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Urlaub in Mittelerde: Im Kuriositätenkabinett des Doktor Faustus, White Trash in Deutschland und Texas, Romantik aus zweiter Hand, die sich als Klassik ausgibt und Lynch reloaded;

Es gibt viele Gründe Marco Müller, den Leiter des Filmfestivals von Venedig zu kritisieren. Ein paar haben wir hier schon genannt, auf andere werden wir noch kommen. Es gibt aber auch gute Gründe ihn zu bewundern. Wofür man Müller gar nicht genug bewundern kann, ist seine Fähigkeit, zu programmieren. Damit sind jetzt nicht etwa jene auf die Dauer etwas abgenutzten Tricks gemeint, über die wir hier bereits geschrieben haben. Sondern einfach Müllers Begabung durch die Abfolge oder das Nebeneinanderstellen Beziehungen zwischen Filmen herzustellen, eine Art imaginären Dialog der Filme zu provozieren. Das fällt einem in Venedig irgendwann immer auf, und bald danach erinnert man sich auch, dass das in Cannes, Berlin oder an anderen Orten eben nie so funktierniert, wie hier.

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In der siebten Folge dieses Blogs hatten wir schon ausführlich über den Ablauf jenes Tages geschrieben, an dem  offenbar der Teufel seine Hand im Spiel gehabt hatte. Der letzte Akt stand seinerzeit noch bevor: Die Apokalypse des Abel, des Abel Ferrara.

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Vor dem Film, bevor wir uns in die Akkreditierten-Reihe einreihen treffen wir Richard Lormand, einen der sympathischen internationalen Presseagenten. „This makes me sad“ sagt Richard mit Hinblick auf die trotz später Stunde lange Schlange , „Why are you guys still supporting this man?“ Ferrara habe doch seit mindestens 15 Jahren keinen guten Film mehr gemacht. Ich gebe ihm ein bisschen recht, verteidige Ferrara trotzdem, verweise auf New Rose Hotel , und muss all das knappe zwei Stunden später bitter bereuen. 4.44 Last Day on Earth wird zur bisher nervtötendsten Erfahrung dieses Festivals.

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Die Frage, von der Ferrara ausgeht, ist ja nicht uninteressant: Was würden wir tun, wenn wir wüssten, dass morgen früh die Welt untergeht? Würden wir uns zum Beispiel einen Ferrara-Film angucken? Eher nicht.
Würden wir überhaupt, auch an Tagen, die schöner verlaufen, einen von Ferrara gedrehten Porno sehen wollen? Die Frage liegt nahe, weil 4.44 Last Day on Earth vor allem von zwei Leuten handelt, die in einem Appartment in der New Yorker Upper East Side wohnen. Sie sind unter sich, und Ferrara nutzt die Gelegenheit, seine Freundin Shanyn Leigh die zugleich die Hauptrolle spielt, und das leider ziemlich unsäglich, ziemlich oft nackt oder halbnackt in Reizwäsche herumzulaufen, oder ihren nackten Hintern in die Luft zu räckeln. Das muss wohl Liebe sein, bringt den Film aber nicht weiter. Auch sonst strapaziert der Film vor allem das Sitzfleisch.
Die Bilder sind digital, sie wackeln und sind doch sehr uninspiriert heruntergefilmt. Im Hintergrund hört man ein Grundrauschen. Das Paar im Zentrum, Leigh und der in derartigen Filmen inzwischen unvermeidliche Willem Dafoe, hat eine Wohnung in der diverse Apple-Computer und mehrere Bildschirme herumstehen. Auf denen sind Nachrichten zu sehen, die vom bevorstehenden Weltuntergang handeln. „The world will end“ sagt der Anchorman und verabschiedet sich: „I will spend the last hours with my family.“ Dokumentarfilme erzählen im Rückblick, wie es zu allem kam. Am Anfang war das Kyoto-Protokoll. Aus irgendeinem absurden Grund läuft auf einem Bildschirm auch eine Sendung von 2009, in der Al Gore redet. Da kann der Dalai Lama nicht mehr weit sein, und tatsächlich taucht er bald auf. Auf einem anderen Programm leugnet ein buddhistischer Guru den Weltuntergang, schließlich ist ja auch dieser nur in unserem Kopf.
Man glaubt es nicht! Aber es kommt noch schlimmer: Ein asiatischer Bestellservice bringt Essen – ob die bis zum Ende aller Dinge wirklich noch arbeiten? Was wollen sie mit dem Geld machen? Willem Dafoes Figur, der bestimmt ein bourgoiser Yuppie-Depp war, ist plötzlich großzügig mit den Armen der Welt, drückt dem asiatischen Essenboten ein paar Hunderter in die Hand und erlaubt ihm, auf seinem Apple mit der Familie in China zu skypen. Vielleicht soll das alles eine Komödie sein? Schön wär’s. Shanyn Leigh fängt nämlich plötzlich an, in Dripping-Technik Bilder zu malen. Denn wenn morgen die Welt unterginge, würden wir heute natürlich noch ein Kunstwerk schaffen. Oder auch nicht…

