von Elisabeth Maurer1. Juni 2012
Vielleicht sind Wes Anderson und Guy Maddin keine Filmemacher, bei denen man auf den ersten Blick an große Gemeinsamkeiten denken würde. Andersons Filme sind nostalgisch-skurrile Märchen, die zwar nur an der Oberfläche wie Kinderfilme wirken, aber doch immer leichtfüßig und unterhaltsam daherkommen. Dahingegen entfalten Maddins meist schwarz-weiße Part-Talkies, die besonders auch zur persönlichen Vergangenheitsbewältigung des Regisseurs ...
von Elisabeth Maurer13. Februar 2012
Keyhole ist der Film, auf den ich mich schon lange sehr freue und der daher auch der einzige war, den ich wirklich mit großer Vorfreude bei der Berlinale sehen wollte. Der Film von Guy Maddin hatte eine große Zuschauer-die-aus-dem-Raum-flüchten-Quote, mich hat er aber gar nicht enttäuscht.Eigentlich ist auch recht klar, was man bei Maddin zu erwarten hat. Seine Motive ziehen sich durch sein gesamtes Filmschaffen und auch seine Herangehensweis...
von Elisabeth Maurer20. Dezember 2011
My Winnipeg, von Arsenal in die deutschen Kinos gebrachtNekrophilie und NostalgieDen Monat Juni möchte ich mal keiner Festivalerfahrung oder einem Kinomonat widmen, sondern einer persönlichen Entdeckung. Für meine Magisterabschlussprüfung wählte ich als eines von drei Themen Regisseur Guy Maddin, hauptsächlich weil mein Betreuer das spannender fand als Tarkowski oder Wes Anderson. Bis dahin kannte ich hauptsächlich My Winnipeg, von dem ich...
von Elisabeth Maurer11. November 2010
Der Kanadier Guy Maddin erschafft seit Jahren äußerst spezielle Filmwelten, die mittlerweile ein umfangreiches, persönliches Werk konturieren. Sein Film My Winnipeg aus dem Jahr 2007, der schon erfolgreich auf einigen Festivals, darunter die Berlinale 2008, lief, erlebt diese Woche nun seinen deutschen Kinostart.Als Dokumentation gehandelt macht schon der Titel klar, dass der Film eine explizit subjektive Perspektive einnimmt. My Winnipeg ist ...