von Michael Brodski21. Mai 2012
Der japanische Regisseur Masao Adachi kann zweifellos als eine ambivalente Persönlichkeit angesehen werden. In den 60ern realisierte er zahlreiche politisch linksorientierte, surrealistische Experimentalfilme und schrieb für seine ideologisch gleichgesinnten Regie-Mitstreiter Koji Wakamatsu und Nagisa Oshima Drehbücher, darunter auch für Pink Eigas. 1971 schloss er sich in Beirut der linksradikalen japanischen roten Armee an, war die nächs...
The Woodsman and the RainMit über 16.000 Besuchern war auch das 12. japanische Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt am Main ein voller Erfolg. Am Ende der fünf, mit Vorstellungen vollgepackten Tage stand am Sonntag, dem 6.5.2012 die Verleihung der drei Preise des Festivals: Der Nippon Cinema Award, der Nippon Visions Award und zum ersten mal auch der VGF Nippon in Motion Award:Im Rennen um den mit 2000 Euro dotierten Nippon Cinema Award ...
von Simon Born7. Mai 2012
Zweimal ist der Samuraifilm auf der Nippon Connection 2012 im Nippon Cinema-Wettbewerb vertreten. In beiden Filmen hat der Protagonist Seppuku zu vollziehen, den ehrenvollen Suizid eines Samurais. So ähnlich die Thematik der Filme, so unterschiedlich ihre Herangehensweisen. In Harakiri – Death of a Samurai von Takashi Miike treffen im Ritus der Selbsttötung Pathos-Formeln und strikte Ideologien des Samuraifilms auf den unauflöslichen Werte-K...
von Jo Bieber3. März 2012
Vom 2. bis 6. Mai findet zum 12. Mal Nippon Connection, das weltgrößte Festival des japanischen Films, in Frankfurt am Main statt. Hier finden sie unsere Berichterstattung:Berichte und Kritiken Saya ZamuraiVorberichterstattung:Erste ProgrammhighlightsNippon Connection 2012 – Das Programm: CinemaNippon Connection 2012 – Das Programm: RetroNippon Connection 2012 – VisionsBild: Chrishimself...
von Ciprian David3. Mai 2011
Good For Nothing, von Sho MiyakeNicht in dem Maß, wie ich es mir wünschte, habe ich bei der diesjährigen Nippon Connection einige Zeit mit den Independent Filmen aus der Visions-Reihe verbracht. Ich konnte einen Kurzfilm sehen, einige mittellange und eine lange Produktion. Rückwirkend frage ich mich, wofür die Bezeichnung „Independent“ stehen darf. Klassischerweise bezieht sie sich auf die Produktionsbedingungen, auf die Finanzierungsmet...
von Ciprian David3. Mai 2011
Click auf dem Bild zum VergrößernDie Programmierung von Cold Fish im Anschluss an A Night in Nude: Salvation im Rahmen der Nippon Connection ermöglichte den Zuschauern der beiden Filme eine durch die Betrachtung des gleichen Phänomens aus zwei Perspektiven bereicherte Erfahrung.Beide Filme beinhalten Serienmorde und bewahren dabei die Haltung, dass der Tod eines Menschen noch nicht sein Ende bedeutet. Dieses wird erst ereicht, wenn der Körpe...
von Sascha Eggers3. Mai 2011
Der dreißgjährige Momose (Sousuke Takaoka) führt eine relativ glückliche Beziehung mit Kayo (Tomoko Tabata) und teilt sich auch eine Wohnung mit ihr. Lediglich ihr des öfteren befehlerisch wirkender Ton nervt ihn. Doch als ihre fünfzehnjährige Schwester Momo (Erena Ono) über Sommer zu Besuch kommt, treten immer mehr Streitigkeiten zwischen dem Paar auf.Momos unbeschwerte Art zieht Momose dagegen immer mehr an. Kurz vor deren Abreise kommt...
von Simon Born2. Mai 2011
Shigeru Moriyama (Masakazu MIMURA) ist Mitte 30, freundlich, vielleicht ein wenig zu schüchtern. Doch verbirgt sich hinter der harmlosen Fassade des fleißigen Mitarbeiters eines Immobilienunternehmens in Tokio ein großes Geheimnis, das Moriyama nicht zur Ruhe kommen lässt. Sein Alltag ist dementsprechend bestimmt von Täuschung und Paranoia, es genügt ein verdächtiger Blick auf der Straße, um in ihm schweißtreibende Panikattacken auszulö...
von Simon Born2. Mai 2011
Ein Karate-Roboter, der sich in ein Motorrad verwandelt. Fraubotern mit Raketenbusen. Ein Diarrhea-Käferbot, der ätzende Sekrete aus seinem Hinterleib abfeuert. Der Angriff eines 200 Meter Teenage-Mädchen-Cyborgs, der mit seiner Handytelefoniererei einen Radius tödlicher Strahlen aussendet – Besser kann man Karate-Robo Zaborgar nicht zusammenfassen. Der flashige Film von Noboru IGUCHI ist eine liebevoll-trashige Hommage an die japanische li...
von Simon Born2. Mai 2011
Harmonielehre des Kraches: Eines Tages stellt der buddhistische Mönch Jonen (Suneohair) den Schülern der Dorfschule sein Leben vor, das widersprüchlicher nicht sein könnte: Mit seiner Frau Tae (Rie TOMOSAKA) und ihrem gemeinsamen Sohn lebt er in einem kleinen Apartment in einer nordöstlichen Provinz Japans, bezieht sein Gehalt als Mönch des örtlichen Zen-Tempels "Ryu-un-ji" unter Leitung des hohen Meisters Genshu (Kaoru KOBAYASHI). Die Zuk...