Seite auswählen

The Nightman Cometh – GAME OF THRONES: HARDHOME (S05E08)

von | 2 Jun 2015 | Game of Thrones | 6 Kommentare

NEGATIV_GAME OF THRONES_HARDHOME_Jon Snow, Tormund Giantsbane

I think this is the beginning of a beautiful friendship. HARDHOME stärkt die Allianz zwischen Jon und Tormund – und versöhnt den Zuschauer mit der fünften Staffel GAME OF THRONES.

HOLY. SHIT. GAME OF THRONES belohnt sein Publikum mit dem längst überfälligen Höhepunkt der fünften Staffel: HARDHOME. Die spektakuläre achte Folge stellt in gewisser Weise die Antwort auf die vorherige Episode dar. Hatte THE GIFT in seinen besten und schlechtesten Momenten gezeigt, wo die Stärken bzw. Schwächen des HBO-Dramas GAME OF THRONES liegen, erinnert HARDHOME den Zuschauer daran, warum er sich seit der Pilotfolge in die Fantasy-Serie verliebte – Spannung, White Walkers und Peter Dinklage. HARDHOME gab dem Zuschauer endlich das, was er sich von der fünften Staffel versprach: Tolle Szenen zwischen Tyrion und Dany, Fortschritte in Aryas Killer-Ausbildung, Hoffnung für die Starks, Rückschläge für die Lannisters und die bildgewaltige Rückkehr der frostigen Zombies.

Dabei folgt die Episode dem dramaturgischen Vorbild anderer Highlights der Serie wie THE LION AND THE ROSE oder THE RAINS OF CASTAMERE. Die erste Hälfte von HARDHOME springt wie üblich von einem Schauplatz zum anderen und verschränkt eine handvoll Erzählstränge: In King’s Landing harrt Cersei ihre Gefangenschaft aus, Aryas Training in Braavos erreicht die nächste Stufe, Tyrion und Dany haben Gelegenheit, sich in Meereen besser kennenzulernen und Sansa erlebt einen ersten Lichtblick in Winterfell. Jeder der Plots feiert bereits kleine Fortschritte, doch dienen sie nur dazu, die titelgebende Hauptattraktion hinauszuzögern, welche die gesamte zweite Hälfte einnimmt.

Statt einer Schlacht oder einer Hochzeit ist es diesmal ein Massaker. In der Wildlings-Siedlung Hardhome jenseits der Mauer werden Jon und seine Gefährten bei der Evakuierung des Freien Volkes von dem Angriff der White Walkers und ihrer Armee von Wiedergängern überrascht. Auch der Zuschauer ist sprachlos. Der Überfall der White Walker stellt selbst die besten Action-Sequenzen der Serie von BLACKWATER bis THE WATCHERS ON THE WALL in den Schatten und bietet ein wohlinszeniertes Effektfeuerwerk, wie man es im Fernsehen nur selten sah. Vom Aufziehen des eisigen Sturmes bis zu dem Moment, in dem Jon im letzten Rettungsboot gerade so die Ufern einer auferstehenden Armee der Toten verlässt, klebten meine Augen hypnotisch am Bildschirm fest. Wow. Einfach nur Wow.

 Diese Folge in Zahlen:

Hauptfiguren

Orte

Erste Auftritte

Letzte Auftritte

Umbruchstimmung in Westeros

NEGATIV_GAME OF THRONES_HARDHOME_Arya Stark

Spätzünder: In HARDHOME ist Arya endlich in dem Outfit zu sehen, das bereits in den Promobildern von Entertainment Weekly vorweg genommen wurde: Lanna, die Muschelverkäuferin.

Winter is Coming – und mit ihm ein neues Zeitalter in Westeros. Die fünfte Staffel GAME OF THRONES macht deutlich, dass große Änderungen bevorstehen, sowohl intra- wie auch extradiegetisch. Ein Grund, warum diese Staffel für manche nicht in Fahrt kommen wollte, ist, dass verschiedene Erzähldynamiken aufeinander trafen. Auf der einen Seite haben Showrunner Benioff und Weiss ihre bisherigen Methoden, Martins Literaturvorlage fürs Fernsehen zu adaptieren, ändern müssen. Statt ein oder zwei Staffeln für einen Band aufzuwenden, werden die letzten beiden Bücher in einer einzigen Staffel abgehandelt. Dafür waren größere Veränderungen, Abweichungen und Auslassungen unumgänglich. Gleichzeitig mussten die Autoren aufpassen, dass ihre Charaktere in ihrem Fortschritt innerhalb der Handlung nicht über das Ziel hinaus schießen. Um nicht alle Figuren wie Bran eine Staffel lang eine Auszeit nehmen zu lassen, wurden daher retardierende Momente und erzählerische Bremsschwellen in die Handlung eingebaut. Das hatte allerdings zum Nachteil, dass man das Gefühl hatte, dass die Figuren bei voller Fahrt doch nicht vom Fleck kamen.

