Bunga-Bunga-Kino: Bad movies from good directors, bad movies from bad directors
"Die Sprache ... kann die Seele nicht malen, und was sie uns gibt, sind nur zerrissene Bruchstücke." - so Heinrich von Kleist vor etwas mehr als 200 Jahren. Auf Kleist müssen wir uns jetzt sowieso langsam einstellen. Ein radikaler Künstler, von dem wir Kritiker, wie auch mancher Filmemacher sehr viel lernen können. Kleists Radikalität bestand gerade darin, dass ...
Tiger unter sich: Claude Lanzmanns neuer atemberaubender Film LE DERNIER DES INJUSTES an der Croisette
Da hätte man gerne zugehört: Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, als Steven Spielbergs SCHINDLERS LISTE eine heftige Kontroverse auslöste. Claude Lanzmann hatte Spielberg und seinen Film damals öffentlich angegriffen, ihm Missbrauch der Geschichte und "Hollywoodisierung" der Shoah vorgeworfen - ein früher Vorwurf dessen, was später unter ...
Le Rouge et le Noir: Strahlungen, elan vital, Energie-Filme von Zlotowski und Jodorowsky
"Es ist das Wallhalla des Kinos."
Martin Scorsese über Cannes (in: SEDUCED AND ABANDONED von James Toback)
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Während Cannes haben immer ein paar geschätzte Menschen auf dem Festival Geburtstag. So Verena Lueken aus Frankfurt, der ich nur eine Zigarette schenken konnte, und die den Tag dann damit feierte, dass sie in ihrem, ich glaube recht engen, H...
Parfüm, Paris, Prada; und Kindergeschichten; und die Macht der Vergangenheit und der deutsche Film als Phantasma und Ideologie
"Of all the arts, cinema is the most important for us."
Wladimir Illyich Lenin, 1919
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Diesmal prägt die ersten Festivaltage eine auffallend gute Programmierung. Als ob Thierry Fremaux dem unangefochtenen Meister dieser Klasse, Ex-Venedig-Boss Marco Müller, Konkurrenz machen wollte, webt er ein dichtes Netz aus B...
Böse liebe Kinder: Sofia Coppola und Francois Ozon erzählen in Cannes von den Sünden der Jugend, der Iraner Asghar Farhadi von Schuld, Trost und Vergebung.
KARNEVAL DER TIERE vom französischen Komponisten Saint-Saens, das ist seit über zehn Jahren die Musik zum Vorspann der offiziellen Selektion des Cannes-Filmfestival. Durchaus programmatisch: Denn was sind diese Filmemacher und Stars und Filmmenschen hier an der Cote anderes, als ein ...
von Diana Kluge17. Mai 2013
Ende April, Anfang Mai dreht sich in Toronto dank Hot Docs alles um den Dokumentarfilm. Das größte Festival dieser Art in Nordamerika feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Was 1994 mit 21 Filmen an vier Tagen begann, hat sich mittlerweile zu einem elftägigen Industrie- und Publikumstreffpunkt entwickelt. In diesem Jahr waren insgesamt 204 Filme in 16 Spielstätten der Stadt zu sehen. Neben 2514 Fachbesuchern wurde mit 180 000 ...
Das grüne Licht von Cannes und die Macht der Imagination
Eine Party von Baz Luhrmann - da wären wir schon gern zu Gast. Wenn da nur zehn Prozent von dem los ist, was er in seinen Filmen so zeigt, dann wäre es bestimmt die beste des Festivals: Überbordend, exstatisch, verrucht. Und so wie es jetzt böse wäre, zu sagen, dass Luhrmann vielleicht besser Partyveranstalter geworden wäre, als Filmemacher, so darf man umgekehrt formulieren, da...
Große Erwartungen: Gestern begannen zum 66. Mal die Filmfestspiele von Cannes mit 20er-Jahre-Glamour auf dem Roten Teppich, aber alles redet nur von Angelinas Busen. Und die Goldene Palme gewinnt Asghar Farhadi
Man könnte jetzt eigentlich nach Saint-Raphaël fahren... Das wäre ein entspannter Urlaub. Fast wie im Grab. Vor fast genau hundert Jahren, im Jahr 1924 verbrachte dort Francis Scott Fitzgerald den Sommer. Genauer gesagt in einem Dorf ...
von Ciprian David17. April 2013
Ein Text über SPRING BREAKERS von Harmony Korine, über eine Folge aus BLACK MIRROR und über DOMESTIC von Adrian Sitaru. Vor allem aber ein Text über die Schere als feiges Zensurmittel.
Die Textinserts vor dem Abspann von SPRING BREAKERS wurden dem Film vom Verleih hinzugefügt, damit der Film ab 16 von der FSK freigegeben wurde. Ironischerweise lässt sich auf der Facebook-Seite des Films schnell feststellen, dass dieses somit gewo...
von Franziska Schmidt17. April 2013
Durch Reinhold Vorschneiders Kameraführung wird uns gezeigt, was eigentlich die ganze Zeit vor unseren Augen war und doch nicht richtig gesehen wurde. Dies ist nur einer der Gründe, warum er in die „Familie des Marburger Kamerapreises“ aufgenommen wurde. Der Marburger Kamerapreis und die Kameragespräche sind seit 2001 eine erfolgreiche Verknüpfung universitärer und städtischer Zusammenarbeit und erfreuen sich stetig wachsender, inte...