Captive | Berlinale 2012 – Wettbewerb

Ein Boot mit einem bewaffneten Kommandotrupp taucht im Dunklen der Nacht auf, da winkt uns kurz die düstere Stimmung aus Kinatay, dann brechen sie in ein Ferienressort ein und nehmen zahlreiche Gefangene. Schnell gehen wie wieder weg, in eine für die Uhrzeit erstaunlich helle und dadurch fast abstrakte Seelandschaft. Wie immer bei Brillante Mendoza werden diese Männer von einer extrem wackeliger Kamera begleitet, die über den ganzen Film hi...

Ang babae sa septic tank | Berlinale 2012 – Forum

„Mit diesem Film fahren wir zum Festival in Berlin.“, sagt die Frau und fällt in einen Tank voller Scheiße. Ang babae sa septic tank von Marlon Rivera müsste der Berlinale-Film schlechthin sein, mit einem solchen Ende. Aber auch, weil er gar nicht mal so sehr von der Filmlandschaft der Philippinen wie vom Filmedrehen im Allgemeinen und von Filmfestivals ganz besonders handelt.Regisseur Rainier (Kaen Cipriano) und Produzent Bingbong (JM de ...

Kinatay

Kinatay ist ein Film, der zutiefst im Kinosaal verwurzelt ist: in seiner Struktur, in seiner Aufteilung nach Licht und Schatten, in Realität und Alptraum.Alles, was vorher geschah, scheint vergessen, als es nach dem ersten Abschnitt des Films dunkel wird. Ein junger Mann setzt sich zusammen mit Unbekannten in ein Auto. Eine Reise beginnt und führt ans Ende der Stadtgrenze, darüber hinaus, ins Nirgendwo. In der schemenhaft vorbeirauschenden Lan...

Director Gutierrez Mangansakan II on his film Limbunan (english)

exground is a filmfestival held yearly in Wiesbaden, Germany, dedicated to celebrating cinema beyond mainstream from all over the world. Limbunan was shown in the section News from Asia, which focused on the filipino cinema this year. We had the pleasure to interview the director of the film, Gutierrez Mangansakan II: ***You mentioned Limbunan is depicting the south region of Philippines, which is rather rarely happening in film. Why did you...

IFF Mannheim-Heidelberg: Sanglaan / The Pawnshop

Ein Pfandhaus als Spielort und Thema eines Films zu wählen, ist mindestens eine bedeutungsträchtige Entscheidung. Schon durch Brillante Mendoza sind aber die deutschen Zuschauer mit der großen Bedeutung solcher Geschäfte für die Philippinen vertraut geworden. Sie waren immer die letzte rettende Instanz, der Ort, der die Kraft hat, über Schicksale und Leben zu urteilen, der aber immer mit Opfer, mit Verzicht verbunden ist und die Doppeldeuti...

exground 2010: Colorum

In der Reihe der asiatischen Filme liegt der Schwerpunkt des exground Filmfests dieses Jahr auf Werken von den Philippinen. Die Filme von dort haben in jüngster Zeit zurecht enorme Aufmerksamkeit auf Festivals erregt, besonders zu erwähnen wäre hierbei Brillante Mendoza. Ästhetisch hat Colorum viel mit den Filmen dieses Regisseurs und auch mit denen anderer Landsmänner gemein. Die Kamera in Videooptik ist stets bewegt, wackelige Handkameraau...

exground 2010: Limbunan

Gewinn, Unterhaltung, Kunst, Politik, Diskurs, Hommage – im Namen dieser Konstrukts werden Welten im Kino geschaffen und vernichtet, werden Kultbewegungen hervorgerufen oder Stars geboren. Die Operation am eigenen Leib (das Selbstreflexive, die Metaverweise) ist besonders in den letzten Jahrzehnten eine beliebte Methode des Filmemachens. Die Entwicklungen der Gesellschaft, die Erziehung des Zuschauers, die neuen Medien beeinflussen natürlich d...

Brillante Mendoza: zum Kinostart von Lola und Kinatay

Niemand hat es erwartet und doch geschieht es: zwei Filme von Brillante Mendoza dürfen am 15. Juli einen Kinostart in Deutschland feiern. Und auch wenn es sich um wenige Kinos handelt, in denen Lola gezeigt wird, und um noch weniger bei Kinatay, kann man Rapid Eye Movies für den kulturellen Wert dieser Investition nur dankbar sein und hoffen, dass Kinobetreiber von Programmkinos es in der Zukunft öfter wagen werden, sich auch abseits des gewÃ...
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