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MAD MAX Film Still 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. © 2012 Village Roadshow Films

MAD MAX Film Still 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. © 2012 Village Roadshow Films

Karneval im Posthistoire, Chicks and Guns, Ungeheuer und Maschinen, zweimal Märchen, zweimal Mythologie: MAD MAX und Matteo Garrones Wettbewerbsbeitrag

„Der vorgeblichen Echtheit, dem archaischen Prinzip von Blut und Opfer, haftet schon etwas vom schlechten Gewissen und der Schlauheit der Herrschaft an, … welche heute der Urzeit als Reklame sich bedient. Schon der originale Mythos enthält das Moment der Lüge, das im Schwindelhaften des Faschismus triumphiert…“
Aus: Dialektik der Aufklärung

„Sooner or later, someone pushes back.“
Ein Sklave in MAD MAX – Fury Road“

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Es war einmal, da war das Kino leicht zu verstehen. Da gab es nur zwei Arten von Kino. Sie sind gekoppelt an die Namen aus der Gründerzeit des Mediums: Lumiere und Melies. Der erste steht für das Dokumentarische, die Aufnahme einer vorgefundenen Realität auf möglichst authentische Weise. Der zweite steht für das Phantastische, die Erzeugung einer neuen, nicht-vorhandenen Wirklichkeit, Spektakel und Weltschöpfung. Ob man das Kino auch heute noch mit diesen Kategorien begreifen kann?

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Herbst 1985 – ich las gerade DER IDIOT von Dostojewski, hatte seit einem Monat eine japanische Freundin, die passenderweise in Frankreich wohnte, die dortigen Hitparaden führte Stephanie von Monaco an, und die 80er Jahre waren so dermaßen 80er-Jahre-haft wie nie zuvor und nie danach. In der Zeitungen war Aids das Thema, Dieter Schatzschneider war der Torjägerkönig von Hannover 96 und irgendwann kam zum ersten Mal Tina Turner im Radio: „We dont need another hero.“

Es waren schon immer eher primitive Reize, die das Interesse – Faszination wäre zu hoch gegriffen – an MAD MAX begründeten. Aber es war auch die Frage nach dem Neuen Helden, oder überhaupt dem Heroischen in einer zeit, die einerseits keine Helden mehr wollte, die sich auch mit den Softies und Sensibilisten und den spätexistentialistischen Zerknirschten des Autorenkinos immer schwerer tat, wohl auch weil man spürte, dass selbst ihre eigenen Regisseure nicht an sich glaubten.
Man wollte spätestens seit Ende der 70er wieder Spektakel, wollte neue Mythologie und zwar nicht immer nur die von STAR WARS. MAD MAX und Mel Gibson waren eine taugliche Alternative.

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„Auf Wunsch der Filmemacher“, so die nette Pressedame Gudrun Horstmeier bei der Vorabvorführung am Montag in München, werde MAD MAX – FURY ROAD nur in 2-D gezeigt. Mir soll es recht sein, weil ich 3-D sowieso überflüssig bis doof finde, aber was sind denn das für Filmemacher? Finden die ihre eigenen 3-D Effekte jetzt schon so scheiße, dass sie sich dafür schämen?

Sie hätten jedenfalls keinen Grund. MAD MAX – FURY ROAD, der nun vierte Teil des australischen Kultspektakels, erlebt 35 Jahre nach dem allerersten MAD MAX seine Weltpremiere und ist der wahre Eröffnungsfilm von Cannes.

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Eine Eidechse mit zwei Köpfen – dies ist nur die erste Mutation in einem Kuriositätenkabinett von Film. Der Titelheld Max verspeist diese Kreatur gleich zu Beginn, während seine Stimme zu uns von den tiefsten Instinken des Lebens spricht: „Survive“. MAD MAX ist zurück, und der vierte Filmauftritt dieses Endzeithelden, der erste nach 30 Jahren, ist noch schneller und minimalistischer, als seine Vorgänger: Purer Punk, ein Fest des Nihilismus, das sich nicht um Begründung schert. Waren die MAD MAX-Filme der 80er vergleichsweise lahm, so waren sie an Figurenvielfalt aber reichhaltiger.

