von Christian Alt15. September 2010
Das Lucas-Filmfest ist seit Sonntag vorüber und wir blicken auf eine schöne Woche im Cinestar Metropolis in Frankfurt zurück. Vier unserer Autoren begeben sich in die Vogelperspektive und werfen nicht nur einen Blick auf das Festival, sondern auch auf den internationalen Kinderfilm.Lena EsserDas Filmfest außerhalb des Kinosaals Besonders beeindruckend fand ich die Mühe, die sich die Veranstalter bei der gesamten Planung des Festivals gemacht...
von Lena Esser12. September 2010
Den Gefühlen freien Lauf lassen. Sich öffnen. Emotionen zeigen, die mit Worten niemals ausgedrückt werden können. Das ist Tanz, das bedeutet klassisches Ballett für Adrian. Vielleicht ungewöhnlich für einen Jungen im Auge der allgemeinen Gesellschaft. Sollten sie nicht lieber Fußball spielen und sich für Autos interessieren? Adrian ist das völlig egal. Bereits im Grundschulalter verspürt er eine unglaubliche Faszination fuÌ...
von Lena Esser12. September 2010
Mit 11 Jahren möchten heute die meisten Kinder bereits als junge Erwachsene gesehen und behandelt werden.Jessi (gespielt von Luzie Ahrens) ist 11 und muss die Rolle eines Erwachsenen übernehmen. Die Leichtigkeit ihrer Kindheit hat ein Ende, seit ihre Mutter im Gefängnis sitzt, sich um nichts mehr kümmert und nur an sich und ihre gewünschten Zigaretten denkt. Dass ihre ältere Tochter Bibi Geburtstag hat, muss sie wohl vergesse...
von Christian Alt11. September 2010
Beim Ansehen von Kinderfilmen ist es immer wieder ein Erlebnis, sich selbst den naiven Blick des Kindes anzueignen und die Welt für wenige Stunden mit anderen Augen zu sehen. Die heimische Flora und Fauna wächst unter diesem Blick zu mystischen Orten des Zaubers heran und selbst im kleinsten Welpen schlummert der mächtigste Wolf. Der japanische Film Ululu führt uns genau in jene Welten und zeigt, was passiert, wenn der Blick des Kindes der Wa...
von Ciprian David10. September 2010
Im Frühjahr 2010 wurde ein Film auf dem deutschen DVD-Markt veröffentlicht, der sich auf sehr simple und radikale Weise mit dem Phänomen des Amoklaufs an einer Schule als Folge von Schikane auseinandersetzt. Wenig von Musik Gebrauch machend und in einer konsistenten, dokumentarischen Manier gestaltet, beeindruckte Ilmar Raags Klass durch die Intensität der Erzählung, durch das Gespür des Regisseurs für die Dramaturgie der Gewalt, aber nich...
von Ciprian David10. September 2010
Neben den Wettbewerben für Kurz- und Langfilm, neben den zahlreichen Workshops und Diskussionsplattformen bietet das Festival dem Publikum mit der Panoramareihe die Gelegenheit, sich mit prägnanten Filmen auseinanderzusetzen, die die älteren aus dem jungem Publikum anvisieren. Entsprechend ist das zentrale Thema der Filmauswahl: Erwachsenwerden, mit all den inhärenten Problemen.In dieser Reihe war auch Mondscheinkinder zu sehen, der erste Fil...
von Ciprian David10. September 2010
Einer der Höhepunkte des Festivals war mit Sicherheit Gus van Sants Paranoid Park, gezeigt im Rahmen der Panorama-Sparte. An die Todes-Trilogie (Gerry, Elephant und Last Days) des Regisseurs anschließend, taucht einmal mehr die Kamera (von Christopher Doyle) in die Welt der Jugendlichen Nordamerikas ein. Wie man es mittlerweile als Zuschauer gewohnt ist, sind die Weltkonstruktionen van Sants Modelle des nicht heilen Amerikas, lokale Universen, ...
von Christian Alt9. September 2010
1981 beginnt mit kalten Schwarz-Weiß-Bildern. Nazi-Offiziere stehen vor der verschreckten Bevölkerung. Ein Funkgerät der Nazis wurde entwendet, die Hinrichtung Unschuldiger droht, wenn sich der Schuldige nicht meldet. Doch eine freundliche Stimme aus dem Off signalisiert: Alles in Ordnung, es passiert nichts. Sie macht die Faschisten zum anachronistischen Gespött. Die Nazis suchen jemanden der Benito heißt, ein kleiner Junge tritt einen Schr...
von Elisabeth Maurer7. September 2010
Der Tier- und Naturschutz und vor allem auch die Rettung bedrohter Tierarten ist vielen Menschen heute ein besonderes Anliegen, auch weil selbst abgelegene Gebiete immer mehr vom Menschen vereinnahmt werden, wodurch der Lebensraum der Tiere ständig weiter beschnitten wird. Doch wenn ein gewaltbereites Tier das Haus und sogar die eigene Familie bedroht, wird wohl jeder Mensch versuchen sich zu verteidigen, auch wenn es sich bei dem Tier um eine g...
von Elisabeth Maurer7. September 2010
Am Anfang ist eine Schulklasse zu sehen, die mit ihrem Lehrer eine mittelalterliche Siedlungsstätte besichtigt. Mit Eifer versucht der Lehrer die Schüler für die Relikte der vergangenen Zeit zu begeistern, stößt dabei aber eher auf Desinteresse. Mit demselben Blick zurück in eine frühere Epoche wendet sich der Hauptcharakter Jarle an die Zuschauer. Doch nicht wie zu vermuten durch einen Voice-over, sondern er schaut direkt in die Kam...