschüchtern, führt er ihn mit dem Angebot in Versuchung, ihn zum legitimen Erben von Winterfell zu erklären: Jon Stark. Doch Jon lehnt ab. Er entscheidet gegen die Erfüllung seines Herzenswunsches und für seine Pflicht als Bruder der Nachtwache. Jons Eigenschaft, Gnade vor Recht walten zu lassen, darf nicht mit Nachgiebigkeit verwechselt werden.

In Westeros scheinen sich diejenigen am besten als Herrscher zu eignen, die eigentlich gar nicht herrschen wollen. Bei der Wahl zum neuen Lord Commander wirft Sam Jons Namen in die Runde. Mit einem überzeugenden Plädoyer erinnert er seine Brüder an die Führungsqualitäten, die Jon gerade während der Schlacht von Castle Black in THE WATCHERS ON THE WALL an den Tag gelegt hat: He may be young, but he’s the commander we turned to when the night was darkest. Als die Abstimmung ein Unentschieden zwischen Jon und Ser Alliser Thorne erreichte, gab die verbliebene Stimme von Maester Aemon den entscheidenden Ausschlag. Trotz der offensichtlichen Qualifikation des tüchtigen Thornes wählt Aemon den unerfahreneren Jon. Der Blinde hat entschieden. Eine starke Metaphorik, die an die Salbung des jungen Davids durch den Propheten Samuel erinnert. Von Äußerlichkeiten unbeeindruckt sieht Aemon in Jon hinein und entdeckt seine wahren Talente. Menschlichkeit, Weitsicht, Tapferkeit und die Gabe der Empathie machen Jon zu einem guten Anführer. Sein Verständnis für die Wildlinge bringt ihm einige Vorteile – wie auch viele Feinde.

GAME OF THRONES vs. A SONG OF ICE AND FIRE

Wie so oft laufen in einem Wirtshaus die unwahrscheinlichsten Wege zusammen. Und wie so oft nimmt es kein friedliches Ende.

Wie so oft laufen in einem Wirtshaus die unwahrscheinlichsten Wege zusammen. Und wie so oft nimmt es kein friedliches Ende.

Pod und Brienne treffen in einem Wirtshaus auf Sansa und Littlefinger. Jaime will seine Tochter Myrcella aus dem Schlangennest in Dorne befreien und nimmt Bronn als seinen Begleiter mit. Arya steht in Braavos zunächst vor verschlossenen Türen, um schließlich von einem bekannten Gesicht in das House of Black and White hineingelassen zu werden: Jaqen H’ghar. Für den geübten GAME OF THRONES-Zuschauer eine gewöhnliche Entwicklung der Handlungsstränge, für den Kenner der Bücher eine Sensation: Keiner dieser Plots existiert in der Form in der Vorlage. Im gesamten Verlauf von GAME OF THRONES ist THE HOUSE OF BLACK AND WHITE ein wichtiger Meilenstein: Mit der zweiten Folge der fünften Staffel hat sich die HBO-Serie so weit von den Büchern entfernt wie noch nie zuvor. Die Weichen sind gestellt auf zukünftige Staffeln, die wahrscheinlich ohne Buchvorlage auskommen müssen. Nach der fünften Staffel ist Martin eingeholt. Ob er bis zum Start der sechsten Staffel den sechsten Band THE WINDS OF WINTER veröffentlicht hat, ist fraglich. An mehrfacher Stelle haben Serienschöpfer Daniel Weiss und David Benioff bereits gesagt, dass die Serie wohl oder übel vor Martins Buchreihe enden wird.

GAME OF THRONES emanzipiert sich von A SONG OF ICE AND FIRE. Seit Beginn begeisterte die Serie die Buchfans vor allem durch ihre Nähe zum Original. Die sich anbahnenden Änderungen fühlen sich abrupt an, sind aber notwendig. Mit der Zeit entwickelte das Erzähltempo der Serie eine eigene Dynamik: Waren die ersten beiden Staffeln jeweils eine Adaption des ersten und zweiten Buches, hatte man die Handlung des dritten Buches A STORM OF SWORDS auf Staffel drei und vier verteilt. Dasselbe ist für die folgenden Bücher A FEAST FOR CROWS und A DANCE WITH DRAGONS nicht möglich gewesen. Die Handlung war von Martin ursprünglich als ein Buch geplant und wurde aufgrund ihres Umfangs auf zwei Bücher gesplittet. Die Ereignisse in den beiden Büchern geschehen also simultan – nur an verschiedenen Orten. Hinzu kommt, dass es noch ungewiss ist, wie viele Staffeln GAME OF THRONES endgültig haben wird. Der vage Plan sieht sieben oder acht Staffeln vor. Als Benioff und Weiss die Vorproduktion von Staffel 5 begannen, sind sie aufgrund der zu der Zeit noch offenen Vertragsverhandlungen der Schauspieler mit dem Sender von sieben Staffeln ausgegangen. Also verkürzten sie die Handlung von A FEAST FOR CROWS und A DANCE WITH DRAGONS auf eine Staffel, um noch Spielraum für die Erzählereignisse der kommenden Bücher zu lassen.

