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The Wire Martin Urschel

THE WIRE – Netzwerke der Gewalt, Martin Urschel. © Nomos Verlag

Omar nennt es in Baltimore beim Namen. Ich zitiere es nicht, um eine weitere, hoffentlich unnötige Apologie zu THE WIRE einzuleiten, sondern weil vor einigen Tagen etwas geschehen ist: Die dritte deutsche Monografie zur Serie, geschrieben von Martin Urschel von der Mainzer Mediendramatrugie, ist erschienen: THE WIRE – NETZWERKE DER GEWALT.

Nun, ich hoffe, Ihr habt alle inzwischen THE WIRE gesehen, und will erst einmal gar nicht damit anfangen, irgendwelche Thesen in den Raum zu stellen, um Euch auf den Geschmack zu bringen. Aber, Ihr wisst, wie es ist: Das Homicide-Team könnte gerade jetzt, wenn der Weihnachtsurlaub ansteht und die kuschligen Plätze unter dem Christbaum ein Re-Up brauchen, Eure Liebsten begeistern. Als Begleitung für ein dermaßen gegen den filmischen Tod der Geschichte wütenden Monster wie THE WIRE schickt sich, wie Ihr es selber wisst, noch mehr Zeit im Universum von Baltimore zu verbringen. Das bietet dieses am 29.11. erschienene Buch zur Serie auf knappen 100, also keineswegs anstrengenden Seiten an. Also don’t fret!

Während die bereits erschienenen Publikationen von Jens Schröter und Daniel Eschkötter sich um den Mediendiskurs (vom Münztelefon bis hin zur Baltimore Sun) beziehungsweise um THE WIRE als systematische Analyse der zentralen Probleme eines Monsters von Stadt aus dem Rust Belt drehten, schaut Martin Urschel in THE WIRE – NETZWERKE DER GEWALT auf die Erzählung der Serie und geht dieser in drei großen Themenblöcken analytisch recht nah an der Serie nach:

  • Wie werden die Hauptthemen der Serie eingeführt?
  • Wie entfaltet sich die Dramaturgie als Mischung von Spiel und Kontext?
  • Wie lässt sich das alles deuten?
  • Was Hamilton a president?

A man got to have a code – also werde ich es nicht bei dieser Ankündigung belassen, sondern verspreche mir, sobald meine Abschlussprüfung vorbei ist (die, wie ihr gerade ahnt, unter anderem THE WIRE als Thema beinhaltet), einen detaillierten Text zum Thema THE WIRE und den zugehörigen deutschen Publikationen zu schreiben.

Bis dahin, probiert es selber aus und bringt Eure Bekannten und Liebsten dazu, THE WIRE zu schauen und darüber auch zu lesen. Und wenn der Geschenktipp Euch tatsächlich einiges an Grübelei erspart hat, schlagt mir im Gegenzug auch einige Ideen in den Kommentaren vor. Ich stehe mächtig auf dem Schlauch!

Als kleines Advent-Präsent soll noch darauf hingewiesen werden, dass THE WIRE und andere Serien gerade in der ARTE-Mediathek in einer Doku zelebriert werden.

the wire martin urschel

© Nomos


THE WIRE – NETZWERKE DER GEWALT
Martin Urschel

104 Seiten
Nomos Verlag
November 2013

ISBN 978-3-8487-0993-9
19,- €

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Und weil so ein Post nicht ohne Video online kann, Omar Little:

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