von Dennis Vetter7. Dezember 2011
1000 Gramm (R: Tom Bewilogua)Ist man bei Filmfestivals involviert und hat es einmal miterlebt, eine derartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen, begreift man umso mehr, dass es eine Kunst ist, alles richtig zu machen. Natürlich ist die Schwierigkeit dieses Prozesses auch stets für die Zuschauer erfahrbar, dann nämlich, wenn etwas besonders gut oder schlecht läuft. Filmemacher sind so unterschiedlich wie ihre Filme und es ist schwer abzus...
von Elisabeth Maurer28. November 2011
Der Albaner von Johannes NaberGestern endete das FILMZ 2011, Festival des deutschen Films, in Mainz. Zum Abschluss gab es den Kurzfilmwettbewerb und daran anschließend die Preisverleihung. Die Gewinner bei FILMZ werden vom Publikum durch Stimmabgabe nach jeder Vorstellung bestimmt.Den Preis für den besten Langfilm erhielt Der Albaner von Johannes Naber. Diesen hielten auch wir für ein besonderes Festivalhighlight, weil er sich eines universell...
von Elisabeth Maurer26. November 2011
Rick Okon und Maximilian Befort in RomeosEigentlich müsste sich Lukas (Rick Okon) sehr darüber freuen, dass das nackte Mädchen, dem er in der Gemeinschaftsdusche begegnet, bei seinem Anblick entsetzt zu schreien beginnt. Denn Lukas war bis vor kurzer Zeit selbst noch weiblich. Der Schrei ist also eine Anerkennung seines Mannseins. Lukas Problem jedoch ist, dass er noch nicht komplett Mann ist; unter seiner weiten Kleidung versteckt er Brüste ...
von Elisabeth Maurer26. November 2011
FILMZ 2011 zeigt Der Albaner, obwohl er schon im August in den deutschen Kinos gestartet ist. Der Film gewann den Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken, konnte aber bei seiner Kinoauswertung kein sehr großes Publikum erreichen. FILMZ möchte dem Film erneut ein Forum bieten, weil die Verantwortlichen ihn als besonders unterstützenswert erachten. Dem möchte ich mich gerne anschließen, Der Albaner ist sicherlich ein Höhepunkt des diesjährigen Lan...
von Elisabeth Maurer26. November 2011
Im einen Kinosaal lief am Donnerstag der neueste Teil der Twilight Reihe, Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht 1. Im anderen eine rotverfärbte Filmkopie mit deutlichen Kratzspuren, die bei der Projektion die Leinwand immer mal wieder schwarz bleiben ließ und einen deutschen Film aus den 70ern wiedergab. FILMZ 2011 startete seine diesjährige Rückblende mit Die gläserne Zelle von Hans W. Geißendörfer. In der Reihe vor mir saß eine Gr...
von Elisabeth Maurer25. November 2011
An meinem ersten Tag bei FILMZ habe ich gleich eine große Bandbreite des Programms abdecken können, da ich zuerst den Langfilm Der Brand, daraufhin Die gläserne Zelle aus der Rückblende und zum Abschluss das erste Programm der Mittellangen sehen konnte. Grundsätzlich war es ein guter Festivalauftakt, wobei mich die mittellangen Filme doch mit Abstand am meisten beeindruckt haben. Daher die Empfehlung, sich als Besucher des Festivals nicht nu...
von Markus Hauschild25. November 2011
In der Filmwissenschaft ist die Subjektivität einer der zentralen Begriffe, wenn es um Dokumentarfilme geht. Ist eine Dokumentation noch seriös, sofern der Regisseur seine persönliche Sicht mit einbringt? Eine eindeutige Antwort gibt es auf diese Frage nicht und die Meinungen der Wissenschaftler gehen hier weit auseinander. Für diese Debatte ist Giftchen, der gestern den Dokumentarfilmwettbewerb von FILMZ 2011 eröffnete, sicherlich ein auße...
von Elisabeth Maurer25. November 2011
Judith (Maja Schöne) hilft als Physiotherapeutin den Patienten dabei, sich von Verspannungen und Verletzungen des Körpers zu erholen. Dabei geht sie behutsam, aber auch bestimmt vor. Auch im Privatleben ist sie von offener Freundlichkeit und gesundem Selbstbewusstsein geprägt. Als ihr Freund Georg (Mark Waschke) nicht zum wöchentlichen Salsatanzen erscheinen kann, fordert sie einen anderen Mann auf. Doch ein anderer zeigt Interesse an ihr –...
von Elisabeth Maurer1. Dezember 2010
Das 20. Jahrhundert ist vierzehn Jahre alt, ebenso die Protagonistin von Poll. Diese vierzehn Jahre sind geprägt von einem Zeitenumschwung. In der Kunst, der Gesellschaft, der Politik zeichnen sich enorme Umwälzungen ab. Die Jahreszahl löst vielfältige Assoziationen aus. Angefangen natürlich beim Schrecken des Ersten Weltkriegs, der in ganz Europa Zerstörung verbreiten wird, Deutschland das Ende der Kaiserzeit bringen wird, und überhaupt d...
von Ciprian David30. November 2010
Die Taube auf dem Dach ist eine wiederentdeckte Perle des DDR Kinos. 1973 verboten, 1990 wiedergefunden, erneut verloren und 2009 ein weiteres Mal restauriert, lief er im Herbst in den deutschen Kinos. Wir hatten das Vergnügen mit der Regisseurin anlässlich der Vorführung des Films im Rahmen des FILMZ Festivals in Mainz ein Gespräch zu führen:***Im Zusammenhang mit seiner Geschichte wird der Film heute vielleicht als sehr politisch angesehen...