Ein Beispiel ist Arya: Endlich angekommen in Braavos, verbrachte das Stark-Mädchen eine Folge vor verschlossener Tür, bis sie in das House of Black and White hineingelassen wurde (THE HOUSE OF BLACK AND WHITE). Als sie dann den Tempel der Faceless Men betrat, durfte sie zunächst Mr. Miyagi-Arbeiten leisten – Haushaltsdienste, die mit der eigentlichen Kampf-Ausbildung nichts gemein zu haben scheinen. Dabei trimmten sie Jaqen H’ghar und die Oberschülerin Waif erfolglos in der Kunst der Selbstaufgabe (HIGH SPARROW). Langsam tastete sich Arya an das Konzept der Gabe des Many-faced God heran und wurde schließlich in das Geheimnis der Faceless Men eingeweiht (UNBOWED, UNBENT, UNBROKEN). Ganze acht Folgen hat es also gedauert, bis in HARDHOME ihre eigentliche Ausbildung losgeht. Arya nimmt die Identität der Hafenverkäuferin Lanna an – ohne dabei jedoch ihr Gesicht zu ändern – und bekommt ihren ersten Mordauftrag. Nach sehr langem Warten kommt ihre Handlung in Gang, zwei Folgen vor Staffelfinale…

Die Orte dieser Folge

NEGATIV_GAME OF THRONES_HARDHOME_Tyrion Lannister, Daenerys Targaryen

Tyrion und Dany erörtern ihre miteinander verzahnten Familiengeschichten. Auf den zweiten Blick haben der Gnom und die Drachenmutter mehr gemein, als sie für möglich halten.

I’m not going to stop the wheel. I’m going to break the wheel.

Dhaenerys Targaryen

Queen of the Seven Kingdoms, Mother of Dragons, Khaleesi of the Dothraki, Mother of the Unsullied, (...)

Das zum Teil nervige Spiel auf Zeit in Handlungssträngen wie etwa bei Arya wird jedoch bald vorbei sein. Der Erzählstand der Bücher ist fast eingeholt, Benioff und Weiss werden mit der sechsten Staffel narratives Neuland betreten. Die fünfte Staffel hat die undankbare Aufgabe, die wendungsreiche vierte Staffel mit einer Zukunft ohne Buchvorlage zu verbinden. Eine bisher durchwachsene Staffel ist das Ergebnis gewesen, die jetzt jedoch dabei ist, ihr maximales Potenzial auszuschöpfen. Die Erzählstränge in der ersten Hälfte von HARDHOME zeigen, dass die Handlung in den einzelnen Plots davor steht, ihre Auflösung zu erreichen. Wieder war es vor allem die junge Generation von Westeros, in deren Hände die Zukunft ihrer Welt zu liegen scheint. Tormund versucht die Wildlinge in Hardhome davon zu überzeugen, dass Jon derjenige ist, der sie im Kampf gegen die Kinder der kalten Nacht zum Sieg führen kann. Ramsay bietet seinem Vater Roose an, einen Spezialeinsatz zu leiten, um Stannis zu besiegen, noch bevor er Winterfell erreicht hat. Dany und Tyrion schließlich diskutieren die Zukunftspläne der jungen Königin. Dany will die alte Ordnung zerstören, um eine neue zu schaffen.

