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Hund beißt Hund – GAME OF THRONES: BATTLE OF THE BASTARDS (S06E09)

von | 21 Jun 2016 | Game of Thrones | 5 Kommentare

Mit BATTLE OF THE BASTARDS finden gleich zwei der großen Konflikte der sechsten Staffel ihre spektakuläre Auflösung: Auf dem Rücken ihrer Drachen setzt Dany der zweiten Belagerung von Meereen ein schnelles Ende, während die Starks im Norden nach langer, verlustreicher Schlacht Winterfell wieder für sich beanspruchen. Am Ende verbleiben in Westeros wie auch in Essos keine Sieger, sondern nur Überlebende. Die neunte Folge wurde seinen Erwartungen gerecht. Einmal mehr hat GAME OF THRONES die Grenzen der Fernsehunterhaltung gesprengt und sich an Bildgewalt und blutrünstiger Opulenz selbst übertroffen. Dabei überrascht die Folge mit nichts Neuem, sondern inszeniert das Alte so intensiv wie nie zuvor. Getreu dem Vorbild von BLACKWATER und WATCHES ON THE WALL gibt die Fokussierung auf wenige Schauplätze den Figuren wie auch dem Zuschauer Gelegenheit, in kleinen Szenen noch einmal Luft zu holen, ehe alles im spannungsgeladenen Getöse untergeht.

 

 Diese Folge in Zahlen:

 

 

Hauptfiguren

Orte

Erste Auftritte

Letzte Auftritte

Fire and Blood Again

Auf den Schwingen der (Selbst-)Gerechtigkeit: Dany macht in Meereen kurzen Prozess. Tyrion lenkt ein und überredet die Drachenkönigin, mit den Sklavenmeistern zu reden. Was bedeutet, dass zwei der drei Gesandten sterben. Eine Person reicht, um Danys Nachricht zu übermitteln.

 

Daenerys‘ Rückkehr in Meereen bringt Tyrion in Erklärungsnot. Er versucht, ihr von seinen politischen Errungenschaften zu erzählen, seiner Mühe, die Stadt während ihrer Abwesenheit davon abgehalten zu haben, sich selbst zu zerfleischen. Die Erschütterungen, welche die Wurfgeschoße der feindlichen Armada in der Bucht der Stadt versuchen, untergraben jedoch seine Worte. Dany weiß nicht, was Tyrion für die Stadt geleistet hat, sie sieht nur die immanente Bedrohung der Sklavenmeister und schaltet gleich wieder in den vollen Targaryen-Modus: Tötet sie alle, brennt sie nieder! Tyrion versichert der Drachenkönigin unter Hinweis auf den Mad King, dass aus der Vernichtung ganzer Städte nichts Gutes entspringt. Er überredet sie, eine Kapitulation der Sklavenmeister zu verhandeln. Dies läuft dann so, wie man es von Dany kennt: Während die Angreifer sich in der Unterredung mit Tyrion protzig als Sieger aufspielen, brennen ihre Schiffe unter den Flammen der Drachen und rollen die Köpfe der Sons of Harpy durch die Krummsäbel der Dothrakis. Daenerys Targaryen hat gesprochen.

 

Ein solcher Ausgang des Konflikts in Meereen war zu erwarten. Angenehm überraschend ist dagegen die Szene gewesen , die sich an Danys badass-Routine wenig später anschloss: Nachdem die zweite Belagerung von Meereen zu Beginn von BATTLE OF THE BASTARDS abgefertigt wurde und sich die Handlung ganz auf den titelgebenden Kampf der Bastarde um Winterfell konzentrierte, kehrt die Folge zwischendurch noch einmal nach Meereen zurück. Dort sind währenddessen Theon und Yara Greyjoy mit ihrer Flotte eingetroffen und stehen Dany und Tyrion im Thronsaal gegenüber. Eine faszinierende Konversation beginnt, in der die Nachfolger von drei der größten Häuser aus Westeros ihre Vergangenheit austauschen und die gemeinsame Zukunft besprechen. Passend zum Father’s Day in Nordamerika steht – wie schon zwei Jahre zuvor in THE CHILDREN –das Erbe der Väter im Mittelpunkt: „Our fathers were evil men, all of us here. They left the world worse than they found it. We’re not going to do that. We’re going to leave the world better than we found it.”