Die massive Auslassung einzelner Subplots aus den Büchern hat unweigerlich Änderungen in anderen Erzählsträngen zur Folge. Zudem erzählt eine Serie anders als ein Buch. Benioff und Weiss fühlen sich Martins Vorlage tief verbunden, doch gilt ihre Verpflichtung in erster Linie ihrer geschaffenen Fernsehwelt. Das betrifft die Kohärenz einer Figur ebenso wie den Schauspieler, der sie darstellt. So viele Faktoren sind beim Erstellen der Handlungsbögen einer Staffel zu beachten, dass man Benioff und Weiss für ihren Job wahrlich nicht beneidet.

Stick them with the pointy end! Aryas Plot in Braavos erfährt leichte Variationen.

Stick them with the pointy end! Aryas Plot in Braavos erfährt leichte Variationen.

In der Debatte um die Verpflichtung von Literatur-Adaptionen gegenüber der Vorlage wirft die ungewöhnliche Situation von GAME O THRONES und A SONG OF ICE AND FIRE interessante Fragen auf: Was ist das Original? Die Bücher, weil sie als erste das Erzähluniversum eröffneten? Die Serie, weil sie den Bogen der Erzählung als erstes schließt? Ist in den Köpfen der Leser/Zuschauer das literarische Westeros noch vom dem filmischen zu unterscheiden? Spielt das alles überhaupt noch eine Rolle? Dass die Serie die Bücher überholen wird, ist vielleicht das Beste, was passieren kann. Die dadurch gewonnene Souveränität erlaubt Benioff und Weiss die Freiheit, der Dynamik der Serienerzählung mit voller Konzentration zu folgen. Außerdem macht hilft es dabei, GAME OF THRONES und A SONG OF ICE AND FIRE als zwei unabhängige, für sich stehende Varianten eines Erzähltextes zu sehen. Als Serienzuschauer die Bücher zu kennen, muss also keinen Wissensvorsprung mehr bedeuten. Sich zu fragen, WAS als nächstes passieren wird, statt WIE sie die Szene aus dem Buch umsetzen werden, ist außerdem eine ungemein erfreuliche Abwechslung. Alles ist möglich. Und wenn am Ende Dany tatsächlich Jack Sparrow heiraten sollte, ist es mir egal. So lange es für die Serie funktioniert, funktioniert es auch für mich.

Andere Gedanken:
* Mit dem Verlassen von Kevan Lannister reduziert sich der Small Council in King’s Landing zu Cerseis erlesenem Handpuppenkabinett: Während Qyburn, der neue Master of Whisperers, Cersei unbedingte Rückendeckung gibt (wofür sie ihn im Gegenzug seine seltsamen Experimente durchführen lässt), ist vom einfältigen Mace Tyrell (Master of Coin) und dem ständig seiernden Grandmaester Pycelle keine Gefahr zu erwarten.
*Aryas Ankunft in Braavos ermöglichte dem Zuschauer zum ersten Mal, die Stadt mit ihr genauer zu erkunden – und den Serienmachern, mit schönen Set Pieces zu beeindrucken.
* Cousinentreffen an der Mauer: Nicht nur die gemeinsame Lust zum Lesen verbindet Shireen Baratheon und Samwell Tarly. Sie sind tatsächlich Cousin und Cousine zweiten Grades. Denn Shireens und Samwells Großväter mütterlicherseits sind Brüder aus dem Hause Florent.
* Zum ersten Mal wird in der Serie auf die Krankheit eingegangen, die Shireens Gesicht so verunstaltet hat. Sie heißt Greyscale, scheint ansteckend zu sein und kann unbehandelt zu einem grausigen Tod führen.
* Wie schon Tommen in der vergangenen Staffel ist jetzt auch Myrcella Baratheon nach ihrem letzten Aufritt in THE LAWS OF GOD AND MEN neu besetzt worden. In den ersten beiden Staffeln spielte sie Aimee Richardson, während sie nun von Nell Tiger Free dargestellt wird.
* Die GAME OF THRONES-Götter sind noch grausamer, als ich es für möglich hielt. Brienne hat Sansa nicht verpasst, sondern in der Begegnung im Wirtshaus auch noch von ihr persönlich eine Abfuhr bekommen. Autsch.
* Littlefingers unschmeichelhafte Darstellung von Briennes bisherigen Taten hat es einem klar gemacht, wie ungeeignet sie als Leibwächterin nach außen doch wirken muss. Immerhin konnte sie in der darauffolgenden Pferdverfolgungsjagd dafür vor dem Zuschauer im zielsicheren Umgang mit Oathkeeper glänzen.
* Littlefinger und Brienne sind wirklich ein sehr ungleiches Kampfpaar: Während die Lady of Tarth dem Emporkömmling mühelos einen Kopf kürzer machen könnte, ist sie ihm doch im Gefecht der Worte hoffnungslos unterlegen.
* Meanness comes around: Die Szene zwischen Bronn und seiner rührselig-naiven Verlobten Lollys Stokeworth war unbezahlbar: Davon könnte es gerne noch mehr geben, doch ist der Ausblick auf ein Buddy-Abenteuer zwischen dem Söldner und Jaime fockin‘ Lannister ebenso vielversprechend.
* Ser Barristan Selmy bricht erstmals das Schweigen über Aerys II Targaryen und erzählt Dany die wirklich wahre Geschichte über ihren Vater. Ob der Wahnsinn im Blut liegt?
* Piraten, Wildlinge – wem bringt Shireen, Westeros‘ engagierteste Sozialarbeiterin, als nächstes das Lesen bei?

Bildcopyright: HBO

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