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MAD MAX Film Still 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. © 2012 Village Roadshow Films

MAD MAX Film Still 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. © 2012 Village Roadshow Films

Es kracht. Es wummert. Es prügelt auf die Ohren. Der Kinosaal erzittert unter Heavy-Metal-Bässen – ohrenbetäubend laut dröhnen auch die Motoren von wild aussehenden, phantasievoll zusammengehämmerten Metallkarossen, in deren Innenleben offenbar nimmermüde Perfektionsmaschinen den Kompressoren-Takt schlagen. Manche sehen aus wie Riesenigel auf Rädern, andere wie feuerspeiende Drachen, oder wie mittelalterliche Kampfmaschinen. Und eine ähnelt gar einem eisernen Tyrannosaurus Rex, dessen Maul ein Bagger ist, der bei voller Fahrt mit scharfgeschliffenen Zähne bombentrichtergroße Löcher in die Fahrzeuge der Feinde reißt.

Diese Höllenfahrzeuge rasen in atemberaubenden, exzessiven Verfolgungsjagden zwei Stunden lang um die Wette – durch die Wüste einer postapokalyptisch kaputten Erde, in der das Wasser offenbar knapper ist, als das Benzin.

In diesen Fahrzeugen sitzen Leute, deren Outfit mit seinen Ledernietenjacken und Tatoos, gepiercter und gebrandeter Haut, mal mit Glatze, mal mit Zottelhaar an Skinhead-Banden und Rocker-Gangs erinnert – Hell’s Angels sind sie sowieso alle. Sie kämpfen um Ressourcen, vor allem Treibstoff, und träumen von einem imaginären „Grünen Land“. Es ist eine wieder vollkommen analoge Welt, ohne Medien, dafür ölverschmiert, eine neue Eisenzeit mit lauter dampfenden, rostenden Maschinen.

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MAD MAX ist also zurück – 30 Jahre nach dem letzten Teil der Saga erlebte jetzt der vierte Teil des legendären Spektakels 35 Jahre nach dem ersten MAD MAX seine Weltpremiere auf dem Filmfestival von Cannes. Regisseur ist wieder George Miller.

Wer einen MAD MAX gesehen hat, kennt im Grunde alle und auch diesen – das ist schon mal eine erfreuliche Nachricht. Denn was wir da auf der Leinwand sehen, das erfüllt grundsätzlich alle Erwartungen, die man an einen Film wie diesen überhaupt hegen kann: Visueller und emotionaler Exzeß, Unterleibskino und Exploitation, nahe an anderen Ausnahmezuständen unserer verwalteten Welt, wie wir sie aus der Faschingszeit, einem Abenteuerurlaub und dem Dschungelcamp-Fernsehen kennen.

Die MAD MAX Filme sind eine Art Zukunftswestern, in dem statt der Reitpferde hochgetrimmte Autokarossen als Fortbewegungsmittel dienen. Aber es gelten die gleichen Gesetze: Männerposen, Überlebensinstinkt und das Faustrecht der Freiheit – recht bekommt, wer schneller zieht und besser zielt. Ein Western aus der Hölle könnte man auch hinzufügen, denn diese Welt ist brutal und gnadenlos.

Vom Philosophen Slavoj Zizek stammt die provokative Einsicht, das Ende der Welt sei gegenwärtig leichter vorstellbar, als das Ende des Kapitalismus. Wie eine Illustration dieser These wirkt nun dieser Film. MAD MAX – FURY ROAD entwirft die nihilistische Utopie einer Welt, die nach dem Untergang aller Zivilisationen in eine Art Eisenzeitalter zurückgeworfen ist. Dort regieren Furcht, Eigensinn und die Akkumulation des wichtigsten Kapitals: Wasser.