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Au weia! 4.44 Last Day on Earth wirkt wie ein Achternbusch-Film, der in New York spielt. Wobei der Unterschied darin besteht, dass es Ferrara ernst meint.
Ferrara gönnen wir ja den erneuten Auftritt auf einem A-Festival, aber allmählich muss man ihn wirklich nicht mehr finanzieren. Denn für jeden schlechten Film, der hier läuft, wurde ein guter abgelehnt – außer vielleicht bei den italienischen Filmen. Aber das Hauptproblem bleibt natürlich die Tatsache, dass jeder Film, den ich schlecht finde, für jemand anderen ein Meisterwerk ist – und umgekehrt.

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„Ist er ein Verrückter?“ – „Nein, ein Russe!“ (Dialogzeile aus Faust)

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Dann am Abend der langerwartete Faust von Aleksander Sokurov. zweifellos ein Highlight im Programm, von manchen wie der Messias des Kinos erwartet, und von manchen, wie Guiseppe Rapido, schon vor Beginn des Festivals zum sicheren „besten Film“ des Festivals ausgerufen.
Gedreht wurde der Film im fast quadratischen Format alter Stummfilme – die erste, aber längst nicht letzte Anspielung auf das große Vorbild Murnau und dessen Faust-Film von 1926. Sokurov zeigt von der ersten Sekunde an, als der Film im Himmel beginnt, Mut zum Digitalen. Wie bei einem verrückt gewordenen Peter Jackson stürzt sich die Kamera in ein digitales Tal, ein digitales Dorf, um in einem Kuriositätenkabinett zu landen. Alles sieht Mittelerde viel zu ähnlich, und bis zum Schluss denkt man immer mal wieder, hier habe man es mit einem Nachlasswerk von Tolkien zu tun: „Der kleine Hobbit, Zweiter Teil“. Zumal die Kamera, das gibt denen, die den Film noch nicht kennen, eine Ahnung, von Bruno Delbonnel stammt, der zuvor unter anderem Amelie und Harry Potter and the Half-Blood Prince  bildgestaltet hatte.