Es ist schon faszinierend, wie viel Tyrion und Daenerys gemein haben. Auf unterschiedlichen Kontinenten zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Familien aufgewachsen, verbindet beide einen unbändigen Überlebensdrang. Seit ihrer Geburt waren sie auf sich allein gestellt – Zwei Außenseiter gegen den Rest der Welt. Tyrion wegen seiner körperlichen Anomalie, Dany wegen ihrer Abstammung aus einem gestürzten Königshaus. Zwei unschuldige Kinder, geschädigt durch ihre bösen Väter. Und doch haben der Zwerg und das Flüchtlingskind es geschafft, aus ihrer unterlegenen Position sich bis ganz nach oben zu boxen, sich im Machtkampf der Großen zu bewähren. Wie wird ihr Westeros wohl aussehen, sollte ihre Allianz tatsächlich den Eisernen Thron gewinnen?

HARDHOME war also eine vielversprechende Folge. Aryas wirkliches Training hat endlich begonnen. Tyrions Ankunft in Meereen könnte Änderung in die festgefahrene Situation der jungen Drachenkönigin bringen. Und Sansa darf in Winterfell nach längerer Qual wieder hoffen. In der Konfrontation mit Theon/Reek erfährt sie, dass Bran und Rickon noch am Leben sind. Ein kurzer Lichtblick trifft in ihre Dunkelheit. Wird ihr das die Kraft geben, sich endlich aus ihrer eigenen Misere selbst zu befreien? Immerhin wird Ramsay Winterfell verlassen, um ein Attentat auf Stannis‘ Lager zu verüben. Auch wenn man als Zuschauer schon gar nicht mehr wagt, sich Hoffnungen zu machen, wäre es doch ein schöner Gedanke, dass Sansa bei Ramsays Abwesenheit tatsächlich die Flucht gelingen würde – und als Sahnehäubchen Ramsay bei seinem Attentatsversuch selbst in Nöten gerät.

Die Figuren der Folge

Hauptfiguren
Nebenfiguren
Erste Auftritte
Letzte Auftritte
NEGATIV_GAME OF THRONES_HARDHOME_Cersei Lannister

Confess. Wie lange wird Cersei dem Druck der Sparrows standhalten?

GAME OF THRONES ist ein ständiges Auf und Ab. Anscheinend kann es zur gleichen Zeit nur einer bestimmten Anzahl an Charakteren gut bzw. besser gehen, wohingegen nichts dagegen zu sprechen scheint, dass eine unbegrenzte Anzahl an Figuren zur selben Zeit unglücklich ist. Während Sansa, Arya, Dany und Tyrion sich auf dem aufsteigenden Ast befinden, ist Cersei in King’s Landing tief gefallen. Ihrer Kleider beraubt, in Lumpen gehüllt und einer harschen Aufseherin ausgesetzt, verkümmert sie von allen verlassen in den Zellen der Sparrows. Ihre Allianz mit dem High Sparrow erwies sich als totales Desaster. Doch ist ihre Einzelhaft lediglich das Ergebnis ihrer selbstverschuldeten Isolation. Keiner kommt ihr zu Hilfe. Jaime ist noch mit der Geheimmission in Dorne beschäftigt – wozu sie ihn gedrängt hat. Ihr Sohn König Tommen scheint sein Kinderzimmer nicht mehr verlassen zu wollen. Der von Grandmaester Pycelle zur Hand des Königs bestellte Kevan Lannister verweigert seiner Nichte den Besuch. Wahrscheinlich ist er zu sehr damit beschäftigt, Cerseis politisches Durcheinander in Ordnung zu bringen. Ihr letzter Vertrauter ist der ungebührliche Maester Qyburn, der sie über die aktuellen Entwicklungen am Laufenden hält. Seine Arbeit gehe weiter, versichert er ihr. Was brütet der verrückte Alchemist in seinem Laboratorium aus?

The Nightman Cometh

NEGATIV_GAME OF THRONES_HARDHOME_Night's King

We are back, bitches! In HARDHOME kommt es zum fulminanten Wiedersehen mit den unheimlichen Frostkreaturen. Diese sind aktiver denn je. Werden wir bald noch mehr von den White Walkers zu sehen bekommen?