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Der Film beginnt mit dem Titelhelden – gespielt von dem blendend aussehenden, wie immer auch handwerklich überzeugenden britischen Darsteller Tom Hardy, der inzwischen längst als eine der neuen Darstellerhoffnungen des Hollywoodkinos gehandelt wird. Dieser neue Mad Max, der weicher und rätselhafter wirkt, als einst Mel Gibson, wird irgendwo inmitten der australischen Wüste von einer Horde weißgeschminkter, glatzköpfiger Krieger gefangen und versklavt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen Endzeitzivilisation, die irgendwann nach dem Weltuntergang in naher Zukunft auf dem Planeten überlebt hat, und ein archaisch-strenges Regiment errichtet hat – eine barbarische Despotie mit Autos, Stahlketten und Feuerwaffen.

MAD MAX Film Still 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. © 2012 Village Roadshow Films

MAD MAX Film Still 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. © 2012 Village Roadshow Films

Dieses Volk haust in einer Zitadelle am Wüstenrand, eine Seuche und Wasserknappheit plagen das Volk, der Herrscher heißt unsterblicher Joe. Er hat eine Totenschädelmaske, verschiedene Atem- und andere Schutzausstattungen gegen die Krankheit, die ihn offenbar von innen verzehrt, und wirkt wie ein Darth Vader der Steinzeit. Er hat auch gleich fünf Frauen, mit denen er einen Sohn und Erben zeugen will. Diese fünf Frauen sind durch einen rostigen Keuscheitsgürtel gezeichnet und wirken mit ihren perfekten Model-Figuren in dieser Welt wie von einem anderen Stern gefallen, oder zumindest die nächste Besetzung von „Germany’s Next Topmodels“, entwickeln aber bald erstaunliche Überlebens-Fähigkeiten. Denn sie können mit Autos und Feuerwaffen gleichermaßen umgehen, und eines Tages fliehen sie, angeführt von einer rätselhaften Kriegerin namens Furiosa, die einst von einem Amazonen-Volk entführt wurde, und der Charlize Theron Tiefe und innere Abgründe verleiht. Diese Furiosa ist die eigentliche Heldin des Films. Eine Versehrte mit ihrer nützlichen Metallprothese statt des linken Arms, eine vielfach Traumatisierte. Sie ähnelt Sigourney Weaver’s Ripley in den Alien-Filmen in ihrer Kühle, aber sie ist deutlicher Frau, nicht Ersatzmann oder Mutter.

Die Imperatorin einer neuen Welt. Ihr Matriarchat scheint dauerhafter, als alle Männerherrschaft. So ist auch im machohaftesten Blockbuster der Feminismus angekommen, und MAD MAX wird zur idealtypischen Verbindung von Chicks and Guns.

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Man muss schon sagen, dass dem 70-jährigen Regisseur George Miller einerseits unser Respekt gebührt, andererseits verschenkt er unglaublich viel. Vielleicht ist gerade dieser Überschuss des Films, seine barocke auch intellektuelle Überfülle dessen große Qualität. Der Film hat zugleich eine angenehme Direktheit, er will nicht mehr, als er ist, und ist, was er ist.

Es ist auch ein böser Film, weil er zwar vielleicht an etwas glaubt, sich aber zugleich ein zynisches Vergnügen daraus macht, allen Glauben an irgendetwas zu zerstören. In seiner grundsätzlichen Hässlichkeits- und Ekel-Ästhetik, in der Kombination von Fatalismus und Faschismus. Keine Liebe von Dauer – das muss klar sein. „Hope is a mistake“, heißt es einmal, und im Kino ist das gerade in so einem Film ein guter Satz. Aber nichts, über das sich nach dem Kino noch das Nachdenken lohnt, und ein Film, der sich nicht für das interessiert, was der Zuschauer später mit ihm anfangen kann, ist dann eben limitiert.