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Der Anfang ist trotzdem interessant, weil unerwartet, ein bisschen Gothic-Novel, Faust als Frankenstein, der an Leichnamen forscht, Toten ihre Eingeweide entnimmt. Doch statt im Ekel-Horror weiterzumachen wird’s bald ein diktatorischer Autorenfilm aus vergangenen Zeiten: Ein Film, wie er kaum noch möglich scheint, nur wenn ihn ein Russe macht: Idiosynkratisch, schwerblütigst, völlig humorlos. Faust ist sehr verquasselt, pausenlos schwappen Wortkaskaden über die Leinwand – gut, dass man nicht auch noch die Untertitel lesen muss, denn obwohl das ein russischer Film ist, wird Deutsch gesprochen. Der Ton allerdings ist nachsynchronisiert und klingt wie ein Hörspiel. Von diesem Regisseur würde man nun eher einen Malstrom aus Bildern erwarten, als aus Worten. Die Bilder aber sind langsam und träg, breiig, milchig, so unscharf, wie in den David-Hamilton-Filmen der Spätsiebziger, zugleich ist das ein sehr dunkler Film, in dem Grau, braun und Grünlich dominieren. Manchmal wurden die Bilder noch bewusst verzerrt, und man fürchtet, der Vorführer habe sich in der Ratio vergriffen. Sokurov-Forscher, wenn es sie denn geben sollte, können in den folgenden Jahrhunderten versuchen, im Einsatz dieser schrägen Bilder ein System zu entdecken – time is out of joint kann man natürlich immer sagen.
Das Production-Design drängt sich auch hier wieder in den Vordergrund. Faust ist vor allem anderen eine Ausstattungsorgie, billig zwar, aber voller Übertreibung. Gedreht wurde in der tschechischen Republik, wo es offenbar in manchen Orten immer noch so aussieht, wie im deutschen Märchen. Gerade zu Beginn läuft pausenlos Musik. Aber was für welche? Romantik, nicht Klassik denkt man, Manierismen, 19. Jahrhunderts. Mal Schubert, mal Mahler. Pustekuchen: Alles selbstgemacht von Andrey Sigle. Auch hier also: Romantik aus zweiter Hand, die sich als Klassik ausgibt.

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Die Story ist bekannt: Faust ist frustriert durch die Grenzen des menschlichen Geistes, und sucht Hilfe bei höheren Mächten. Da weicht Sokurov nicht ab, ist nur unpräziser als Goethe, Murnau, die anderen. Die interessanteste Frage ist: Warum?
Was immer er auch zeigt, Sex zeigt er dann nicht. Dafür ein Platsch ins Wasser – wie metaphernreich. Und Gesichter in Großaufnahme und Zeitlupe, dann noch Fausts Gesicht vor blondem Schamhaar, dann Zombies – ja wirklich!
Sokurovs Mephisto heißt übrigens nicht Mephisto, sondern Maurizius „Der Dunkle“. Diese Figur ist die Problematischste von allen. Mit anderen Mephisto-Versionen hat er auch sonst wenig zu tun. Er ist ein Pfandleiher, klein, schmierig, körperlich defekt, nahe an Gollum alles in allem. Er ist auch höchst uncharmant. Dieser Teufel ist kein Verführer, keine ästhetische Figur. Und redet gelegentlich jiddisch – und immer deutlicher wird: es ist die Ikonographie des Antisemitischen, derer sich Sokurov hier bedient.
Sokurov enthält uns alles vor, was wir aus dem Faust kennen: Kein Osterspaziergang, kein Pudel der sich verwandelt, kein „zwar weiß ich viel, doch will ich alles wissen.“, kein Hexensabbat… Warum es überhaupt einen Teufelspakt gibt, das wird nie klar. Man weiß auch am Ende nicht, wer dieser Faust ist, und was er sucht, was ihn bewegt. Freiheit irgendwie. Und die Seele sei nicht mehr wichtig. Irgendwie. Dieser Faust ist mehr eine Behauptung des Faustischen.
Es ist eher ein Vorwand für ein Kuriositätenkabinett. Die üblichen Verdächtigen unter den deutschen Darstellern, die leicht defekt oder irgendwie kränklich aussehen, sind daher dabei: Antoine Monod als feister Mönch, Lars Rudolph als hellstimmig lispelnder Wirt und Andreas Schmidt hat dann noch gefehlt. Alle drei sind dreimal im Bild, haben je drei Sätze. Und so hat auch Georg Friedrich, der immer Spaß macht, selbst als Wagner bei Sokurov, seinen Auftritt: Irgendwann hat er ein Marmeladenglas in der Hand, quasselt von Humunculus, „der Übermensch, der von Menschenhand geschaffene Mensch“, dann rutscht ihm das Marmeladenglas aus der Hand und unten liegt ein blutender, sabbernder Glibberfötus in Marzipanfarben, der sehr erinnert an das Bild von abgetriebenen Kind in 4,3,2, jenem angeblichen Meisterwerk aus Rumänien. Das Festival wird also Gothic – das ist der gute Teil der Nachrichten aus Sokurovs Mittelerde.