Dass die die zweite Hälfte von HARDHOME so unglaublich gut funktioniert, hat mehrere Gründe. Zuerst einmal kam die überwältigende Action-Sequenz völlig überraschend. Im Gegensatz zur Schlacht am Blackwater oder dem Wildlings-Angriff auf Castle Black hat sich das Ereignis in Hardhome in der Dramaturgie der Folge nicht wirklich angekündigt (abgesehen davon, dass die größte Sensation der Staffel bisher immer in der neunten Folge passierte). Auch Buchfans waren vom Angriff der White Walkers verblüfft, da weder der Zwischenfall sich bisher ereignet hat noch Jon in Hardhome anwesend ist. Doch war nicht nur erstaunlich, dass sich dieser Vorfall ereignete, sondern vor allem in welchem Ausmaß er sich entfaltete. Es war, als ob die Kampfchoreographen sämtliche Kapazitäten für diese eine Folge aufgewendet hatten, weswegen die restlichen Kampfszenen der Staffel (vor allem in Dorne) so lustlos wirkten. Gleiches gilt für die CGI-Effekte. Gerade die überzeugende Kombination von live-Action, Computertrick und Maske bzw. Ausstattung war erstaunlich: Wenn der Riese Wun Wun aus der Hütte ausbricht und direkt vor Jon Untote zertrampelt oder sich ein Schar von Wiedergängern einen Berghang herabstürzt, nur um unbekümmert wieder aufzustehen, verschlug es mir als Zuschauer den Atem. Jeder Multimillionen-Blockbuster kann sich da mehrere Scheibe von abschneiden.

Zum Anderen war der Überfall der White Walkers so überzeugend, weil er kleine, aber starke narrative Momente in das Geschehen mit einbaute, statt die Erzählung zwecks Effekt-Zurschaustellung pausieren zu lassen. Dies funktionierte sogar noch besser als bei THE WATCHERS ON THE WALL. Neben wir das Beispiel der Wildlingsfrau Karsi, wunderbar dargestellt von der dänischen Schauspielerin Birgitte Hjort Sørensen. Mit prägnanten Momenten in HARDHOME eingeführt, hat mich ihr Tod in der gleichen Folge mehr getroffen als etwa das Ableben von Pypar und Grenn in THE WATCHERS ON THE WALL – Charaktere, die seit der ersten Staffel in Jons Entourage dabei sind, aber nie wirklich an Konturen gewannen. Karsi dagegen wurde eingeführt als taffe Clansführerin, die nur deswegen auf Jons und Tormunds Angebot einging, weil sie darin tatsächlich die einzige Chance auf ein Überleben ihres Volkes, vor allem ihrer Kinder, sah. Während der Schlacht brachte sie ihre Töchter in Sicherheit und bewährte sich als tapfere Kriegerin, der keine Gefahr, kein Gegner zu groß war. Doch geriet ihr Kampfrausch jäh in Stocken, als ihr eine Schar untoter Kinder gegenüberstand. Nicht in der Lage, ihre Waffe gegen die unschuldig blickenden Kreaturen zu erheben, gab sie sich deren tödlichem Angriff hin.

Die Schlacht in Hardhome war eine erste Bewährungsprobe für die Zusammenarbeit von Wildlingen und Nachtwache und endete doch in keinem Sieg, sondern einer vernichtenden Niederlage. Das Massaker soll die Überlegenheit und Brutalität der White Walkers darstellen, denen weder Wildlinge, Nachtwache noch die anderen Völker von Westeros allein gewachsen sind. Nachdem das schreckliche Schlachtgeschrei verstummt war, schritt der Anführer der White Walkers den Steg entlang. Die unnatürliche Stille des Schlachtfeldes verlieh dem dumpfen Klang seiner langsamen Schritte etwas Schicksalhaftes. Die eisblauen Augen des Anderen trafen auf Jons entgeistertes Gesicht. Mit starrer Miene hob die Kreatur ihre Arme – und die gefallenen Toten um ihn herum richteten sich als seine Marionetten wieder auf, unter ihnen Karsi. Eine imposante Geste, die sagen will: Widerstand ist zwecklos. Bald wird die Armee der Finsternis über ganz Westeros schreiten. Wer kann den schrecklichen Nightman schon aufhalten? Ein lustvoller Schauer durchzieht den Zuschauer: Die kommenden Nächte werden dunkel sein und voll mit Terror. Und ich kann es kaum erwarten!


You want revenge against the Lannisters? I killed my mother Joanna Lannister the day I was born. I killed my father Tywin Lannister with a bow to the heart. I am the greatest Lannister killer of all time.

