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COSMOPOLIS:
Das Wort Computer ist altmodisch geworden. Personal Computers spielen keine Rolle mehr, nur als Teil eines Netzes sind sie von Bedeutung. Der Mensch im Netz, der zu allem Zugang hat und auf den alles zugreifen kann, wird aber nicht vom Strom der Informationen hinfortgerissen, verliert sich nicht selbst. Die Menschen der heutigen Zeit werden nicht in eine Welt geworfen, die sie nicht fassen können. Im Gegenteil wird die Welt auf sie geworfen, in ihre Hände gelegt. Die Finger auf den Touchscreens verändern die Welt. Das eigene Selbst ist das Zentrum der Welt. Der Blick auf das Tablett ist derjenige in den Spiegel.

Bei aller Hyperrealität muss der Körper weltverhaftet bleiben. Eric Packer isst, pinkelt, hat Sex und muss seine Haare schneiden lassen. Sämtliche anderen Bande mit der umgebenden Welt sind gekappt, das macht das gleichförmige Gleiten der Stretchlimousine, die meist nur auf wenige Geräusche reduzierte Atmo, die fehlgeschlagene zwischenmenschliche Kommunikation deutlich. Doch der Körper zwingt zu Bewegung, Aktion und Interaktion. Da ist es dann schon sehr stimmig gerade Pattinson zu besetzen, der in seiner bisherigen Rollengeschichte fast immer auf seinen Körper reduziert war, bei TWILIGHT angefangen bis zu BEL AMI kürzlich.

 

Bild-Copyright: Falcom