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Von nun an ist MAD MAX – FURY ROAD nichts als eine rasende, permanente wilde Jagd – einmal hin und dann wieder zurück durch die Wüste. Dabei wird fortwährend gekämpft, werden die Fahrzeuge bei laufender Fahrt repariert, es gibt nie Ruhe, sondern zu den Geschossen und Explosionen auch noch Sandstürme, Sümpfe und Salzwüsten zu überwinden. Stress in 2700 Schnitten, wenn man Miller glauben mag, also etwa alle drei Sekunden. Zugleich dominiert eine subtile Dialektik des Zeigens und Verbergens: Man sieht immer viel, aber selten sieht man alles.

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In alldem ist dieser Film purer Karneval: Ein total verrückter, extravaganter Film, MAD MAX ist, sagen wir es doch mal ehrlich, einfach so bescheuert, und derb und dumm, das man ihn letztendlich nicht ernst nehmen kann, dass sich nicht so vieles hineininterpretieren lässt, wie in viele andere Blockbuster.

Voller Freude am Überschuss findet man hier allerlei Elemente einer sehr direkten, vergnüglichen Volkskultur, die sich in diesem Film zur Gegenkultur weiterentwickelt hat: Eine anarchistische, aber nie todernste Herausforderung des „guten Geschmacks“. Wir sehen etwa grotesk veränderte Körper, die mit Tatoos übersät sind, wir sehen fette nackte Weiber, die wie Milchkühe gemolken werden, wir sehen einen Liliputaner als so weisen wie boshaften Statthalter und Hofzwerg des Herrschers, kindliche Knaben als Wächter und glatzköpfige Albinos als Krieger. Dschihaddisten ohne Gott. Das Volk haust verlottert im Schmutz, giert nach Wasser und Entertainment.

MAD MAX ist selbst solch‘ pures eskapistisches Entertainment, und als solches sehr geglückt. Der Film, beendet von einem Albert-Camus-Zitat, ist aber auch, was man nicht wahrhaben will: Der mythologische Zugriff auf unser gegenwärtiges Zeitalter und die subtile Diagnose unseres eigenen Posthistoire. Dieser Film hält uns den Spiegel vor, zeigt unsere eigenen verdrängten Gelüste und die Schmuddelvariante unserer Welt des neoliberalen, rasenden Stillstands. Unter den sanften, weichen, reinen Bedienoberflächen unserer schönen neuen Computerpad-Welt liegt die harte eiserne Zukunft; der Rost des Eisenzeitalters à la MAD MAX.

So kann es nicht weitergehen. Wird es auch nicht. „Sooner or later, someone pushes back.“

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Ugo Busaporco, den die Leser dieses Blogs seit Jahren von meinen Venedig-Berichten kennen, ist natürlich auch hier in Cannes eine Institution für sich, in einem Fall sozusagen.

Der Italiener, der aus Verona stammt, dort ein renommiertes Kurz-Digitalfilmfestival leitet [www.sangiofestival.it] und Anhänger des Fußballcluns Chievo Verona ist – „auf keinen Fall Hellas, das sind Faschisten“, sagt er über den Club, bei dem eins Hans-Peter Briegel, die „Walz von der Pfalz“, Auslandsluft schnupperte – berichtet für Schweizer Zeitungen. Am Donnerstag hatte er es mal wieder nicht leicht mit mir, denn verzweifelt und ergebnislos versuchte er mir zu erklären, warum Matteo Garrones IL RACCONTO DEI RACCONTI keineswegs ein Scheißdreck von einem Film sei, sondern eine subtile Verschmelzung italienischer Märchen, eine süditalienische „Ministrel-Story“. Ich bin nicht überzeugt.