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Irgendwie ist das ein affektierter Schmarren, aber trotzdem muss man es ganz anders ernst nehmen, als etwa Ferrara. Als Schlussstein der Trilogie über Hitler, Lenin, Hiroitho hat es etwas zusätzlich Prätentiöses. Sokurov, so lächerlich man das auch finden kann, will Deutschland vor Hitler retten, und damit auch die Faustische Pose, die doch unrettbar vom Faschismus kontaminiert ist. Dazu ringt er mit den Göttern und mit dem Deutschen Geist. Das ist die diktatorische Pose dieses Kinos, sein Größenwahn. Es ist aber auch sein Reiz. Es ist auch, ganz unironisch gemeint, gut, dass es solche Filme gibt.

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Was die Menschen reden, ist übrigens nicht immer Goethe. Zum Beispiel: „Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir Amen!“ Das ist nicht Faust – sondern genauso bekannt: Luther. Don Quixote kommt auch vor, und gegen Ende liegen drei Männer in Rüstungen auf einer Anhöhe. Wer ist das? Die Heiligen Drei Könige, vielleicht entlaufen aus Albert Serras Film Honor de Cavaleria (2006).
Das Ende ist überhaupt das Beste an diesem Film. Es spielt in Island, Geysire blubbern und spucken meterhohe Heißwasserfontänen – das sind mal Bilder! Aber da ist es längst zu spät. Und einmal gibt es doch Lacher. Als Mephisto, pardon: Maurizio tatsächlich gesteinigt wird. „Nochmal, nochmal, nochmal“ ruft dabei der Teufel, und man erinnert sich sofort an Das Leben des Brian: „Jehova, Jehova, Jehova…“

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Was Sokurov tatsächlich tut: Er bietet Betrachtungen eines Unpolitischen. Die natürlich nie wirklich unpolitisch sind. Also Gegenaufklärung. Feier des Mittelalters, Affekt gegen Zivilisation. Anti-Hegel. Anti-Kracauer. Postmoderne. Die Geschichte soll zurückgedreht werden, durch Hitler hindurch vor Hitler zur halbherzigen Unschuld eines Murnau zurück. Also das Gegenteil von „Von Caligari zu Hitler“: Von Hitler zu Caligari, besser zu Murnau. Dann darf man mit Gott ringen und mit Klages den Geist als Widersacher der Seele begreifen, mit Spengler vom Faustischen reden, und in Faust der Sucher UND Materialisten begreifen. Dann darf man auch wieder Juden-Stereotypen benutzen, ohne Antisemit zu sein. Das wird auch niemand Sokurov unterstellen. Einen fahrlässigen Umgang mit filmischen Zeichen dagegen schon.
Sokurov will alles predigen und nichts zeigen. Zugleich verlegt er sich auf die Geste des Naiven. Da mögen die internationalen Kritiker in ihrer Mehrheit – Applaus!

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Sukurow wäre demnach der klassische FIPRESCI-Preis-Gewinner, und wir nehmen uns einmal die Freiheit, vorherzusagen, dass der Film diesmal diesen Preis gewinnen wird. Den Preis der unabhängigen Filmkritik, den „Bisato d’Oro“ bekam übrigens der Hauptdarsteller Johannes Zeiler.
Andere Kritiker sehen es naturgemäß anders: Die schwedische Kollegin Ingella spricht mich direkt nach dem Film darauf an, was ich davon hielte, dass Deutschland als Filmförderer Zahlmeister Europas ist. Zum Film sagt sie: „Ich will ihn gut finden, aber ich finde ihn nicht gut.“ Conxita aus Spanien sagt es noch viel schöner: „niebla intellectual“.

