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Das von rund 14.500 Gästen besuchte 18. Internationale Filmfest Oldenburg endete am 18. September mit der Verleihung der German Independence Awards.

Die internationale Jury mit Matthew Modine, Radley Metzger, Ildi Toth Davy, Soopum Sohn und Matteo Lovadina vergab den mit 4.000 Euro dotierten German Independence Award – Bester Deutscher Film an Dr. Ketel des Hamburger Regisseurs Linus de Paoli mit der Begründung: „Ein Film, der sich traut, das Filmemachen mit einer schieren Abenteuerlust zu erkunden und sich dabei nicht scheute, Grenzen von Erzählkonventionen des Kinos zu erweitern.“ Dr. Ketel nimmt im Rahmen einer Zukunfts-Dystopie die Folgen eines zerstörten staatlichen Gesundheitswesens in den Blick. Der erstmals verliehene German Independence Award – Hervorragende schauspielerische Leistung ging an Maja Schöne für ihre Rolle des Vergewaltigungs-Opfers Judith in Brigitte Maria Berteles Der Brand.

Team des Gewinnerfilms Dr. Ketel

Mit dem German Independence Award – Publikumspreis wurde der US-Spielfilm Happy New Year von K. Lorrel Manning ausgezeichnet. Michael Cuomo spielt in dem psychologischen Kriegsveteranen-Drama einen schwer traumatisierten Afghanistan-Rückkehrer.

Die Kurzfilm-Jury um Arthur Brauss, Pia Marais und Frank Fokke Eden (als „Publikumsvertreter“) entschied sich indes für den Regisseur Markus Engel und seinen Film Der letzte Gast. In der Begründung heißt es: „Der Film entwickelt eine Atmosphäre der Authentizität, die die Zuschauer in die Geschichte hineinzieht und jede ihrer Wendungen gespannt verfolgen lässt“. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Eine besondere Erwähnung erhielt 15 Summers Later des spanischen Regisseurs Pedro Collantes (Diesen Film kann man sich auf der Homepage des Regisseurs ansehen).

Bilder: Internationales Filmfest Oldenburg