 

Yara, Theon, Dany und Tyrion stammen alle von skrupellosen Patriarchen ab, deren Machthunger ihr Haus ins Verderben geführt hat: Balon Greyjoy ,Aerys II. Targaryen und Tywin Lannister. Jetzt liegt es an ihren Nachkommen, die Scherben der Welt aufzusammeln, die sie hinterlassen haben. Der Pakt, den die geschädigten Kinder in Meereen schließen, verspricht, in Westeros Geschichte zu schreiben. Nicht zuletzt, da mit Dany und Yara zum ersten Mal gleich zwei Frauen die Herrschaft über ihr Volk beanspruchen. Doch werden die Jungen aus den Fehlern der Alten lernen und es wirklich besser machen? Über Danys glorreiche Zukunft liegt ein langer Schatten. Der Sieg in Meereen und das Bündnis mit den Greyjoys geben ihr mit einem Mal fast genug Schiffe, um ihren vorbestimmten Weg nach Westeros endlich aufnehmen zu können. Doch ist nicht der Triumph der Guten im Krieg gegen die Bösen das verbindende Motiv in der Folge, sondern die unterschlagene Grausamkeit, mit der die Schlachten gewonnen werden.

Die Orte dieser Folge

Kampf der Bastarde

Men only: In Jons Kriegsrat darf jeder einmal zu Wort kommen – Außer Sansa natürlich. Sie ist immerhin die einzige, die Ramsay genau kennt. Was weiß die schon?

 

In der Inszenierung ihrer Hauptattraktion, der Schlacht um Winterfell, folgt die neunte Folge dem Erfolgsrezept, das sich bereits in BLACKWATER und WATCHERS ON THE WALL bewährte. Als in sich geschlossene Erzählung folgt sie dem klassischen Aufbau von Anfang, Mitte und Ende. Zu Beginn stehen die letzten Vorbereitungen auf das kommende Ereignis, in denen die Unterlegenheit unserer Helden betont wird – Ramsays Armee ist fast doppelt so groß wie die von Jon. Die letzten Stunden vor Schlacht sollen jedoch nicht nur Spannung aufbauen, sondern auch den Figuren die Gelegenheit geben, ihre Gefühle und Gedanken mit dem Zuschauer zu teilen: Mürrisch brütet Jon über den Schlachtplan. Die Szenerie weckt Assoziationen an seinen Halbbruder Robb Stark wie auch an Stannis Baratheon. Mit beiden teilt er ein taktisches Geschick und die sture Überzeugung, trotz aller Zweifel das Richtige zu tun. Sansa bietet ihre Hilfe an, bleibt aber in den Kriegsplänen der Männer außen vor. Dabei weiß sie, wie Ramsay denkt, wozu er fähig ist. Sie warnt Jon, sein Gegenüber nicht zu unterschätzen. Der Ex-Lord Commander droht ein zweites Mal wegen mangelnder Kurzsicht sein Leben zu verlieren. Die Bedrohung der White Walker ist ihm so groß, dass er den Blick auf das unmittelbar bevorstehende Übel verliert. Ist der Night’s King wirklich so viel schlimmer als Ramsay?