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Am nächsten Morgen – und da sind wir wieder bei Marco Müllers Programmiergenie – haut William Friedkin dann diese ganze Absurdität mit ein paar wohlgesetzten Hieben zusammen.
Es dauert vielleicht zehn, fünfzehn Minuten, bis genau zu dem Moment, an dem Matthew McConaughey zum ersten Mal im Bild ist, bis man wieder weiß, dass Friedkin, nun auch schon 75 Jahre alt ist, bessere Bilder macht, als 90 Prozent aller amerikanischen Regisseure. Killer Joe erzählt von einer White-Trash-Familie in Texas. Der Vater ist einer dummer Automechaniker, Sohn Chris ein Taugenichts mit Spielschulden bei Geldverleihern, und einer festen Arbeit als Drogendealer. Seine Stiefmutter arbeitet beim örtlichen Pizzabäcker als Serviererin, die Tochter Dottie ist eine hübsche Unschuld vom Land mit Lolitaappeal, bei der man nicht recht weiß, ob sie zurückgeblieben ist oder nur eine Trailerpark-Cinderella. Weil er dringend Geld braucht, hat Chris den Plan, seine getrennt lebende Mutter ermorden zu lassen – sie hat nämlich eine fette Lebensversicherung abgeschlossen, die auf Dottie ausgestellt ist. Weil Chris sich seiner Grenzen bewusst ist, heuern sie „Killer Joe“ an. Der ist Polizist, und im Nebenberuf Auftragskiller. McConaughey spielt ihn als Bedrohung in Person, aus einem Film Noir entstiegen, dabei mit großer Ironie, die diesen ganzen Film auszeichnet, bei dem man nie weiß, wie ernst das alles gemeint ist.
Was in jedem Fall Spaß macht, sind die Dialoge. Etwa zwischen Joe und Chris: „This is serious business“ – „I am aware of that.“ – „I don’t think, you are. Our conversation is finished. we’ve never met.“
Oder zwischen Joe und Dottie: „Do you trust me?“ – „Not quite.“ – „Good.“
Und später, beim Abendessen: „How are you coming along with killing my mum?“ – „This is not an appropriate dinner conversation.“ – „Unless you poison her.“
Die Geschichte geht dann nämlich so: Joe will Vorkasse, die böse Familie hat kein Geld, solange Mami nicht tot ist. Also verlangt Joe ein Pfand, und dies ist Dottie, auf die er von Anfang an ein Auge geworfen hat. Als der Mord ausgeführt ist, geht die Versicherung aber an jemand anderen. Was geschieht nun mit dem Pfand?

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Das mag sich im ersten Moment banal anhören, ist aber nicht nur ungemein witzig, sondern auch eine abgründige Analyse Amerikas und der Seele des Westens, die dieser auch längst dem Teufel verkauft hat.
Ist Killer Joe wirklich eine schwarze Komödie, wie „Variety“ schreibt? Oder eher eine weiße Tragödie? Man kann an die Coen-Brüder denken, ich habe aber eher an David Lynch gedacht, an Blue Velvet.
Der Film ist in jeder Hinsicht das Gegenteil von Faust. Ironisch, mit klaren Bildern, ein Kino, das zeigt, und nicht predigt. Keine Symbole, keine Gewißheit, dafür Pathos und Irritation. Keine Thesen und Antworten am Ende, sondern Fragen. Wo Sokurov naiv ist, ist Friedkin sentimentalisch.
Auch diese Programmierung selbst – Friedkin auf Sokurov, Killing Joe auf Faust – kann Müller nur ironisch gemeint haben. Zumal Friedkin schließlich auch mal einen Exorcist gedreht hat. Nachdem der Wettbewerb für einen knappen Tag eine Drehung ins Absurde, Kaputte, Idiosynkratische bekommen hatte, treibt ihm Friedkin den Teufel wieder aus.

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