Seite auswählen

Auf dem Festival de San Sebastián wurden weitere Award-Gewinner bekannt gegeben.

Der Euskaltel Youth Award 2011 wurde an das Werk Wild Bill von dem britischen Regisseur Dexter Fletcher vergeben. Die Youth Jury im Alter von 17-21 Jahren besteht aus 350 Jugendlichen aus Spanien und weiteren Ländern. Die Jury wurde gemeinschaftlich in Schulen und Film-Akademien ausgewählt.

Wild Bill handelt von dem Ex-Häftling Bill Ward, der nach acht Jahren im Gefängnis seine zwei jungen Söhne kennen lernen möchte. Durch seine Erfahrungen hinter Gittern fällt es ihm schwer, die Vaterrolle einzunehmen. Aber als Bills jüngster Sohn Probleme mit seiner früheren gewalttätigen Gang bekommt, muss Bill beweisen, was für ein Vater er wirklich ist und welche Person sich eigentlich hinter seiner Fassade verbirgt.

Der Gewinner des Fipresci Awards 2011 steht ebenso fest. Der Preis wurde an den portugiesischen Regisseur João Canijo und dessen Werk Blood of my Blood vergeben.

In dem Werk geht es um Márcia, eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern. Sie arbeitet als Köchin und teilt ihr Haus in den Vorstädten von Lissabon mit ihrer Schwester Ivete, eine Friseurin in einem Shopping Center. Eines Tages beichtet Claudia ihrer Mutter Márcia, dass sie sich in einen älteren verheirateten Mann verliebt hat. Als Márcia den Auserwählten ihrer Tochter trifft, erkennt sie, dass sich ihre Familie in großer Gefahr befindet. Joca, ihr Sohn, ist lokaler Drogendealer, der ein Geschäft auf eigene Faust durchzieht und scheitert. Seine Tante Ivete wird von ihm gezwungen große Opfer für seine Rettung zu erbringen. Der offizielle Trailer gibt weitere Einblicke:

Den TVE – Otra Mirada Award 2011 erhielt das Werk Nader und Simin – Eine Trennung von Asghar Farhadi. Ein detaillierten Bericht zu dem Werk findet ihr hier bei NEGATIV. Besondere Erwähnung bezüglich des TVE – Otra Mirada Award 2011 wurde dem eben vorgestellten Titel Blood of my Blood von João Canijo zugesprochen.

Mit dem Signis Award 2011 wurde das Werk I Wish von Hirokazu Kore-eda geehrt. Der japanische Regisseur findet seit seinem Werk Maborosi, welches einen Preis in Venedig gewann, große Beachtung und zählt zu den meist geschätzten Filmemachern Japans.

I Wish handelt von Koichi, der in Kagoshima lebt, und dessen Bruder Ryunosuke, welcher mit seinem Vater ein Leben in Hakata führt. Getrennt durch die Scheidung ihrer Eltern, kann es Kiochi kaum abwarten endlich wieder mit seinem Bruder vereint zu sein. Als er erfährt, dass eine neue Zugverbindung bald die beiden Städte vernetzen soll, beginnt er an das Wunder der Wiedervereinigung zu glauben. Rüdiger Suchsland berichtete bei NEGATIV hier bereits aus San Sebastián über den Titel.

Der spanische Regisseur Benito Zambrano erhielt den Elkartasun Saria Guipuzcoan Blood-Donors’ Association Corrseponding To The Solidarity Award 2011 für sein Werk The Sleeping Voice. Zambrano erreichte durch den Titel Alleine aus dem Jahre 1990 größere Bekanntheit. Für jenes Werk erhielt er diverse Preise auf Festivals, unter anderem den Fipresci Preis auf dem Brüssel Film Festival und weitere in Cartagena, Havanna und Tokio.


The Sleeping Voice handelt von der schwangeren Hortensia, die verhaftet wird, als sie ihrem kriminellen Ehemann Felipe zur Hilfe kommen will. Sie wird zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe kann allerdings erst vollzogen werden, wenn sie ihr Kind zur Welt gebracht hat. Ihre Schwester Pepita kümmert sich rührend um Hortensia und setzt alles daran, dass das Ungeborene nicht zur Adoption freigegeben wird oder in einem Waisenhaus aufwachsen muss, sondern bei ihr behütet leben kann.

Rodrigo Garcías Albert Nobbs wurde mit dem Sebastiáne Award 2011 ausgezeichnet. Donostia Award Gewinnerin Glenn Close nimmt in dem Titel die Rolle einer Frau ein, die im 19. Jahrhundert in Irland lebt und sich in einem komplizierten Beziehungsgeflecht befindet. Sie schlüpft in die Rolle eines Mannes, um in der Gesellschaft überleben zu können. Nach 30 Jahren in der vorgetäuschten Rolle, findet sie sich in einem Gefängnis wieder, was sie sich selbst aufgebaut hat.

Einen Überblick über die gesamte Berichterstattung zum Festival de San Sebastián findet ihr bei NEGATIV hier.

Weitere Informationen zum Festival de San Sebastián sind wie immer auf der Homepage des Festivals zu finden.

Bildmaterial: Festival de San Sebastián Website