 

Unbelehrbar wie einst Stannis steuert Jon auf sein Verderben zu. Bezeichnenderweise befindet sich sein Lager ungefähr am gleichen Ort, an dem bereits der König der Meerenge vor seinem Marsch nach Winterfell campierte. Abseits der Zelte stößt Davos beim nächtlichen Spaziergang auf die Stelle, an der die kleine Shireen für den Sieg ihres Vaters elendig verbrannt wurde. Unter Schnee, Kohle und Dreck entdeckt er die Überreste des hölzernen Hirschen, den er der Prinzessin bei ihrer letzten Begegnung in THE DANCE OF DRAGONS schenkte. Endlich erkennt er, was wirklich mit Shireen passierte. Sein Hass richtet sich auf Melisandre, die ihren neuesten Auslegungen zufolge für Jon eine große Zukunft im Dienste des Lord of Light sieht. Jon will davon jedoch nichts wissen: „If I fall, don’t bring me back.“ Er will nicht der Auserwählte sein, kein Anführer, kein König, was ihn gerade dazu prädestiniert, Verantwortung zu übernehmen. Darin sind sich nämlich Tormund und Davos einig, als sie in einem Gespräch über das Schicksal ihrer verehrten Anführer Stannis und Mance Rayder resümieren: Vertraue nicht in Könige, vertraue in Menschen.

Umringt von Bergen aus Leichen: Die Schlacht von Winterfell gehört zu den brutalsten Momenten der gesamten Serie.

 

Am Morgen ist es schließlich so weit: Jon und Co. stehen der Armee von Ramsay auf dem Schlachtfeld gegenüber. Ramsay lockt Jon aus der Reserve, in dem er den freigelassenen Rickon mit Pfeilen beschießt. Jon eilt seinem Halbbruder entgegen. Trotz Sansas Warnung tut er das, was der Bastard von ihm will. Die Falle schnappt zu: Rickon bricht vor Jons Augen zusammen, getroffen von Ramsays Pfeil. Jon hat sich soweit nach vorne gewagt, dass es kein Zurück mehr gibt. Ramsay schickt seine Kavallerie vor. Jons Mitstreiter sind gezwungen, ebenfalls vorzurücken. Während die Reiter-Bataillone aufeinandertreffen, beschießen Ramsays Bogenschützen das Kampfgeschehen mit regelmäßigen Pfeilhageln. Nacheinander fallen Mensch und Tier, bis das Schlachtfeld mit riesigen Leichenhügeln überzogen ist. Der Kampf der Bastarde ist ein gnadenloses Massaker, in dem sich die Unmenschlichkeit von Kriegen im Allgemeinen und die Brutalität von Westeros im Besonderen zu einer eindrücklichen Sequenz verdichten. Regisseur Miguel Sapochnik, der schon in HARDHOME den Angriff der White Walker imposant in Szene setzte, hat wieder einmal sämtliche Register gezogen.

 

Handwerklich ist BATTLE OF THE BASTARDS brillant gefilmt. Dynamisch führt die Kamera durch die elaboriert choreografierten Massenszenen aus Statisten und Pferden. Stunts, Spezialeffekte und digitale Tricktechnik gehen nahtlos ineinander über, wenn der Riese Wun Wun Menschen in der Luft zerreißt oder Soldaten von Reittieren umgerannt werden. Die Inszenierung orientiert sich größtenteils an den Eindrücken der Protagonisten – Während sich die Zeit vor der Konfrontation in die Länge dehnt, rauscht das Kampfgeschehen im nächsten Moment in unruhigen, verkanteten Einstellungen und brutalen Stakkato-Schnitten über den Zuschauer hinweg. Das Bild füllt sich mehr und mehr mit wilden und zerschundenen Körpern, bis man nicht mehr zwischen Freund und Feind, tot oder lebendig, Mensch oder Materie unterscheiden kann. Zusammen mit Jon Snow werden wir unter dem Getrampel panischer Wildlinge begraben und japsen im überfüllten Bildkader verzweifelt nach Luft. BATTLE OF THE BASTARDS badet in seiner Gewalt. Der filmische Exzess ist jedoch kein reiner Selbstzweck: So veranschaulicht der geniale tracking shot im Herzen der Sequenz, in dem die Kamera Jon bei seinem Straucheln durch das Chaos der Schlachtfeld begleitet, das schiere Glück, dem allein er das Überleben des Gemetzels zu verdanken hat. Dennoch verheddert sich die Folge in der schizophrenen Logik des Anti-Kriegfilms: Um die menschenverachtende Bestialität des Krieges vorzuführen, wird die entglorifizierte Gewalt in ihrer abstoßenden Drastik dennoch als filmische Attraktion in Szene gesetzt.