Tyrion Lannister

Counsellor to be

Andere Gedanken:

  • The cold never bothered him any: Der Anführer der White Walker trat bereits das erste Mal in OATHKEEPER auf – er war derjenige, der Crasters Baby-Sohn auf dem Eisaltar durch Berührung in einen der Seinen verwandelte. Im VIEWER’S GUIDE von HBO als auch in den INSIDE THE EPISODE-Featurettes bezeichnen ihn Benioff und Weiss als The Night’s King. Alternative Fantitel für ihn wären Bad Mr. Frosty, Walker White oder in Anlehnung an Schneemann Olaf aus FROZEN Olawful. Was sind eure Vorschläge?
  • Stark Sansa: In der Konfrontation mit Reek war Sansa sehr selbstbewusst und abgebrüht. Eiskalt gibt die verbitterte Starktochter zu, dass Theon jede Folter und Schandtat von Ramsay für seinen Verrat verdient hat. Sansa kann böse, wenn sie will. Wo bleibt diese Attitüde gegenüber Ramsay?
  • Armer Ser Jorah: Zwar konnte Tyrion Dany davon überzeugen, ihn am Leben zu lassen, doch wurde er nun für immer aus der friend zone gebannt. Indes breitet sich sein Greyscale langsam weiter aus. Er kehrt zu Yezzan zo Qaggaz zurück und will in Meereens großer Gladiatoren-Arena antreten. Todessehnsucht? Verzweiflung? Oder hat der alte Bär tatsächlich einen Plan? In jedem Fall sollte man darauf gefasst sein, Ian Glens Talent vielleicht nicht mehr lang genießen zu dürfen…
  • Im Gespräch mit Sam scheint Olly nicht gerade der Rückkehr seines Lord Commanders entgegen zusehen. Vor allem nicht, wenn er noch mehr Wildlinge mitbringen wird. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass der kleine Mann mehr und mehr zu Jons wahrer Nemesis an der Mauer wird. Immerhin hat er Ygritte erschossen. Wozu ist noch in der Lage?
  • In der Schlacht von Hardhome wird Jon sicherlich das Interesse des Night’s King geweckt haben. Werden sie zu den großen Gegenspielern in den wars to come? Ist Jon der Dayman zum Nightman?
  • You’re gonna need a bigger boat: Am Ende des Massakers von Hardhome stellte sich wahrscheinlich jeder Zuschauer dieselbe Frage. Passt der Riese Wun Wun auf eines von Stannis‘ Schiffen? Oder muss er den Weg zur Mauer schwimmen/laufen?
  • Everybody hates the Thenns – Klingt doch nach einem guten Sitcom-Spinoff, oder?
  • He had it coming. Der Lord of Bones wird von Tormund mit seinem eigenen Stab zu Tode geknüppelt. Er hat es aber auch herausgefordert.
  • Im Duell gegen einen White Walker fand Jon wie auch der Zuschauer heraus, dass Dragonglass nicht die einzige Waffe gegen die Frostzombies ist. Auch valyrischer Stahl löst die kalten Kumpel in ihre kristallenen Bestandteile auf. Großes Suchspiel der Woche: Wer außer Jon hat noch eine valyrische Klinge?
  • Arya lernt, dass die Faceless Men nicht nur die Gabe des Many-faced Gods als Gnade vergeben, sondern auch als Rache für Unterdrückte. Ihr erstes Opfer, der Thin Man, ist im Grunde nichts anderes als ein halsabschneiderischer Versicherungsverkäufer. Doch wird Braavos bald von ganz anderen Schurken besucht. Wir erinnern uns, dass Ser Meryn Trant, der Mörder von Aryas ehemaligem Schwertlehrer Syrio Forel, Lord Mace Tyrell nach Braavos zur Iron Bank eskortiert. Wird Arya bald einen weiteren Namen von ihrer Liste streichen können?
  • Herrin des Kuckucksnestes: Septa Unella, Cerseis wortkarge Wärterin, wäre in unserer heutigen Zeit sicherlich die perfekte Nachfolge für Oberschwester Mildred Ratched (Louise Fletcher) aus ONE FLEW OVER THE CUCKOO’S NEST.
  • Gerade, als mehr und mehr Fans das Interesse an der Serie verloren und ihre Hoffnungen für die fünfte Staffel aufgaben, hat HARDHOME die meisten wiederzurückgeholt. Um es in den unsterblichen Worten von Michael Corleone zu sagen: Just when I thought I was out… They pull me back in!

Fotos: © HBO