von Oliver Kaever5. Oktober 2012
„Meister der toxischen Realismus“, nennt Laudator Feridun Zaimoglu den Mann, der kurz darauf auf der Bühne des Cinemaxx 1 den Douglas-Sirk-Preis des 20. Filmfestes Hamburg erhält, sich artig bei der Stadt Hamburg für die Unterstützung bei der Postproduktion seines Films FRÜHLING, SOMMER, HERBST, WINTER... UND FRÜHLING (2003) bedankt – und das koreanische Volkslied „Arirang“ anstimmt. Das ist mittlerweile schon Tradition bei Kim Ki...
von Rüdiger Suchsland9. September 2012
Lieder am Lido: Der Koreaner Kim ki-duk gewinnt den Goldenen Löwen
Venedig-Blog, 13 Folge
Wir werden unseren Freund und Kupferstecher Dr. Josef Schnelle, pardon: Giuseppe Rapido in Zukunft nur noch Orakel-Jupp nennen. Denn wie im Vorjahr bei Sokurov hatte er auch diesmal erstaunlich früh und sicher vorausgesagt, dass Kim Ki-duk den Hauptpreis gewinnen würde: "Großartig. Goldener Löwe" verkündete die sms gleich nach der ersten Pressevorf...
von Ciprian David30. Januar 2012
Arirang ist ein Film über Kim Ki Duk. Gefilmt wird in den ersten Einstellungen vor allem seine Katze. Ist die Katze Kim Ki Duk? Es folgen Innenaufnahmen seiner Hütte. Ist die Hütte Kim Ki Duk? Im Autorenkino gilt: Alles ist Kim Ki Duk in einem Film über Kim Ki Duk. Der koreanische Regisseur kann keine Filme mehr machen, also filmt er sich selber.Vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass die US-amerikanische Sitcom Community, die nicht fortgesetz...
von Rüdiger Suchsland24. September 2011
AmenDer Bambus im Sturm, suicidal tendencies in Schweden und wird Kim Ki-duk verrückt? - San Sebastián-Blog, Folge 7Dem Kino geht es gut, aber nicht allen Filmemachern. Das merkt jeder, der Amen sieht, das neue Werk von Kim Ki-Duk. Vor zehn Jahren war er der Wundermann des koreanischen Autorenkinos, und auch wer seine Filme schon damals ein bisschen prätentiös fand, konnte ihnen doch handwerkliche Meisterschaft und Einfallsreichtum nie abspre...
Mit Wutbürger Kim Ki-duk in der Bar und das umzingelte Kino - Cannes-Blog, Folge 4.Es ist schon erstaunlich, wie sehr der diesjährige Cannes-Jahrgang von einigen ganz wenigen Leitmotiven dominiert ist. Es geht immer wieder um Kinder, und um deren Beziehungen zu Müttern, zu Vätern. Weiterhin ist dies das Sterben und der Tod. Was zuletzt immer deutlicher wird, ist, wie sehr einige Filme auch von Wiederauferstehung handeln. Beides findet man auc...
von Ciprian David9. Juni 2010
Die Verwendung von Film zum Ausüben von Gesellschaftskritik ist in der Filmgeschichte nie außergewöhnlich gewesen. Gar entwickelt sich ein Trend, dass Gesellschaftskritik oder politische Aktualität Film als Kunst in den Schatten stellt, wie unzählige Festivalbewertungen leider immer mehr beispielhaft bezeugen. Der Anspruch, diese Kritik in filmischer Poesie zu verkleiden, wurde zu einer vergessenen Tugend, der nur die wenigsten Filmemach...