Die Figuren der Folge

Hauptfiguren
Nebenfiguren
Letzte Auftritte

Hund beißt Hund

Showdown in Winterfell: im finalen Zweikampf mit Ramsay ist Jon nicht mehr wieder zu erkennen. Hass, Zorn und die Verrohung des Krieges verwandeln sein Gesicht in eine entsetzliche Grimasse.

 

Vielleicht kostet BATTLE OF THE BASTARDS den Exzess der Schlacht auch nur deshalb aus, weil ihr Ausgang zu vorhersehbar war. Umzingelt von Ramsays Soldaten, die in römischer Schild-und-Speer-Formation Jon und die Wildlinge zusammentreiben, erlöst der Schall eines Horns unsere Helden aus der Misere. Die Reiter von Rohan sind da! Nein, Moment, die Adler sind gekommen! Fast. Jetzt hab ich’s: Die Falken aus der Vale kommen angeritten. Haus Arryn tritt auf den Plan, befreit den Rest der einkesselten Wildlinge und wendet das Geschick der Schlacht zugunsten der fast besiegten Starks. Wieder einmal gewinnt die unterlegengere Seite durch das überraschende Eingreifen einer dritten Partei. Nicht fähig, die nahende Niederlage zu begreifen, zieht sich Ramsay entgeistert nach Winterfell zurück. Doch zu spät: Wun Wun zertrümmert das Tor, die Wildlinge strömen in den Innenhof, Winterfell ist eingenommen.

 

Übersät mit Blut und Dreck stampft Jon auf Ramsay zu, überwältigt den Bastard im Duell und hämmert mit seinen Fäusten auf ihn ein. Allein Sansas Blick hält ihn davon ab, Ramsay zu Tode zu prügeln. Jon verschont Ramsay – nicht aus Gnade, sondern weil er Sansa an der Genugtuung der Grausamkeit teilhaben lassen möchte. Sansa gebührt die „Ehre“, Ramsay töten zu dürfen. Im Kerker von Winterfell lässt sie den Bastard von seinen eigenen Hunden zerfleischen, die er eine Woche für die Schlacht hat hungern lassen. Ein unbefriedigendes Ende. Ramsay hat im Verlauf der Geschichte derart viele Grausamkeiten verübt, das eine adäquate Bestrafung für den meist gehassten Charakter der Serie nicht möglich ist. Dass seine Barbarei durch einen weiteren Akt der Barbarei beendet wird, macht es nicht besser, eher schlimmer. Am Anfang hat Sansa Jon davor gewarnt, genau das zu tun, was Ramsay von einem erwartet. Und doch handelt sie selbst so sadistisch, wie es ihr Mann von ihr gewollt hätte. Seine manischen Worte werden zur unheilvollen Prophezeiung: „You can’t kill me. I’m part of you now.“ Sansa dreht sich um und überlässt Ramsay seinem abscheulichen Schicksal. Ein kaltblütiges Lächeln huscht über ihr Gesicht. Die Bestie ist tot. Lang lebe die Bestie.

Deus Ex Machina im Einsatz: Littlefingers wenig überraschender Auftritt wendet das Geschehen der Schlacht im letzten Moment zum Besseren.