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IL RACCONTO DEI RACCONTI, Cannes Film Festival 2015

IL RACCONTO DEI RACCONTI, Cannes Film Festival 2015

Am Anfang dachte ich noch, weil die Kulissen mächtig wackeln, weil alles extrem künstlich und arm ausgestattet wirkt, der Beginn sei vielleicht „Film im Film“, hier gehe es möglicherweise darum, die eigene Künstlichkeit bewusst auszustellen. Zumal man am Anfang den misslungenen Auftritt einiger Hofnarren vor einem Fürstenpaar erlebt – das Kino als Narrenspiel, oder die Welt als Narrenschiff, so in etwa.

Nichts davon. Alles ernst gemeint, 1:1 und viel naturalistischer, als es den Anschein hat. Dafür sieht es aber schon mal nicht gut genug aus, und die Tatsache, dass die Darsteller englisch sprechen, mitunter wie im Fall von Salma Hayek oder Vincent Cassell mit mächtigem Akzent, macht die Sache nicht besser, sondern nur den mit Hollywoodstars aufgepeppten Europudding sichtbarer.

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Ich kann’s natürlich auch höflicher sagen: Wie MAD MAX arbeitet sich dieser Film daran ab, alle öden Naturalismen komplett zu überschreiten und für unser Zeitalter eine neue Mythologie zu etablieren. Im Unterschied zu MAD MAX gelingt ihm das nicht einmal ansatzweise.

Garrone, der für GOMORRAH hochgelobt wurde, und schon mit PEOTRY Ratlosigkeit hinterließ, aber immerhin herausforderte, scheint als Filmemacher völlig von der Spur abgekommen. Sein Film, an dem die realen Kulissen verschiedener Schlösser und Burgen Apuliens mit Abstand das schönste sind, spielt wohl im 17. Jahrhundert (die Kleidung der Leute freilich stammt eher aus dem 16., die Gebäude zum Teil aus dem 13.). Er ist überaus schwer zu definieren. Objektiv handelt es sich um die Verschmelzung verschiedener Motive aus den Fabeln und Märchen des Giambattista Basile, des „Pentamerone“: In der ersten will eine Königin nicht schwanger werden, bis ihr ein Magier verrät, ihr Gatte solle ein Seeungeheuer töten, dessen Herz rausreißen damit sie es essen könne. Die Methode klappt, auch wenn der unglückliche Gatte stirbt; der Sohn, der geboren wird, ist ein Albino. Weil eine Diemstmagd aber heimlich ebenfalls vom Herz des Ungeheuers aß, wird ihr ein Zwilling des Prinzen geboren. Die beiden Halbbrüder können nicht nur unter Wasser atmen, sie lieben sich inniglich und treiben allerlei Schabernack, sehr zum Verdruß der Königin.

In der zweiten verliebt sich ein geiler Fürst in eine Jungfrau, die er nur von fern sieht. Tatsächlich handelt es sich um eine Alte, die ihm Gesicht und Körper nicht zeigen will, und ihn sich mit komplizierten Tricks wortwörtlich vom Leibe hält.

In der dritten zieht ein König, der nebenbei versucht, seine Tochter zu verheiraten, heimlich einen Floh auf, und nährt ihn mit Fleisch und anderem bis zur Größe eines Nilpferds.

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Garrones Ästhetik ist die der Groteske. Zugleich ist sie direkt, gradlinig, ungebrochen. Bezüge zu GAME OF THRONES bleiben daher rein äußerlich. Alles hier ist explizit, ein recht unspielerisches Spiel mit dem Ekel, eine kalkulierte Unschuld.

Die Wiedererweckung alter Poesie, die Renaissance des Naiven scheitert. Ein Unsinn, der sich als magischer Realismus verkauft, als märchenhaftes Erzählen. Unfassbar, wie so etwas in den Wettbewerb kommen kann, der schlimmste Wettbewerbsfilm seit Jahren. In der Pressevorführung gab es am Ende nur Stille. selbst Buhs war IL RACCONTO DEI RACCONTI nicht wert.

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Nach dem Film sagt Nil aus Istanbul: „It gave me a life-lesson: never have a middle seat again! I lost two hours of my life-time. I would have walked out, I knew after 10 minutes, there is nothing to expect.“

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