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Pongs Pippin bar

Arcade-Klassiker wie Pacman oder Q*bert erfreuen sich bis noch heute einer großen Anhängerschaft und gelten als Kult. Zu dieser illustren Runde darf man auch Ataris Klassiker Pong zählen, der in seinen 40 Jahren Existenz mehrere Neuauflagen bekommen hat. Dass man aus einem simplen Spiel wie Pong auch eine Menge neues herausholen und dabei auch einen künstlerischen Aspekt einfließen lassen kann, beweist nun der Designer Pippin Barr mit seinen 36 Pongvariationen auf seinem Blog.

Barr ist Dozent für Computer Game Research an der Uni Kopenhagen und beschäftigt sich als Künstler unter anderem mit Animationen, Comics und Fotos. Seine selbst getauften „Curious Games“ verhalfen ihm zu einem hohen Ansehen weit über die Blogosphäre hinaus: so erregte sein Spiel The Artist is Present mit seinem Erscheinen große Aufmerksamkeit. In ihm kann man die Performance der Künstlerin Marina Abramovic im MoMA nachspielen. Der kniff bei diesem „Spiel“ ist, dass man mit seinem Avatar wie im MoMA in einer Schlange warten muss, bis man sich endlich Abramovic gegenübersetzen und sie anstarren kann. Der Spieler wird zu Passivität gezwungen, was absolut gegen jegliche Gamekonvention verstößt und lässt das Kunsterlebnis in Pixelform virtuell nachempfinden.

Die Browsergames, die Barr seit 2011 in regelmäßigen Abständen online stellt, fordert den Spieler heraus, neue Aspekte des Spielens zu erkennen. Pongs sei, nach Pippin Barrs bekunden, wohl das erste Spiel von ihm, das er auch genossen hat – was nicht Intension seiner Spiele ist. Die 36 Variationen von Pong sind grundverschieden und immer eine neuer Herausforderung. So wird bei Snake Pong das Originalspiel mit Snake kombiniert, bei Schizo Pong wechselt die Kontrolle ständig. Und was es wohl mit Viennese Pong auf sich haben könnte? Findet es am Besten selbst auf Pippin Bars Blog heraus – stundenlanger Spaß und Ablenkung sind garantiert, folgt einfach dem Link.