 

Ramsays Ende versinnbildlicht den Pyrrhussieg, den die Starks gegen Haus Bolton errungen haben. Winterfell ist wieder in ihren Händen. Aber zu welchem Preis? Zu viele Menschen haben in der Schlacht ihr Leben gelassen. Der ohnehin geschwächte Norden hat noch einmal kräftig geblutet. Zudem ist der Frieden von Winterfell nun abhängig von Haus Arryn, das heißt von Littlefinger. Wie schon mit Tywin Lannister zur Blackwater-Schlacht oder Stannis Baratheon beim Kampf um Castle Black könnte sich auch in BATTLE OF THE BASTARDS der unerwartete Retter als neue Gefahr entpuppen. Übermütig wird der gehäutete Mann der Boltons von den Wänden Winterfells geschmissen und durch den Schattenwolf der Starks ersetzt. Welches Wappen kommt als nächstes? Der Falke der Arryns? Littlefingers Spottdrossel? Vor der Folge konnte man gar nicht abwarten, bis die Schlacht um Winterfell endlich passiert. Jetzt ist der langersehnte Kampf der Bastarde vorbei – und man ist wer denn je gespannt, wie es weitergeht. Nach der Schlacht vor der Schlacht.

 

BATTLE OF THE BASTARDS war eine spannende, großartige Episode. Von Anfang bis Ende klebte ich gebannt am Bildschirm. Die beste Folge der Serie ist es jedoch nicht. Dafür hat mir noch etwas gefehlt. Nur was? Vielleicht die Überraschungen? Trotz atemberaubender Inszenierung verliefen doch einige Erzählabschnitte zu sehr nach Schema F, so dass gerade der Ausgang absehbar war. Oder vielleicht ein zufriedenstellendes Ende? Ramsays grausamer Tod war genugtuend und gleichzeitig beschmutzend. Seine Freude am Leid anderer lebte in diesem Moment nicht nur in Sansa, sondern in uns selbst weiter. Hat der Bastard am Schluss doch gewonnen? If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.“ Das böse Ende von BATTLE OF THE BASTARDS ist GAME OF THRONES in Reinform. Solange die Serie läuft, lebt Ramsays zynisch-nihilistische Philosophie weiter. Meine widersprüchlichen Gefühle zur Folge finden keine Auflösung und lassen sich am besten in dem überaus treffenden Internet-Kommentar ausdrücken: „It was like watching THE REVENANT.“


 

No one can protect me. No one can protect anyone.

 

Sansa Stark

Andere Gedanken:

  • Ramsay Bolton ist tot. Endlich. Wie schon Joffrey entwickelte die Figur über die Zeit nur wenig Nuancen und blieb ein geradliniger Psychopath mit unerschöpflichem Sadismus. Davon absehen werde ich Iwan Rheon als Schauspieler sehr vermissen. Dass wir ihn wirklich hassen konnten zeigt, was für einen grandiosen Job Rheon gemacht hat. Gerade in BATTLE OF THE BASTARDS, wo Ramsay selbst in Angesicht des Todes unfähig zu sein scheint, seinen Untergang mental zu verarbeiten und bis zuletzt seine Spielchen trieb.
  • Wird Yezzan zo Qaggaz die Botschaft von der Macht der Drachenlady verbreiten? Ist mit dem Schicksal von Meereen der „Frieden“ der Sklavenbucht endlich sicher? Oder muss Dany auf ihrem Wg nach Westeros die Städte noch einmal in umgekehrter Reihenfolge abklappen?
  • Armer Wun Wun. Den Großen erging es in der sechsten Staffel nicht gut. Von Pfeilen durchbohrt hat er bis zuletzt für den Sieg von Jon Snow gekämpft. Ob mit ihm der letzte Riese in Westeros ausgestorben ist?
  • Ramsay kämpft die ganze Schlacht über nur mit Pfeil und Bogen – Für einen „ehrbaren“ Schwertkampf mit Jon Snow ist er nicht ausgebildet.
  • Bei einer Schlacht wie dieser treffen immer die zwei stärksten Kämpfer jeder Seite auf einander. In diesem Fall waren es Tormund und Smalljon, wobei letzter den Kürzeren zog. Ist Haus Umber damit auch ausradiert?
  • Ich mochte sehr die Dynamik zwischen Dany und Yara. Zwei ehrgeizige Frauen, die wissen, was sie wollen. Der fast schon flirtige Unterton gab dem eine zusätzliche Würze. Hoffentlich gibt es davon mehr!
  • The North Remembers… And doesn’t give a shit. Also doch keine Verschwörung der Nordmänner, die Ramsay zu Fall bringt. Eigentlich hat der Norden, sofern er Haus Bolton nicht direkt unterstützte, so gut wie gar nichts gemacht. Selbst Jons Taktik, Ramsays Angstherrschaft über die anderen Häuser bröckeln zu lassen, hat nichts gebracht.
  • Consida dat a diwors. Sansa hat ihren Peiniger Ramsay überwunden. Alu-Theorie der Woche: Was ist, wenn seine Grausamkeit nicht das einzige ist, was von ihm in ihr weiterlebt? #Sansa #DemonBaby
  • Danyfication: D&D statteten Sansa diese Folge mit einer Reihe von großartigen Dialogzeilen aus, die an Danys Level an Badassdom hereinreichen. Eine Auswahl: „You’re going to die tomorrow, Lord Bolton. Sleep well.” Und: „Your words will disappear. Your house will disappear. Your name will disappear. All memory of you will disappear.”
  • Die Inspiration zu der Kampftaktik der Boltons, die Wildlinge mit Schild und Speer zu umzingeln, und langsam aufzuspießen bzw. sich selbst tot trampeln zu lassen, nahmen D&D von der berühmten Kesselschlacht von Cannae, in der Hannibal die zahlenmäßig überlegenen Römer auf ähnliche Weise besiegte.
  • You know nothing, Jon Snow. Ramsays Falle war für alle offensichtlich. Dennoch musste Jon trotz aller Warnungen blindlings hineinlaufen. Ärgerlich. Aber andererseits ist es vielleicht auch gut so, wenn zumindest einer der Starks sein gutes Herz nicht gänzlich aufgegeben oder kompromittiert hat.
  • Genauso muss man aber mit Sansa schimpfen, dass sie bis zuletzt ihre Nachricht an Littlefinger verschwiegen hat. Hätte man gewusst, dass die Reiter der Vale kämen, hätte man sicherlich anders gekämpft und viele Leben retten können. Aber vielleicht wusste Sansa nicht einmal, ob Littlefinger überhaupt kommen würde.
  • Rote Priesterin, zieh dich warm an: Davos ist hinter dir her. Und er ist super angepisst.
  • Die nächste Folge wird die längste in der Geschichte der Serie. Zu recht: Es gibt noch einiges zu erzählen. Wie geht es nach der Schlacht in Winterfell weiter? Wie endet der Konflikt in King’s Landing? Wird Dany jetzt mit den Greyjoys, den Dothrakis, den Second Sons, den Unsullied und ihren Drachen nach Westeros rübersegeln? Bildet sie eine Fahrgemeinschaft mit Arya? Was geschieht mit Brienne und Jaime? Was treibt eigentlich Bran? Werden Sam in Oldtown und Ellaria Sand in Dorne noch eine Bedeutung für die Handlung entwickeln?
  • Apropos King’s Landing: Wieder einmal wurden Hinweise auf das Wildfire gegeben. Diesmal von Tyrion. Er erzählt Dany, dass der Mad King einst große Mengen von Wildfire unterhalb der Hauptstadt (u.a. unter dem Red Keep und der Great Sept!) lagern ließ. Wenn King’s Landing nächste Folge nicht in Flammen aufgehen wird, bin ich enttäuscht.

Bildcopyright: HBO

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